Justizministerin Müller-Piepenkötter gerät wegen schwerer Zwischenfälle immer wieder in die Kritik - und wird vor der Wahl zur Belastung.
Die gefährlichsten Jobs in Landesregierungen haben die Innen- und die Justizminister. Entweder geht bei Geiselbefreiungen etwas schief oder Schwerkriminelle brechen aus Gefängnissen aus.
CDU-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter muss die politische Verantwortung für Fehler übernehmen, die in ihrem Ressort passieren. (© Foto: dpa)
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Die jeweilige Opposition verlangt dann oft reflexhaft den Rücktritt des Amtsinhabers. In der Amtszeit der Düsseldorfer CDU-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter hat es viele Rücktrittsforderungen wegen angeblicher oder tatsächlicher Justizskandale gegeben. Da war der Foltermord im Siegburger Jugendgefängnis, da war die Fluchthilfe eines Justizbediensteten bei zwei Aachener Häftlingen, da waren die Schlampereien bei einem Mordfall in Mönchengladbach und manch Schreckliches mehr.
Der Tod der Gefährtin eines Häftlings im Remscheider Gefängnis ist nur ein weiterer Fall in einer Serie von Pannen. In diesem Fall hält sich trotz Wahlkampfs in NRW die Opposition mit der Forderung nach Konsequenzen auffällig zurück. Die Frau starb in einer sogenannten Liebeszelle; diese Einrichtung im Gefängnis war Anfang der neunziger Jahre eine Idee auch der SPD.
Aber wie lange kann man immer nur von Pech reden? Die Justizministerin verweist gern darauf, dass solche Dinge nun einmal im Strafvollzug passieren können und sieht die unmittelbar Zuständigen in der Verantwortung. Das reicht nicht. Eine Ministerin muss auch die politische Verantwortung für Fehler übernehmen, die in ihrem Ressort passieren.
Eine Behörde ist kein anonymer Apparat, und es wäre nicht altmodisch, für Organisationsversagen persönlich einzustehen. Eine Ministerin mit so wenig Fortune wird für Regierungschef Jürgen Rüttgers immer mehr zur Belastung, auch wegen des Wahltermins am 9. Mai.
- NRW: Justizministerin unter Druck "MüPi", die Pannenfrau 13.04.2010
- JVA Remscheid Tod im Knast - Fragen an die Ministerin 12.04.2010
- JVA Münster Flucht über die Regenrinne 19.01.2010
- NRW-Justizministerium sperrt wdr.de Der Vorwurf der Zensur 15.12.2009
- Nordrhein-Westfalen "Perfide Stimmungsmache" 04.12.2009
(SZ vom 13.04.2010/segi)
UN-Tourismusorganisation
Frau Müller-Piepenkötter die Ausbrüche anzulasten, geht an ihrem Charakter vorbei. Dafür dass man sein Resort nicht im Griff hat, daran hat sich noch keiner in Deutschland gestört, vgl Jung und Tiefensee.
Aber warum im Fall Zumwinkel Durchsuchungsanordnung und Haftbefehl 12 Stunden "zu spät" ausgestellt wurden und damit eine Freiheitsstrafe verhindert wurde. Warum Frau Müller-Piepenkötter lächelnd zur Beseitigung von Frau Lichtinghagen, der bei Zumwinkel ermittelnden Staatsanwältin, zur Seite stand wurde auch nicht geklärt.
Die Handlungen (oder deren Unterlassung) von Frau Müller-Piepenkötter sind der Beweis dafür, dass man keine Bestechung bei der NRW CDU braucht, der Nepotismus ist dort schon zu Hause.
Genau so ist es!
Ich fühle mich äusserst unwohl bei dem Gedanken, dass ich mit meiner Stimmabgabe jemand in ein Mandat bringe oder halte, den ich dort nicht haben will.
Beispiel: Wenn ich Kraft wähle erhalte ich Rütgers, andersherum ist es genau so.
Unter Berücksichtigung elementarster Kenntnisse der Arthmetik führt die Wahl der anderen auch zu einer GroKo. Das, weil die "grossen Volksparteien" dann bequem (gegen die Wähler) regieren können. So fühlen die sich wohler, aber dafür wähle ich nicht.
Wenn Sie reden, sollte Ihre Rede besser sein als es Ihr Schweigen gewesen wäre.
@muefri, und wem helfen Sie, wenn Sie nicht zur Wahl in NRW gehen? Sie fühlen sich dann selber wohler? Ach so!
Normalerweise entläßt Herr Rüttgers doch Leute aus seinem Team?
Klotz am Bein ist ein nicht angebrachter Euphemismus. Diese Fau ist eine veritable Zumutung !
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