Neuer Ärger für den Papst Bischof: Homosexualität heilbar

Seine Ernennung durch den Papst sorgte für Protest. Jetzt legt Weihbischof Wagner aus Linz nach: Er will Homosexuelle in Behandlung schicken.

Der unter lautem Protest des Kirchenvolkes vom Vatikan ernannte Weihbischof von Linz hält Homosexualität für "heilbar". In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden österreichischen Magazin Profil tritt der Geistliche, Gerhard Maria Wagner, für eine Behandlung von Menschen mit einer gleichgeschlechtlichen Neigung ein.

Auf die Frage ob Homosexualität geheilt werden könne, antwortete Wagner: "Dafür gibt es genügend Beispiele, nur davon spricht man nicht."

Wagner, der von Papst Benedikt XVI. gegen die Empfehlung der österreichischen Kirchenleitung ernannt wurde, zeigte sich unbeeindruckt von der weit verbreiteten Kritik an seiner Ernennung.

"Das prallt an mir ab", sagte er der Tageszeitung Kurier. Die "Meinung der Welt" und seine eigene würden "halt crashen". Immerhin bekomme er täglich "50 Briefe und 70 E-Mails von Menschen, die sich freuen und mich ermutigen", sagte der Geistliche.

Wenn wegen seiner Ernennung Menschen aus der katholischen Kirche austreten würden, so tue ihm das leid, sagte Wagner dem Blatt. Dennoch habe er keine Angst um die Zukunft der Kirche. "Vielleicht müssen wir erst wieder eine kleine Gruppe werden, um dann stärker hinaus zu wirken. Und dann werden die Wenigen mehr bewegen als die Vielen, die sich nicht bewegen."

"Großinquisitor aus Marktl am Inn"

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