Gaddafi ist gestürzt, die Nato nicht mehr lange im Land: Eine UN-Resolution soll nach SZ-Informationen beschließen, dass das Bündnis innerhalb der nächsten drei Monate ihre Libyen-Mission beendet. Dann erhält der Übergangsrat freie Hand - und sind auch Waffenlieferungen wieder möglich.
Die Nato wird voraussichtlich binnen drei Monaten ihre Libyen-Mission beenden und dem Übergangsrat in Tripolis weitgehend freie Hand bei der Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung lassen. Das geht nach Informationen der Süddeutschen Zeitung aus dem Resolutionsentwurf für den UN-Sicherheitsrat hervor, der von Großbritannien geschrieben und eingebracht wird und noch an diesem Freitag verabschiedet werden soll.
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Mit Hilfe der Nato-Luftangriffe haben die Rebellen das Gaddafi-Regime gestürzt. In drei Monaten will sich die Allianz nun offenbar aus Libyen zurückziehen. (© dpa)
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Dem Entwurf zufolge soll den UN erlaubt werden, 50 bis 200 zivile Berater in das Land zu schicken. Sie sollen vor allem die Behörden beraten und beim Aufbau des Rechtssystems helfen. Mit der Resolution leitet die Nato das Ende ihres Libyen-Einsatzes ein, der in der Resolution 1973 am 17. März beschlossen worden war.
Anders als erwartet wird sich die Allianz vollständig aus dem Gebiet zurückziehen und vor allem auch keine Bodentruppen zur Stabilisierung schicken, wie lange Zeit spekuliert wurde. Die Bundesregierung hatte zeitweilig erwogen, die Bundeswehr an einem möglichen Stabilisierungseinsatz zu beteiligen. In dem UN-Mandat ist zwar weiter von einer unterstützenden Rolle die Rede, allerdings wird dem Bündnis kein konkreter Beitrag abverlangt.
Auch Waffenlieferungen wieder erlaubt
Vielmehr wird - sollte der Entwurf angenommen werden - das Embargo gegen Libyen aufgehoben, womit auch wieder Waffenlieferungen erlaubt wären. Außerdem soll auch die von der Nato durchgesetzte Flugverbotszone aufgehoben werden - zumindest für Flugzeuge, deren Ziel und Beladung bekannt sind.
Zwar erwähnt der Entwurf auch, dass die UN weiterhin für den Schutz der Zivilbevölkerung sorgen werden. Deswegen wird das Schutz-Mandat der Nato, bei dem unter dem Namen "Operation Unified Protector" seit März Luftangriffe geflogen wurden, um zunächst drei Monate verlängert.
Allerdings soll in diesen drei Monaten jederzeit eine Art Kündigung möglich sein. Deswegen wird monatlich ein Prüfbericht verfasst - eine Konstruktion, die auch der Nato den Ausstieg aus dem Einsatz erlaubt. Nach der Formulierung der Resolution ist somit zu erwarten, dass der Einsatz spätestens in drei Monaten endet.
Die Resolution sieht schließlich vor, dass auch das im Ausland eingefrorene Vermögen der libyschen Regierung Zug um Zug freigegeben wird. In London kündigte die britische Regierung bereits die Freigabe von 690 Millionen Euro an, die im Zuge der Sanktionen gegen das Gaddafi-Regime von Großbritannien gesperrt worden waren.
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(SZ vom 16.09.2011/sebi)
Debatte über Militäreinsatz in Syrien
....finde ich all die armen Sch....., die das Rote Kreuz derzeit aus den Massengräbern ausgraben und identifiziern muss, welche die Gaddafi-Spießgesellen hinterlassen haben.
Zitat: "... sie hat aus einem schwelenden Konflikt einen heißen Krieg gemacht. "
Und Sie begreifen nicht, dass genau das falsch ist. Der Krieg war schon "heiß", bevor die Nato eingegriffen hat !!! Die Panzer rollten auf Bengasi zu und haben geschossen - ist das für Sie ein "schwelender Konflikt" ?
Ihr zweiter Denkfehler ist, dass der Westen oder die Nato in der Lage gewesen wäre, den schon "heißen" Bürgerkrieg zu "ersticken", wie Sie das nennen.
Die Alternativen waren eben nicht "eskalieren oder ersticken" sondern "eingreifen oder nicht eingreifen". Das war die Realität !
ihr Zynismus ist an dieser Stelle völlig unangebracht. Dass sie das nciht begreifen haben sie ja hier schon mehrfach deutlich gemacht, sie agitieren in der Regel ausschließlich, sie argumentieren nicht. Und ihre Verständnis für ethnische säuberungen und Folterungen können sie sich sparen, ich finde Sie bemitleidenswert.
....dass man in einer UN-Resolution nach dem Terminus "unconditional surrender" suchen mag, ist lange vorbei.
Das libysche Volk hat sein Schicksal jetzt selbst in die Hand genommen und lechtzt nach der Freiheit.
Und ist es qua Naturrecht all den gefallenen Kameraden der Freiheitskämpfer, und ihren Frauen und Schwestern, welche durch die Strauchdiebe und Säusenger Gaddafis vergewaltigt wurden, auch schuldig, den Job zu Ende zu machen.
..sie denken an der STelle einfach zu eindimensional. Ich habe mehrfach versucht ihnen deutlich zu machen, dass was ich zu kritisieren habe. Ich habe zu keinem Zeitpunkt behauptet den Ausgang von Verhandlungen oder von einem totalen Nichteingreifen vorhersagen zu können.
Allerdings sind auch sie nicht in der Lage das zu tun. Und damit nähern wir uns endlich dem Problem.
Ich sagte: Die Politik hat versagt! Weil sie falsch handelte. Ihr falsches Handeln hat den Tod von zigtausenden verursacht, darin steckt kein Konjunktiv. Das ist Fakt. Diese Menschen sind tot, verdammt noch mal.
Eskalation ist falsch! Was ist daran so schwer zu begreifen. Die Nato hat eine Eskalation durchgeführt, sie hat aus einem schwelenden Konflikt einen heißen Krieg gemacht.
Begreifen sie wirklicht nicht, dass das nicht die Aufgabe der internationalen Gemeinschaft sein kann.
Paging