Erst vor ein paar Tagen hatte der afghanische Präsident Hamid Karsai Gespräche zwischen seiner Regierung und den Taliban bestätigt. Nun wird klar: Offenbar unterstützen die Nato und die USA die Afghanen dabei.
Anfang dieser Woche hatte der afghanische Präsident Hamid Karsai in einem Interview erstmals Friedensgespräche zwischen der Regierung und den Taliban bestätigt. Es handele sich dabei um inoffizielle und persönliche Kontakte, betonte er.
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Talibankämpfer in der Nähe von Kandahar, Afghanistan. (© AP)
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Nächsten Monat soll beim Nato-Gipfeltreffen in Lissabon ein Plan präsentiert werden, wie mit dem Abzug der Nato Truppen aus Afghanistan, der afghanischen Regierung mehr Verantwortung übertragen werden kann. Experten sagen, dass das nur gelingen kann, wenn die Politik einen Weg findet, Talibankämpfer unterer Hierarchien zu integrieren ohne ihre Anführer zu erzürnen.
Die Nato und die USA wollen dies nun offenbar unterstützen. Wie am Mittwoch aus Nato-Kreisen in Brüssel und Regierungskreisen in Washington verlautete, sorgten Streitkräfte der Allianz und der USA dafür, dass Anführer der Taliban ungehindert an inoffiziellen Verhandlungen mit Kabul teilnehmen könnten. Nähere Angaben zum Ort oder zu den Teilnehmern an den Gesprächen wurden nicht genannt.
Nach Informationen der New York Times soll es sich bei den betreffenden Taliban um ältere Mitglieder der Aufständischen handeln. Von offizieller Seite soll betont worden sein, dass es sich bei den Zusammenkünften um vorläufige Gespräche handele. Man wisse weder von den teilnehmenden Talibanmitgliedern noch von der geschwächten Regierung des afghanischen Präsidenten Karsai, wie ernsthaft das Ziel einer gemeinsamen Übereinkunft verfolgt werde.
Ein Mitarbeiter der Nato habe, wie das New Yorker Blatt weiß, jedoch bestätigt, dass ältere Taliban Kontakt zu den höchsten Ebenen der afghanischen Regierung aufgenommen hätten. Auch der Oberkommandeur in Afghanistan, der US-amerikanische General David Petraeus, bestätigte, dass es kürzlich derartige Bemühungen von Anführern der Taliban gegeben habe.
Ein höheres US-Regierungsmitglied soll in Anspielung auf den Talibanführer Mullah Muhammad Omar geäußert haben: "Wir erwarten nicht, dass Mullah Omar zur Tür herein kommt - aber es gab Ankündigungen von einigen Kommandeuren, die sich ein paar Abstufungen darunter befinden."
Wie die Zeitung weiter berichtet, sei jedoch unklar, welche Rolle genau die Streitkräfte der Nato in Afghanistan bei der Umsetzung ihrer Unterstützung einnehmen. Fakt sei, dass die Isaf dafür sorge, dass der Delegation der Aufständischen ein sicheres Passieren durch Kabul gewährleistet werde. "Für ein älteres Talibanmitglied wäre es überaus schwierig, nach Kabul zu gelangen ohne dass es getötet oder gefangen genommen würde, wenn er von der Isaf bemerkt würde - und die Isaf würde ihn bemerken" wird ein Sprecher der Nato zitiert.
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(sueddeutsche.de/dapd/dgr)
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"Schutz für den Feind"
Apropos böse Feinde, sind das nicht die gleichen Leute die bis ca. 1999 als gute und enge Kumpels der USA galten, die von den USA Waffen und Finanzhilfen in drestelliger Millionenhöhe bekamen und erst dadurch überhaupt in der Lage waren 1996 die Macht in Afghanistan zu erlangen.
Siehe dazu auch die Handschüttelfotos mit den Taliban incl. dem Besuch einer Talibandelegation in den USA 1996 und 1998.
