Die hessischen Spitzenkandidaten zeigen bei ihrem gemeinsamen Auftritt im Landtag mehr Gelassenheit als vor einem Jahr.
Man muss sich das vergangene Jahr in Hessen vorstellen wie einen einzigen, lang und immer länger gezogenen Wahlkampf. Es gab überraschende Wendungen, denen bald wieder neue folgten, und irgendwann im Verlauf dieses Jahres wurde so ziemlich jedes Argument schon einmal ausgetauscht zwischen den fünf Parteien im Landtag - selbst zum Thema Wirtschaftskrise.
Die Spitzenkandidaten fuer die hessische Landtagswahl bei der "Elefantenrunde" im Landtag: Jörg Uwe Hahn (FDP, v.l.), Thorsten Schäfer-Gümbel (SPD), Hessens geschäftsführender Ministerpräsident Roland Koch (CDU), Tarek Al-Wazir (Grüne) und Willi van Ooyen (Linke). (© Foto: ddp)
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Insofern boten die Spitzenkandidaten dieser Parteien am Mittwoch im hessischen Landtag inhaltlich nichts Neues, als sie sich dort den Fragen der Presse stellten. Dafür gab es den einen oder anderen hübschen Wortwechsel und einen Ausblick auf jene eineinhalb Wochen, die der Wahlkampf jetzt noch dauern wird.
Schon die Atmosphäre um die eineinhalbstündige Fragerunde herum war nicht mit jener vor einem Jahr zu vergleichen. Damals hatte der Grünen-Landesvorsitzende Tarek Al-Wazir CDU-Ministerpräsident Roland Koch den Handschlag verweigert - wegen dessen Kampagne zum Thema kriminelle junge Ausländer.
Diesmal sparte Al-Wazir zwar nicht mit Spitzen gegen den neben ihm platzierten Koch, blieb aber ironisch-kultiviert und gab sich gelassen. Im Gegenzug bekam er vom FDP-Spitzenkandidaten Jörg-Uwe Hahn "ein bisschen Nachhilfe in Juristerei" empfohlen, um die Feinheiten des Frankfurter Flughafenausbaus beurteilen zu können.
SPD-Mann Thorsten Schäfer-Gümbel bemühte sich nach Kräften, Koch zu attackieren und hatte sogar eine Persiflage jenes CDU-Plakats mitgebracht, demzufolge Kochs Partei "in Zeiten wie diesen" um jeden Arbeitsplatz kämpft. Auf Schäfer-Gümbels Ausgabe hieß es: "An Zeiten wie diesen sind die CDU und Roland Koch nicht unschuldig."
Gleich danach versicherte der neben Schäfer-Gümbel sitzende Hahn, er und sein Nachbar harmonierten bei der Handhabung des Mikrophons "schon ganz gut", woraufhin Al-Wazir in Anspielung auf die von den Liberalen verweigerten Gespräche über eine Ampelkoalition ein "Endlich!" entfuhr. Koch sah sich das entspannt an, während Willi van Ooyen (Linke) einräumte, die "sozialpädagogischen Fähigkeiten" seien in seiner Partei noch nicht so weit entwickelt, wie dies angesichts rebellierender Mitglieder und einer Reihe von Austritten notwendig wäre.
Thematisch dominierte neben der Wirtschaftskrise das Thema Infrastruktur, speziell der Ausbau des Frankfurter Flughafens. Sowohl Schäfer-Gümbel als auch Al-Wazir stellten sich nochmals hinter den nie in Kraft getretenen rot-grünen Koalitionsvertrag, was Koch sehr zufrieden stimmte, schließlich geißelt er ihn seit Wochen als Werk, an dem der Flughafen sowie das Land zugrunde gegangen wären.
Zudem konnte er bei dieser Gelegenheit nochmals darauf hinweisen, dass Schäfer-Gümbel bei den Koalitionsverhandlungen nicht dabei gewesen sei - was für Koch allerdings nicht die wirtschaftspolitische Vernunft des Herausforderers belegt, sondern dessen mangelnde Wertschätzung in der SPD. Zumindest vor der Kür zum Kandidaten.
