US-Verteidigungsminister Gates fordert ein stärkeres Engagement der euopäischen Nato-Partner in Afghanistan. Vor allem die Ausbildung der afghanischen Polizei, an der auch Deutschland maßgeblich beteiligt ist, hält er für "enttäuschend".
US-Verteidigungsminister Robert Gates hat den Nato-Einsatz in Afghanistan als unzureichend kritisiert. "Ich bin nicht bereit, die Nato in Afghanistan aus der Verantwortung zu nehmen", sagte Gates vor dem Streitkräfteausschuss des Repräsentantenhauses, berichtet die Washington Post.
US-Verteidigungsminister Robert Gates ist unzufrieden mit dem Einsatz der Nato in Afghanistan. (© Foto: dpa)
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Er sprach von "Frustration" über den seiner Meinung nach unzureichenden Beitrag der Alliierten bei der Bereitstellung von Truppen, Ausbildern und Helikoptern. Als vordringliche Aufgabe nannte Gates die Bereitstellung von 3500 zusätzlichen Helfern für die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte.
"Korruption und Analphabetentum" unter der dortigen Polizei seien weit verbreitet. Die USA hätten aufgrund des "enttäuschenden" Einsatzes der europäischen Partner eigene Ausbilder von der afghanischen Armee abziehen und der Polizei zuteilen müssen. Am Aufbau der afghanischen Polizei ist auch die deutsche Bundeswehr maßgeblich beteiligt.
Gates kündigte an, seine Forderungen noch in dieser Woche bei einem Treffen der Verteidigungsminister derjenigen Nato-Staaten, die Truppen im besonders gefährlichen Süden Afghanistans stationiert haben, vorzubringen.
Unterstützung bekam Gates vom Vorsitzenden der Vereinigten Stabschefs, Mike Mullen. Der Admiral sagte, das US-Militär müsse sich auf den Irak-Krieg konzentrieren und könne in Afghanistan deshalb nur begrenzt eingesetzt werden. "In Afghanistan tun wir, was wir können. Im Irak tun wir, was wir tun müssen."
Die USA haben etwa 160.000 Truppen im Irak stationiert und etwa 26.000 in Afghanistan. Die Bundeswehr ist vor allem im Norden Afghanistans im Einsatz.
- Afghanistan-Einsatz Keine Kampfpause zur Teezeit 18.11.2007
- Afghanistan "2008 wird das blutigste Jahr" 14.11.2007
(AP/dpa/Reuters/gal/schä)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
.... Die europäischen Pudel warten nur darauf , dass ihr amerikanisches Herrchen das Signal zum Abrücken gibt !!!
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Es würde mich nicht wundern, wenn afghanische Polizeiaspiranten alles das lernen müssen, was auch Gegenstand einer gründlichen Polizeiausbildung in Deutschland ist.
Es ist ja auch so, dass Bundeswehrfahrzeuge in Afghanistan nicht fahren dürfen, wenn sie nicht die ASU-Plakette haben.
Allerdings unterstütze ich den früheren Vorschlag eines Anderen, nämlich Foristen, die dazu bereit sind und auf Grund ihrer bisherigen postings auch befähigt scheinen, als freiwillige Moderatoren einzusetzen, wie es z.B. das Wochenmagazin FOCUS tut.