Die Wahl von Hannelore Kraft in NRW war der Beginn einer schwierigen, aber vielleicht doch lohnenden demokratischen Lehrzeit. Eine Minderheitsregierung ist nämlich nicht demokratisch minderwertig.
Ein besseres Wahlergebnis war unrealistisch; ein schlechteres war unwahrscheinlich. Hannelore Kraft ist exakt mit den erwartbaren Stimmen zur ersten Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen gewählt worden. Das Experiment Minderheitsregierung beginnt. Der Wahltag, der "Tag der Kraft" war natürlich nicht schon eine Gesellenprüfung dieser Minderheitsregierung, er war der Beginn einer schwierigen, aber vielleicht doch lohnenden demokratischen Lehrzeit.
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Das Experiment Minderheitsregierung beginnt: Die frisch gewählte nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft in der Staatskanzlei. (© ddp)
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Eine Minderheitsregierung ist nämlich nicht demokratisch minderwertig; ihre Wertigkeit und Werthaltigkeit zeigen sich aber, sehr viel mehr als bei einer Mehrheitsregierung, im parlamentarischen Alltag. Eine Minderheitsregierung muss notfalls auf Händen gehen können, wenn sie auf diese Weise um Zustimmung der Opposition werben kann. Lehrzeit hat freilich nicht nur die rot-grüne Koalition, sondern auch diese disparate Opposition.
Dem Regierungs-Feminat, der weiblichen Doppelspitze mit Hannelore Kraft und Sylvia Löhrmann, steht ein Herren-Doppel in der CDU gegenüber: Karl-Josef Laumann und Armin Laschet werden einen flexiblen Wechselkurs entwickeln müssen, also eine probate Mischung aus Härte und Konzilianz. Das wird der CDU leichter fallen als der FDP, die sich schon mit den kleinen Zeichen der Symbolik schwertut: Sie brachte es nicht einmal fertig, der neuen Ministerpräsidentin, wie es sich gehört, ein paar Blümchen zu überreichen.
Eine Minderheitsregierung gilt hierzulande als etwas Irreguläres. Die neue rot-grüne Regierung hat die Chance, die Regularität des Irregulären zu demonstrieren. Von NRW kann das Signal ausgehen, dass man auch in schwieriger Lage Schwierigkeiten meistern kann.
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(SZ vom 15.07.2010/pfau)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Wie kann man sich denn so schofelig benehmen und der neuen MP keinen üblichen Blumenstrauss zu verweigern. Schlechte Erziehung, wo die Mitglieder der FDP in ihrer Selbstdarstellung doch so viel wert legt auf gutes Benehmen. Aber deren Eltern haben ihnen wohl auch beigebracht, dass sie nicht mit den "Schmuddelkindern" spielen sollen. Dafür aber immer den Knopf der Anzugjacke sofort schließen, nachdem man sich erhoben hat, ihn wieder öffnen, sobald man sich wieder hinsetzen muss, sei es auch nur für Sekunden. Das ist bei Spießern gute Erziehung. Nicht mehr und nicht weniger - Herzlichkeit ist was für den niedrigen Stand. Auf - es geht zurück.
Sie und Ihre Äußerungen sind das schlechte Beispiel für das alte Vorurteil, dass die SPD nicht mit Geld umgehen kann. Wo haben Sie das aufgeschnappt?
Und - nun bitte sagen Sie uns, wer es besser kann?
Die Herren Generalsekretäre hatten gestern noch einen tollen Auftritt. Wen ich Herrn Drobrindt höre, kann ich nur sagen, dass diese Arroganz nicht mehr zu überbieten ist.
Den Damen Kraft und Löhrmann ist zu wünschen, dass sie die Standfestigkeit aufbringen können gegen soviel Bösartigkeit zu bestehen. Ich hoffe es von ganzem Herzen., Irgendwo steht doch bei den beiden Unionsparteien etwas von christlich im Titel. Ich würde einfach un... davor setzen.
Finanzpolitisch an die Wand
Sie Kritisiert die Vorgängerregierung , das durchaus als Anmaßung verstanden werden kann, und nun das. Frau Kraft nun haben sie es Schriftlich und aus Kompetenter Quelle, Sie sind nicht im Besitz der Geistigen und Finanzpolitischen Fähigkeiten um eine so wichtige Aufgabe wahrnehmen zu können !!!
Sie Frau Kraft sind das beste Beispiel für das alte Vorurteil das die SPD nicht mit Geld umgehen kann !
Sie haben sicher andere Qualitäten , Politik und Finanzen gehören offensichtlich nicht dazu !!!
Machen sie diesen Platz frei für einen der es kann.
Zurück zu den Vätern:
"Nur ein Deutschland, getragen von einem staatsbürgerlichen Bewusstsein und sozialer Gerechtigkeit, kann erfolgreich in der Abwehr totalitärer Tendenzen sein." - Kurt Schumacher, 1952
Walter Wasilewski
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