Blieb noch die Koalitionsfrage, bei der ebenfalls alle ihre Linien hielten: Schäfer-Gümbel sagte, er wolle die Linkspartei aus dem Landtag halten und die Auswahl von Partnern im Fall des Falles von "Inhalten" sowie "Stabilität" abhängig machen. Zunächst gelte es, eine schwarz-gelbe Mehrheit zu verhindern.
Al-Wazir schloss weiter nichts aus, abgesehen von einer Zusammenarbeit mit Koch; van Ooyen zeigte sich weiter offen für Rot-Grün-Rot, während Hahn zwar weder Bündnisse mit der SPD noch mit den Grünen ausschloss, jedoch seine klare Präferenz für die CDU wiederholte. Koch schließlich machte nochmals klar: Rot-Grün-Rot oder Schwarz-Gelb, darum gehe es bei dieser Wahl. Was dann doch stark an den Januar 2008 erinnerte.
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(SZ vom 08.01.2009)
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Ich kann nur sagen, ich schäme mich für mein Bundesland! Es fing an, als dieser Herr Koch zum ersten mal durch irgendwelche Mauscheleien und Verleumdungen der Andersdenkenden ins Amt kam und es ging so weiter als er noch mal gewählt wurde.. letztes Jahr gab es für die, die sagten egal wie, aber Koch muß weg einen Silberstreif am Horizont, aber die unfähige Politikerin von eigenen Gnaden (Frau Y.) hat es zweimal vermasselt. Spätestens danach war klar, es kann nur schlechter werden. Der neue SPD-Kandidat ist ein "no go", gibt es wirklich niemand in der hessischen SPD der ein wenig Format oder gar Charisma hat? Mit so einer grauen Maus ohne Profil wird selbst Koch leichtes Spiel haben, die Umfragen sprechen da eine deutliche Sprache. Da bleibt nur übrig bundesintern auszuwandern, Hessen kann man vergessen! Vielleicht sollte man nach Berlin gehen, da hat die CDU zum Glück noch keine Mehrheit in Aussicht und wer wie ich den Herrn Pflüger mal live erlebt hat, der weiß auch warum - aber selbst die CDU hat das wohl mittlerweile erkannt.
Herr Koch lächelt uns syphisant auf den Wahlplakten entgegen. OK. Wer natürlich die Verursacher der Finanzkrise zu neuen Höhenflügen aufrüstet, der ist an seiner Lage selbst Schuld und hat nichts dazu gelernt.Diese Leute, die PPP und Chross Boarder und andere Finanzeskarpaden befürwortet haben, wieder wählt, hat nichts dazu gelernt. Wie auch ? Die Presse war bis zum 03.11 08 rechtslastig, gegen rot, rot, grün. In der HNA und im HR. Nun wird sogar ein Herr Henkel iund Rogowskials Mahner ausgemacht. Ein SPD Vorsitzender, einer von den vielen, die siese PArtei in den letzten Jahren verschlissen hat, warnte schon vor 10 Jahren vo diesen Finazjongleuren. Aber keiner hörte ihm zu. Herr Geissler warnte jetzt auch. Aber ein Abweicherler aus der CDU ? Vielleicht diesem aAnn jemand zu. Aber an der Börse geht es unvermindert weiter. Finazspritzen Ja, aber kein Mitspracherecht. Welcher Kreditgeber würde dies akzeptieren ? Commerzbank verstaatlciht ?? Ja. Und zwar sofort.
Das muss gerade ein Mafiosi sagen. Wer im Glashaus sitzt......
Der Ersatzkandidat der lügenden Juso Stewardess Ypsilanti ist schon Ironie genug, selbst unter deutschen politischen Verhältnissen.
Rhinelander:
Wahlkampf????? In Hessen????? Lari-fari ohne Inhalte, mehr nicht...
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wozu auch?
ich denke, die meisten hessen wissen auch so, wen sie wählen wollen.
die politischen ziele haben sich doch bei keiner partei seit der wahl im januar geändert.
Paging