Nigeria Angreifer töten sechs Christen in Kirche

Tödliche Schüsse während der Christmette: Unbekannte haben in einem nigerianischen Dorf eine Kirche gestürmt und den Pfarrer sowie fünf Gläubige getötet. Wer hinter der Tat steckt, ist bislang unklar. Unter Verdacht steht aber die radikalislamische Gruppe Boko Haram, die in der Vergangenheit mehrmals Anschläge auf Christen verübt hat.

Unbekannte haben an Weihnachten eine christliche Kirche im Norden Nigerias angegriffen und sechs Menschen getötet.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP seien die bewaffneten Angreifer um Mitternacht in das Dorf Peri gekommen und direkt zur Kirche gegangen, wo gerade die Christmette stattfand. Dort hätten sie sofort das Feuer eröffnet und den Pfarrer sowie fünf Kirchgänger getötet. Anschließend hätten die Angreifer das Gotteshaus in Brand gesetzt.

Ein ranghoher Polizeibeamter des Bundesstaates Yobe, dessen Hauptstadt Potiskum ist, bestätigte der AFP die Angaben. Wer hinter dem Überfall steckte, war zunächst nicht klar. Allerdings war es in Vergangenheit immer wieder zu Übergriffen gegen die christliche Glaubensgemeinde gekommen, für die die radikalislamische Sekte Boko Haram verantwortlich war.

Im muslimisch geprägten Norden Nigerias kämpft Boko Haram seit Jahren gewaltsam für die Errichtung eines islamischen Gottesstaats. Die Gruppe wird für zahlreiche Anschläge auf Behörden, Polizei und Kirchen verantwortlich gemacht. An Weihnachten 2011 hatte die Gruppe eine Anschlagsserie auf katholische Kirchen verübt. Bei den Angriffen während der Gottesdienste wurden an fünf verschiedenen Orten mehr als 40 Menschen getötet.

In seinem traditionellen Weihnachtssegen hatte sich Papst Benedikt XVI. am Dienstag unter anderem besorgt über die Lage in Nigeria geäußert, wo "grausame terroristische Attentate weiter Opfer fordern, besonders unter den Christen".