Kopenhagen hat der Klimakanzlerin Angela Merkel eine große Niederlage beschert. Der Glanz als Unterhändlerin ist verblasst - und ihre nationale Glaubwürdigkeit gefährdet.
Der Klimagipfel von Kopenhagen hat der Klimakanzlerin Angela Merkel (CDU) die erste große Niederlage beschert. Sie trifft Merkel offensichtlich unerwartet.
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Gemischte Gefühle: Bundeskanzlerin Angela Merkel (© Foto: dpa)
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Nur so ist das seltsame Schauspiel zu erklären, das Merkel am frühen Samstag, es ist fünf Minuten nach Mitternacht, im Hilton Hotel von Kopenhagen bietet. Sie kommt direkt aus den Verhandlungen um das neue Klimaabkommen. Sie hat es eilig, der Flieger nach Berlin wartet. Merkel rauscht an den Journalisten vorbei zum Pult, sie biegt sich das Mikrofon zurecht, blickt in die Runde - und lächelt, ja sie strahlt geradezu. Dann verkündet sie ungerührt das Debakel: "Es deutet sich eine Einigung an. Ich sehe dieses Ergebnis mit sehr gemischten Gefühlen". Sie hebt die Schultern, wie zur Entschuldigung.
Das Ergebnis sei eine vage Absichtserklärung, auf die sich eine Gruppe von etwa 25 Regierungschefs geeinigt hat. Sie lächelt auch, als sie ungewohnt offen das Ausmaß des Debakels verkündet: "Es gibt nur einen allgemeinen Konsens, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Aber es gibt keinerlei Verpflichtungen, wie wir dieses Ziel erreichen können."
Keiner hat sich bewegt. China nicht, die USA nicht, und auch nicht die Europäer. Jedem der großen Klimasünder waren die eigenen Interessen wichtiger als der gemeinsame Kampf gegen den Klimawandel.
Was Merkel da gerade eingesteht, ist eine der größten Niederlagen ihrer politischen Karriere. Die deutsche Klimakanzlerin, Meinungsführerin in der Europäischen Union, international geschätzte Unterhändlerin, sie hat es nicht geschafft. "Ich habe zäh verhandelt, die anderen immer wieder ermuntert, aber es hat nicht gereicht", räumt sie freimütig ein.
Und wer ist Schuld daran, dass es kein Abkommen geben wird? Merkel hebt wieder die Schultern. Die Chinesen hätten ihre starren Verhandlungspositionen auch während des Gipfels nicht geändert, US-Präsident Barack Obama sei zwar "glücklicherweise am Ende des Gipfels und nicht zwischendurch" nach Kopenhagen gekommen, allerdings mit leeren Händen. "Er hat nichts mitgebracht als seinen Willen", sagt sie.
Und die Europäer? Ja, auch die hätten ihr Versprechen, die Emissionen deutlicher zu reduzieren als bisher vereinbart, nicht auf den internationalen Verhandlungstisch gelegt. Merkel selbst ist es gewesen, die das verhindert hat. Dann räumt sie noch ein, dass auch die deutsche Verpflichtung aus dem Koalitionsvertrag, die Emissionen bis 2020 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 zu reduzieren, eine nationale Vereinbarung bleibt, "die schaffbar ist".
In der harten Realität der Kopenhagener Verhandlungen ist der Glanz der deutschen Klimakanzlerin beinahe komplett verblasst. Stellt sie jetzt auch noch das nationale Klimaziel unter Vorbehalt, muss sie nicht nur die Blamage von Kopenhagen verkraften, sondern auch damit rechnen, in ihrer Klimapolitik vollends unglaubwürdig zu werden.
(sueddeutsche.de/grc)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
... die du bist in der Waschmaschine, gerufen werde dein Name, der da tierisch schwankt zwischen Klimatopoline und Klimakillerbiene.
Dein Reich bleibt unter: Ferner miefen, dein Wille geschieht nicht gegen die Fossilien-Mammuts, trotz geschürztem Mäulchen und mahnenden Briefen, wie im Kabinett also auch bei den Euro-Kohlisten.
Unser täglich Kohlendioxid gib uns heute (am besten durch Winterstau in Permanenz) und sieh uns nach unser automobilisiertes Stressvergnügen, wie wir vergeben auch deinen Kopenhagener Treibhausgas-Getriebenenhabitus.
Und führe uns ruhig in Versuchung, an die "Jetzt-gehts-los"-Propaganda zu glauben, aber nimm uns bloß nicht die Illusion sibirischer Kälte vor der Tür.
Denn dein ist das Amt für zyklisches Klimatopoly und die Gunststrahler der röttgenologischen Verständnisinnigkeit und die Klimatopolykillerbienetiquette für die kleine Ewigkeit bis zum Bonner Minister-Ostbahnhof.
Anders wäre besser (fällt aber in der bundesrepublikanischen Schloßallee wegen zu hoher Miete in den letzten Schnee).
(Achtung Satire - fährt gerade mit dem eigenen Konsumverhalten Schlitten, wenigstens bis zum Elektrizitätswerk)
Die grosse Kanzlerin hat Schuld,na also es geht doch. Wenn es nicht so traurig waehre,muesste man laut lachen. China hat allen vor den Kopf gestossen,alle ohne Ausnahme und die Kanzlerin konnte das nicht verhindern. Man kann es nicht glauben,so viel Naivitaet die gibt es nur in Deutschland. Wer alle seine Waren,nach China schickt zum bauen und herstellen, von fast allen Konsumguetern,der glaubt blauaeugig das die beim Energiegipfel einfach mitmachen ? So viel nur zu der Presse und den glaeubigen Lesern,wer glauben will,geht in die Kirche. Nun die Industrie Nationen,koennen viel mehr tun als Meckern,sie sollten langsam aber sicher anfangen,ihre Industrie und den Verkehr sowie die Energietraeger auf neue Technologien,umzubauen. Das ist der beste Beitrag den man machen kann,nur die Lobby,der alten Technologien wird das Verhindern,denn die ruhen sich auf dem solieden Polster ihrer Patente aus,notlalls kann man ja die Meinung der Bevoelkerung kaufen. ( Meinungsmache )
Ja , das geht doch nicht ! SZ-FAZ-Welt-Bild-Focus-Spiegel : - Putzkolonne marsch ! Die Krone unserer Klima-Königin muss poliert werden !
So jetzt wird sie noch literarisch, unsere Kanzlerreporterin Frau Gammelin. Die "Klimakanzlerin" ist also gescheitert. Die "geschätzte Unterhändlerin" steht mit leeren Händen da und wer ist schuld, die anderen, jene die nur ihren Eigennutz im Auge haben und nicht das große Ganze, wie unsere "Meinungsführerin".
Bitte liebe SZ, habt Erbarmen und stoppt Frau Gammelin, sonst verfasst sie uns noch eine Tragödie griechischen Ausmaßes von der hinterrücks von der Meute der Klimaschänder in Kopenhagen gemeuchelten Heldin.
Ich erwarte mir mehr Distanz, liebe SZ!!
...seit 1998 wird es global kälter...besonders in den letzten 3 Jahren...weil die Sonne weniger strahlt, wie in den 60iger und 70iger Jahren.....vergessen sie die Klimalügen des CRU @gkrannich....
Paging