Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain macht sich für einen weltweiten Abbau der Atomwaffen stark. Zudem will er eine internationale Offensive, um die Verbreitung dieser Waffen zu verhindern.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain hat sich für einen weltweiten Abbau der Atomwaffenarsenale ausgesprochen. Dabei seien besonders Russland und die USA in der Verantwortung, sagte McCain am Dienstag in Denver.

Bild vergrößern

US-Präsidentschaftskandidat John McCain (© Foto: ap)

Anzeige

Auch mit China sollten Verhandlungen über den Abbau der strategischen Waffenarsenale und die Einhaltung des Nichtverbreitungsvertrags (NVV) geführt werden, sagte der Senator aus Arizona.

Er hoffe, dass die Zahl amerikanischer Atomwaffen so schnell wie möglich reduziert werden könne. McCain plädierte außerdem für eine internationale Offensive, um die Verbreitung von Atomwaffen zu verhindern. Es bedürfe internationaler Abrüstungsverträge und einer effektiven Kontrolle der Nuklearaktivitäten.

McCain kritisiert Versagen der US-Regierungen

Sowohl die demokratischen wie auch die republikanischen Regierungen haben bei der Verhinderung der Verbreitung von Atomwaffen bislang versagt, wie McCain erklärte.

In kaum verhüllter Kritik an Amtsinhaber George W. Bush forderte der Präsidentschaftskandidat in der Frage der Waffenreduzierung einen überparteilichen Dialog und diplomatischen Austausch. "Die Ziele der Nichtverbreitung können wir nicht alleine erreichen", sagte McCain.

Der demokratische Präsidentschaftsbewerber Barack Obama reagierte positiv. McCain habe viele Punkte aus Obamas Wahlkampfprogramm übernommen, erklärten Mitarbeiter des demokratischen Senators. Das zeige, dass Obama beim Thema Atomwaffen die Meinungsführerschaft habe.

Leser empfehlen 

(AP/mb)