Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband kann seine Selbstverpflichtung, bis Ende Februar in 60 Prozent der Speisegaststätten Nichtraucherplätze anzubieten, nicht einhalten. Damit ist die freiwillige Nichtraucher-Regelung in Gaststätten gescheitert.
Die einzige Nichtraucher-Regelung in der deutschen Gastronomie ist gescheitert. Nach Informationen der SZ kann der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) seine Selbstverpflichtung, bis Ende Februar in 60 Prozent der Speisegaststätten Nichtraucherplätze anzubieten, nicht einhalten.
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Darauf hatte sich der Dehoga 2005 in einer Vereinbarung mit dem Bundesgesundheitsministerium verpflichtet. Eine Überprüfung durch den Bundesverband der Verbraucherzentralen im Auftrag der Bundes-Drogenbeauftragten Sabine Bätzing (SPD) ergab jetzt, dass der Dehoga die Quote verfehlen wird.
Bätzing will die genauen Zahlen am Montag in der Bundespressekonferenz verkünden. Die Drogenbeauftragte hatte in den vergangenen Wochen mehrmals darauf hingewiesen, dass sie bei einem Nichterreichen der 60-Prozent-Grenze die gesamte Vereinbarung für gescheitert erklären will.
Bisher hatte sich die Drogenbeauftragte auf vom Dehoga selbst ermittelte Zahlen verlassen. Demnach gab es zum letzten Stichtag der Selbstverpflichtung, dem 1.März 2006, in 31,5 Prozent aller Speisegaststätten Nichtraucherplätze. Der Dehoga erfüllte damit knapp die für diesen Zeitpunkt versprochenen 30 Prozent. Experten bezweifelten jedoch die Richtigkeit der Dehoga-Zahlen.
Dehoga-Präsident Ernst Fischer machte die " nicht enden wollende und teilweise aggressiv geführte Debatte um ein Rauchverbot" für die schlechten Resultate seines Verbandes verantwortlich. Die Debatte habe seine Branche "verunsichert und demotiviert". Angesichts der drohenden Nichtraucherschutz-Gesetze hätten viele Betriebe von Investitionen für bessere Nichtraucherangebote erst einmal abgesehen, um abzuwarten, was passiere.
Anders als in den meisten europäischen Ländern, gibt es in Deutschland bisher keine gesetzlichen Rauchverbote in der Gastronomie, sondern nur die Selbstverpflichtung der Dehoga.
An diesem Freitag wollen die Bundesländer auf einem Nichtraucher-Gipfel in Hannover über erste gesetzliche Verbote in Restaurants beraten.
(sueddeutsche.de)
Reiseknigge: Türkei
ob jemals einer diese Kommentare gelesen hat, der behauptet, Raucher wären intolerant?
ich bin selbst seit einigen Wochen auf dem Nichtrauchertrip, aber weil ICH es will und nicht irgend ein intoleranter Gesundheitfanatiker, der sich den Alkohol reinschüttet und ins Auto setzt oder als Vorbild der Kinder fungiert (Alkohol ist ja so cool), oder verlangt, wie Wirte mit IHREM Eigentum umzugehen haben und sich dann vom Raucherlokal abwendet um endlich einmal in der Raucherfreien Zone "frische Luft " zu atmen.
armes Deutschland, nicht nur schrebergärtnern wird geregelt, sondern aus was ich sonst in meinen vier Wänden mache und wenn ich nun mal ein lokal habe, ist es mein lokal und wem es nicht passt, hat die Möglichkeit, an meinem lokal vorbei zu gehen.
Ich freue mich auf Frau Hartges' nächsten Auftritt, wenn sie mit ihren gelben Raucherzähnen in die TV-Kamera lächelt mit den Worten: "Ich habe fertig". Frau Hartges und ihr ganzer Tabaklobby-Ableger DEHOGA hat versagt.
Sehr erfreulich: Bundesministerium für Gesundheit und Bätzing scheinen nun entgültig keine Gegner mehr. Besonders lasse man sich dies hier auf der Zunge zergehen: "Von daher appelliere ich an die Ministerpräsidenten, das Rauchverbot in Gaststätten in allen Ländern lückenlos und ohne Sonderregelungen einzuführen.""
Ein Rauchverbot, Lückenlos und OHNE Sonderregelungen - diese Worte von der Drogenbeauftragten der Bundesregierung gefallen mir. Herr Ministerpräsident Wulffi, der sich offiziell von der militanten Tabaklobby sponsorn lässt (und so dumm ist und seine Kontakte zum VdC Verband der Cigaretteindustrie auch noch offiziell zugibt), wird es schwer haben, seine morbide Idee vom staatlich legalisierten Töten durchzusetzen. Wulffis "R"-Kneipen werden als kurzlebiges Hirngespinst eines vernebelten Drogenpolitikers schon bald Geschichte sein. Doch sein Ruf als korrupter Politiker und Freund einer mörderischen Lobby wird ihm für alle Zeit anhaften.
Deutschland 2007: Das Rauchverbot kommt.
Selbst wenn diese Verpflichtung eingehalten worden wäre, hätte dies an den Forderungen zu Rauchverboten doch nichts geändert. Es wurde ja nicht mal das Ende der Selbstverpflichtung abgewartet.
Das Hausrecht des Gastwirts? Wen interessiert das noch? Und nicht genug; selbstverständlich brauchen wir auch noch ein Rauchverbot im Auto. Das Recht auf Privatspähre? Interessiert doch auch keinen mehr. Hauptsache man kann die Raucher in irgendeiner Art und Weise maßregeln.
Was die Rauchverbote im Ausland betrifft. Angeblich waren die Umsatzeinbußen nur geringfügig. Dabei haben seit Begin des Rauchverbots in Irland bereits 600 Läden dicht gemacht und täglich folgt ein weiterer.
Gruß
Gerhard
... nach meinen Informationen sind gar nicht alle Gaststätten im DEHOGA ... angeblich soll die überwiegende Mehrheit gar nicht organisiert sein, würde also gar nicht in die freiwillige Selbstverpflichtung fallen .... da fängt es doch schon an ... die 60 % sind am Ende wenn überhaupt, nur noch ein Bruchteil dessen was angestrebt ist und nicht mal dieser Bruchteil -sind es 30% oder sogar noch weniger - wird erreicht. Deshalb SCHLUSS mit den Experimenten, her mit der Regelung!!!
Und noch was, ich kenne sehr wenige in meinem Bekanntenkreis, die nicht lieber in eine rauchfreie Gaststätte gehen würden, wenn sie vorhanden wäre. Warum erkennt kaum ein Wirt die Chance hier, so traurig wie es klingt, "Neuland" zu beschreiten. Alles schreit nur, die Gäste bleiben weg. Aber hat's denn wirklich mal einer ausprobiert?
Der Gaststättenverband ist mit der Thematik vollkommen überfordert. Wer gestern abend in der Phönix-Runde gesehen hat, wie hilflos die DEHOGA-Sprecherin die "Gastfreundschaft" ihrer Mitglieder beschwor und zum Schluss noch in flagranti bei einer Lüge ertappt wurde (Kampagnenfinanzierung durch Tabakindustrie), kann nur noch mit dem Kopf schütteln. Wann räumen die Wirte endlich die Aschenbecher von den Tischen?
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