Übrigens, noch heute dienen die damals gelieferten hunderten Stingers und schweren MG´s an die Taliban immer noch noch wunderbar um heute noch US/ISAF Drohnen und Hubshrauber abzuschiessen.
Nur die Bezeichnung der Taliban hat sich ein "wenig" geändert, denn damals galten sie als heldenhafte Freiheitskämpfer gegen die bösen Sovjets, seidem sie aber ab ca. dem Jahr 2000 nicht mehr nach der US Pfeiffe tanzen wollten und sich einer Besatzung Afghanistans sowie den Pipelineplänen wiedersetzten, wurden aus Freuden, Verbündeten und heldenhaften Freiheitskämpfern, ganz plötzlich böse Feinde, Terroristen und Radikalislamisten.
Sehr seltsam, nicht wahr???.
Die Friedensgespraeche scheinen sich zu bewarheiten,dass ist wenigstens eine gute Nachricht. Ob sie endlich auch zum Erfolg fuer das geschundene Land kommen werden ? Zu wuenschen waehre es dem Lande schon,nur wie ich lesen kann gibt es da auch wieder welche die da mecker muessen. Warum,sie leben ja hier viel sicherer als die Afghanen,nur irgentwie muss auch dort ein Anfang gemacht werden. Der weg zum Frieden ist noch sehr weit und einfach ist er fuer die Beteiligten auch nicht.
ja klar, das hätte man alles wissen können und vor allem wissen MÜSSEN bevor man so einen abenteuerkrieg zu führen beginnt. Dafür hätte ein einfacher blick in die geschichtsbücher genügt. Es gibt auf diesem planeten vermutlich kein unbeugsameres volk als die afghanen.
Dumm wenn man sich da unreflektiert unbedingt solidarisch zeigt. Konkrete warnungen gabs ja seinerzeit schon zu hauf.
Aber sie haben recht, früher oder später wird man dort kleinlaut den abzug vermelden. Dann ist auch sch**** egal was aus der demokratie, den frauen und was weiß ich was wurde. Al-qaida hat sich von dort sowieso schon gleich zu anfangs verabschiedet aber es ist erst einmal praktisch einem angeblichen phantom hinterherjagen zu können. Am meisten belustigt mich in dem zusammenhang die offensichtlich erfolgte wiederauferstehung osama bin ladens. Wer all den mist glaubt der da erzählt wird muss gehlörig einen an der waffel haben.
Mal gucken wie lange der lt. sympathiewerten so hochbeliebte gelkopf braucht um in den umfragen abzustürzen. Um geld geht es da auch, das ist aber m.E. sekundär, wir haben für dubiose banken ein vielfaches an einem wochenende gezahlt und das klappte auch ganz prima. Materialverschleiß ist sowieso prima, die rüstungsindustrie scharrt doch schon begierig, für die kann gar nicht genug material vor die hunde gehen, ...
siehe
"Nachdem zu Guttenberg sich ein Bild von den "grotesken" Rüstungsbeschaffungen der letzten Jahre verschafft hatte, legte er sich mit den Rüstungsherstellern an. Früher wichtige Staatssekretäre und Rüstungsbeamte wurden entmachtet, Termine mit der Industrie lässt der Minister platzen, hochrangige europäische Konzernbosse klopfen lange Zeit vergebens an die Pforten des Bendler-Blocks. Offenbar will zu Guttenberg einer als notorisch unzuverlässig und dreist geltenden Branche Benehmen beibringen."
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/ruestung-streit-zwischen-zu-guttenberg-und-ruestungsindustrie-eskaliert;2672779
Besser kann gelköpfchen also nicht gezwungen werden zu investieren.
petreus will intesiverer bürgerkrieg, und die feinde also taliban spalten, und der verräter verdacht zur säen, mit der ziel, die taliban werden sich selber schwächen durchsichtig,simple, glaubt selber nicht daran, aber was soll es, versuchen wird immer
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