Das stalinistische Nordkorea kapselt sich weiter vom Bruderstaat im Süden ab - nun sollen der Bahnverkehr ausgesetzt und Südkoreaner ausgewiesen werden.
Knapp zwei Wochen nach der Drohung der Schließung der Grenze zu Südkorea hat Nordkorea angekündigt, den grenzüberschreitenden Bahnbetrieb vom nächsten Monat an auszusetzen.
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Nordkoreanischer Soldat an der innerkoreanischen "Grenze". (© Foto: AP)
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Auch sollen vom 1. Dezember an die touristischen Reisen aus Südkorea in die nordkoreanische Grenzstadt Kaesong wieder eingestellt und Südkoreaner aus dem gemeinsamen Industriepark in Kaesong des Landes ausgewiesen werden. Das teilten die nordkoreanischen Streitkräfte in einer von den staatlichen kontrollierten Medien veröffentlichten Erklärung mit.
Der südkoreanischen Regierung warf die Volksarmee erneut vor, eine Politik der Konfrontation zu verfolgen. Die beschlossenen Maßnahmen seien nur ein "erster Schritt, um mit der vorherrschenden ernsten Situation umzugehen".
Nordkorea unterrichtete jedoch die in Kaesong produzierenden südkoreanischen Unternehmen davon, dass der Industriekomplex vorerst weiter betrieben werden solle.
Der grenzüberschreitende Verkehr werde daher voraussichtlich stark eingeschränkt, der Grenzübergang aber nicht komplett gesperrt werden, sagte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul.
Neue Gespräche über Atomprogramm
Das kommunistische Nordkorea hatte bereits in den vergangenen Wochen den Ton gegenüber Südkorea verschärft und mit dem Abbruch aller Beziehungen gedroht. Am 12. November hatte die Volksarmee angekündigt, alle Grenzübergänge "strikt einzuschränken und zu sperren".
Das Verhältnis der beiden Staaten hat sich seit dem Antritt einer konservativen Regierung in Seoul im Februar spürbar abgekühlt, die eine härtere Haltung gegenüber Pjöngjang vertritt als die liberale Vorgängerregierung.
Zumindest in dem schwelenden Konflikt um sein Atomprogramm scheint Pjöngjang derzeit jedoch keinen Abschottungskurs zu fahren. Anfang Dezember wird es nach US-Angaben eine neue Runde der Sechser-Gespräche über das nordkoreanische Atomprogramm geben.
US-Außenministerin Condoleezza Rice sagte am Sonntag auf dem Rückflug vom Apec-Gipfel in Lima, Ziel der Gesprächsrunde vom 8. Dezember an in China sei ein Abkommen über die Überprüfung der nordkoreanischen Abrüstungsschritte. Sie könne aber keine Vorhersage machen, ob eine solche Abmachung zustande komme.
An den Gesprächen nehmen Nordkorea, Südkorea, die USA, Russland, China und Japan teil. 2005 hatte Nordkorea zugestimmt, sein Atomprogramm als Gegenleistung für Hilfslieferungen an das bitterarme Land einzustellen.
(dpa/Reuters/odg/gal)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
Mit Geiselnehmenr verhandelt man nicht.
Ich dachte den Vorbildsdemokraten und Freiheitsbringern liegen ALLE unterdrückten Menschen dieser Welt am Herzen....