Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il hat seine Bereitschaft zur Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Gesprächen über das Atomprogramm seines Landes angekündigt. Die USA reagieren verhalten.
Nordkoreas Staatschef Kim Jong Il hat bei einem Treffen mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Wen Jiabao seine Bereitschaft für eine Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Gesprächen über das Atomprogramm seines Landes signalisiert. Voraussetzung dafür seien aber erfolgreiche bilaterale Gespräche mit den USA, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA.
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Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao war für drei Tage zu einem "Freundschaftsbesuch" nach Nordkorea gereist. (© Foto: rtr)
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Bei dem Gespräch mit Wen am Montagabend in Pjöngjang habe Kim seine Bereitschaft zu "multilateralen Verhandlungen" zum Ausdruck gebracht, berichtete KCNA. Das umfasse auch die Sechs-Parteien-Gespräche. Allerdings hänge das von den Ergebnissen der bilateralen Verhandlungen mit den USA ab. Die USA forderten erneut die atomare Abrüstung Nordkoreas.
Das feindselige Verhältnis beider Länder sollte in eine friedliche Beziehung münden, zitierte KCNA Kim während des Treffens. Die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, Kim und Wen hätten in der Frage einen "sehr wichtigen Konsens" erreicht.
Wen war am Sonntag zu einem dreitägigen "Freundschaftsbesuch" in Nordkorea eingetroffen. In den vergangenen Tagen war bereits spekuliert worden, Kim werde möglicherweise während des Besuchs seines chinesischen Gasts eine "wichtige Ankündigung" machen.
Die USA reagierten auf die Ankündigung Kims verhalten . "Wir sind nach wie vor bereit, mit Nordkorea auf bilateraler Ebene im Rahmen der Sechs-Parteien-Gespräche zu diskutieren", sagte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Ziel müsse aber eine "vollständige und überprüfbare" atomare Abrüstung der koreanischen Halbinsel sein. Diese müsse in "unumkehrbaren Etappen" vollzogen werden
Nordkorea baut Atomreaktor aus
Anscheinend ist Nordkorea seit Jahresbeginn dabei, seinen Atomreaktors in Yongbyon wieder aufzubauen. Die Arbeiten dauerten bereits seit Jahresbeginn an und seien in der Endphase, meldete die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap unter Berufung auf Regierungskreise. In Yongbyon wird atomwaffentaugliches Plutonium hergestellt. Nordkorea hatte ursprünglich zugesagt, den Reaktor außer Betrieb zu setzen, dies dann später wieder rückgängig gemacht.
Pjöngjang hatte sich im April als Reaktion auf UN-Sanktionen nach dem Test einer nordkoreanischen Langstreckenrakete aus den Gesprächen mit den USA, Südkorea, China, Japan und Russland zurückgezogen und fordert seitdem verstärkt direkte Gespräche mit Washington.
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(afp/dpa/rtr/fvk/mati)
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Kim spielt mit den Verhandlungspartnern. Einmal droht er mit Atomwaffeneinsatz und versetzt seine Armee in Alarmbereitschaft, dann wieder hat er Kreide gefressen wohl weil er für seine hungernde Bevölkerung wieder die Nahrungsmittel braucht um sie ruhig zu halten. Was wäre denn mit Nordkorea, wenn es keine Atombomben-Ambitionen hätte? - Man hätte vergessen, dass es dieses Land eingeschlossen seines egozentrischen Führers überhaupt gibt! Kim spielt auf Zeit, doch was passiert, wenn er genügend Atombomben auf Lager hat? Ein Krieg gegen den Nachbarn ist allemal gut geeignet, um die eigene unzufriedene Bevölkerung vom eigentlichen Feind abzulenken und das ist das nordkoreanische Regime mit ihm an der Spitze.
Meine Güte, ist das im Bild wirklich Kim Jong-il? Der ist ja im Vergleich zum Vorjahr um die Hälfte abgemagert... Ob er es noch lange macht?