US-Präsident Obama will sich erstmals dazu verpflichten, keine Atomwaffen gegen Nicht-Atommächte einzusetzen - unter bestimmten Bedingungen.
Barack Obama ändert die militärische Nuklearstrategie der USA: Ein Ersteinsatz von Atomwaffen soll künftig nur noch unter eingeschränkten Bedingungen infrage kommen. Damit soll die von Obama angestrebte atomwaffenfreie Welt ein Stück näher rücken. Der Präsident erläuterte seine Pläne am Montag (Ortszeit) in einem Interview der New York Times - am Vorabend der mit Spannung erwarteten offiziellen Vorstellung seiner neuen Nuklearstrategie.
Obama ändert die Nuklearstrategie: Ein Ersteinsatz von Atomwaffen soll künftig nur noch unter eingeschränkten Bedingungen infrage kommen. (© Foto: AFP)
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Darin legt sich Obama aber nicht auf einen Abzug der rund 200 taktischen Atomwaffen aus Europa fest, wie US-Medien hochrangige Regierungsbeamte zitierten. Das würde bedeuten, dass auch Deutschland zumindest vorerst nicht atomwaffenfrei wird: Hier lagern schätzungsweise noch bis zu 20 Atomsprengköpfe vom Typ B-61.
Nach Angaben der New York Times wollen sich die USA nunmehr erstmals dazu verpflichten, keine Atomwaffen gegen Nicht-Atommächte einzusetzen, die sich an den Vertrag zur Nichtweiterverbreitung von Nuklearwaffen halten - auch dann, wenn sie die USA mit biologischen oder chemischen Waffen angreifen. Solche Bedrohungen, so zitierte die Zeitung Obama, könnte mit einer Reihe anderer Optionen begegnet werden, einer Kombination aus alten und neuen konventionellen Waffen.
Ausnahme Außenseiter
Als Ausnahmen nannte der US-Präsident demnach aber "Außenseiter" wie Iran oder Nordkorea, die den Vertrag entweder verletzt oder dagegen verstoßen hätten. Wie Regierungsbeamte ergänzend erläuterten, wird den Atomwaffen in dem Strategie-Papier nunmehr eine "wesentliche Rolle" bei der Abschreckung von atomaren Angriffen oder bei der Antwort darauf eingeräumt. Die USA bewegten sich damit in Richtung einer Strategie, in der Atomwaffen künftig nur noch "ausschließlich" im Fall eines nuklearen Angriffs eingesetzt würden.
Obama deutete in dem Zeitungsinterview weiter an, dass er nach der Unterzeichnung des neuen START-Vertrags mit Russland zur Verringerung strategischer Atomwaffen am 8. April auch möglichst bald mit Moskau über eine Reduzierung von Waffen kürzerer Reichweite sprechen will.
Dazu gehören die taktische Atomwaffen in Europa. Die Bundesregierung will die B-61-Sprengköpfe als Relikte des Kalten Krieges loswerden, so wurde es auf Drängen der FDP auch im Koalitionsvertrag festgeschrieben. Nach Angaben von verschiedenen US-Medien will Obama aber über die Frage der taktischen Atomwaffen erst mit den NATO-Verbündeten sprechen und dann mit Russland verhandeln, hieß es unter Berufung auf Regierungsbeamte. Der US-Präsident hatte vor einem Jahr in Prag seine Vision von einer atomwaffenfreien Welt dargelegt. Die nächsten Tage stehen ganz im Zeichen dieses Ziels.
Nach der Veröffentlichung seiner Nuklearstrategie wird Obama zur Unterzeichnung des START-Vertrages in die tschechische Hauptstadt zurückkehren. Für den 12. und 13. April hat er dann Staats-und Regierungschefs aus über 40 Staaten zu einem Nuklear-Gipfel nach Washington eingeladen, auch Bundeskanzlerin Angela Merkel will kommen. Im Mittelpunkt des Gipfels steht die Frage, wie verhindert werden kann, dass Atomwaffen oder spaltbares Material in die Hände von Terroristen fallen.
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(dpa/juwe)
Reiseknigge: Türkei
... ist es, wenn man sich vorstellt, dass diesem Blender und Kriegsvorbereiter der Friedensnobelpreis verliehen wurde.
hat Obama eigentlich irgendeines der Versprechen aus seinem Wahlkampf bisher umgesetzt? Nur eines?
Warum denken immer noch manche, er wäre besser als Palin?
Er ist absichtlich ein Feind der Menschheit, Palin aus Blödheit, unterm Strich kein Unterschied.
"China braucht mit seinen $-Devisenreserven nur die US-Währung kaputt zu machen und schon können die ihre prächtigen Flugzeugträger selbst versenken..."
Sie können ja den Untergang der USA gar nicht mehr erwarten. Aber warum sollte China den US-Dollar kaputt machen, wo es doch seine eigenen Werte in US-Dollar angelegt hat? Wenn China Druck auf den Dollar ausüben wollte, müsste es sich selbst vom Dollar entkoppeln, und dann würde das passieren was die USA wollen (und der Markt auch rechtfertigen würde): eine Aufwertung des Renminbi.
"Die US-Strategien setzten in der Vergangenheit immer auf Ausrottung von Zivilisten."
Die Schätzungen über die Kriegsopfer gehen weit auseinander, aber auch wenn Sie die höchsten Schätzungen für die Kriege im Irak und in Afghanistan zugrunde legen, können Sie Ihre Ausrottungsthese getrost vergessen. Wie immer Sie zu den Kriegen des US-Militärs stehen: Wenn die USA ihre Militärmaschine gezielt zum Ausrotten von Menschen einsetzen würden, hätten Bombenangriffe mit Hundert Toten längst keinen Nachrichtenwert mehr.
Selbst als Marionette, die vom Teleprompter liest, sollte man sich nicht für jeden Schmarren hergeben.
Solch eine Propaganda ist schon ein einem Maße biilig und peinlich, dass sie selbst einem Obama weh tun müßte.
Einsatz "nur" noch unter anderen Voraussetzungen. Aha.
Vielleicht nur an ungeraden Wochentagen und natürlich nur wenn das zu pulverisierende Land von Amerika als Böse gekennzeichnet wird.
Die übliche Schaumrolle.
Paging