Die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wird offenbar durch einen neuen Gen-Abgleich entlastet: Demnach war sie bei der Ermordung von Siegfried Buback im April 1977 nicht dabei.
Die frühere RAF-Terroristin Verena Becker war einem DNS-Gutachten zufolge wahrscheinlich nicht an dem Attentat auf Generalbundesanwalt Siegfried Buback 1977 beteiligt. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilte, stammen DNS-Spuren, die nach dem Mord gefunden worden waren, definitiv nicht von Becker.
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Die ehemalige Terroristin Verena Becker auf einem Fahndungsfoto, das in den siebziger Jahren verbreitet wurde. (© Archivoto: dpa)
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Dabei geht es um sogenannte Mischspuren, die in einem Motorradhandschuh, in einem Helm neben dem Tat-Motorrad sowie in einer Motorradjacke im Fluchtauto gefunden worden waren. Nach dem Gutachten des Bundeskriminalamts sei Becker als Mitverursacherin der Spuren ausgeschlossen.
Nach den bisherigen Untersuchungen der drei Spuren war eine Frau als Miturheberin nicht auszuschließen.
Deshalb hatte die Bundesanwaltschaft vor kurzem offiziell Ermittlungen gegen die 55-Jährige eingeleitet, um von ihr eine DNS-Probe entnehmen zu können.
Becker war im Besitz der Tatwaffe
Becker war einen Monat nach dem Mord an Buback und seinen beiden Begleitern zusammen mit Günter Sonnenberg, einem der Buback-Attentäter, im süddeutschen Singen festgenommen worden - im Besitz der Tatwaffe.
1977 wurde sie zu lebenslanger Haft verurteilt; 1989 begnadigte sie der damalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Ein Ermittlungsverfahren gegen sie wegen des Buback-Mordes war 1980 eingestellt worden.
(dpa/gdo/ihe)
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Kann hier keinen erkennen. Ansonsten gebe ich Skopex völlig recht. Die Hartnäckigkeit und diesen Eifer hätte man bei der "Entnazifizierung" haben sollen.
Das ist es ja eben: genau das ist nicht der fall, sondern es wird so dargestellt.
Wenn Sie oder ich auf einem foto eines banküberfalls nicht identiziert werden können, aber anhand anderer Hinweise und fehlenden Alibis usw. dennoch wahrscheinlich dabei waren, dann hat man nichts weiter als eine Entlastung durch Fotobeweis - aber noch lange keinen Freispruch. Man hat im Gegenteil noch einen verdächtigen mehr.
Um sich vor 50 Jahren intensiver um Naziverbrechen zu kümmern, bedurfte es keiner neuen Technologie. Ich bleibe dabei: Die deutsche Justiz war und ist auf dem rechten Auge blind!
@ Scopex: Es hat wohl weniger mit Eifer als mit weiterentickelter Technologie zu tun...
@ A.Hauss: Der Seufzer der Erleichterung kommt daher, daß mittels neuer Technologie jemand entlastet wird. Und das ist doch grundsätzlich erfreulich, oder nicht? Unabhängig davon - versteht sich - was man von der RAF und Ihren ehemaligen Mitgliedern hält.
hätte man sich bei der Aufklärung von Naziverbrechen vor 50 Jahren gewünscht. Da müsste man heute nicht mehr nach einem 94-Jährigen fahnden!
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