Unterdessen fand die US-Regierung bei vorläufigen Luftuntersuchungen Hinweise darauf, dass Nordkorea tatsächlich einen Atomtest unternommen hat. Bei ersten Analysen von Luftproben sei radioaktiver Abfall aufgespürt worden, "der im Einklang mit einem nordkoreanischen Nukleartest steht", zitierte der US-Sender CNN am Freitagabend die Behörde des Nationalen Geheimdienstdirektors, John Negroponte.
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Danach wurden die Proben am Mittwoch gesammelt und stützen Angaben Nordkoreas über den Test am vergangenen Montag. Weiter hieß es, zusätzliche Analysen seien im Gange und in ein paar Tagen abgeschlossen.
Keine Beweise für Atomtest
Ein Sprecher der Behörde stellte unterdessen klar, dass es sich um keine offizielle Erklärung handele, sondern um einen Entwurf zur internen Information von Kongressmitgliedern, der nicht für die Öffentlichkeit bestimmt gewesen sei. Eine offizielle Verlautbarung sei nicht geplant, da es sich erst um vorläufige Analysen handele, sagte Sprecher Chad Kolton in der Nacht zum Samstag.
Nordkorea hatte am Montag bekanntgegeben, einen Atomtest ausgeführt zu haben. Das kommunistische Land löste damit weltweite Empörung aus. Bislang gibt es noch keinen unabhängigen Beweis dafür, ob tatsächlich eine Atomwaffe getestet worden war.
US-Außenministerin Condoleezza Rice will in der kommenden Woche zu Gesprächen über den Nordkorea-Konflikt nach Asien reisen. Wie Außenamtssprecher Sean McCormack am Freitag in Washington mitteilte, wird sich Rice vom 17. bis zum 22. Oktober in Japan, Südkorea und Peking aufhalten.
Im Mittelpunkt der Gespräche soll McCormack zufolge die Umsetzung der UN-Resolution über Sanktionen gegen Nordkorea stehen. Außerdem wolle Rice die Besuche nutzen, um die bestehenden Bündnisse mit Japan und Südkorea zu bekräftigen.
Die Bevölkerung in Nordkorea hungert
Japan ist derweil dabei, seine eigenen Sanktionsmöglichkeiten gegen Nordkorea auszuschöpfen. So dürfen nordkoreanische Schiffe von diesem Samstag an keine japanischen Häfen mehr anlaufen. Bereits seit Donnerstag gilt in Japan ein Einreiseverbot für nordkoreanische Staatsbürger.
Nordkorea bestreitet den Hauptteil seines ohnehin begrenzten Handels mit China und Südkorea. Tokio hatte im Juli in Reaktion auf Nordkoreas Raketentests bereits erste Sanktionen verhängt. Japan fühlt sich von Nordkorea direkt bedroht, das 1998 eine Rakete über Japan hinweg geschossen hatte.
Nach Angaben des Welternährungsprogramms (WFP) ist Nordkorea dringend auf Nahrungsmittelhilfen angewiesen. "Nordkorea kann seine Bürger nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen", sagte der Exekutivdirektor der UN-Organisation, James Morris, in einem dpa- Gespräch. In diesem Jahr werde das Land vermutlich ein Defizit bei der Getreideversorgung von 500.000 bis 900.000 Tonnen aufweisen. Es gebe wenig kultivierbares Land und viele strukturelle Probleme in der Agrarwirtschaft.
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(AFP/DPA)
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