Erstmals seit Beginn der israelischen Offensive meldet sich Hamas-Führer Mahmud Sahar zu Wort - und kündigt Anschläge auf Israelis weltweit an. Die radikale Palästinensergruppe "Islamischer Dschihad" droht mit blutigen Straßenkämpfen, die Fatah sieht alle Palästinenser "in einem Boot".
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Sahar droht mit Anschlägen auf Israelis
Hamas-Führer Mahmud Sahar sagte in seiner ersten Fernsehansprache seit Beginn der israelischen Militäroffensive einen "Sieg" der radikalislamischen Palästinenserorganisation über Israel vorher.
Der bewaffnete Arm der Hamas, die Essedin-el-Kassam-Brigaden, habe gegen die "von der Welt als unbesiegbar geglaubten" israelischen Armee beispielhaft gekämpft. Die Hamas werde daran festhalten, "ganz Palästina zu befreien", hieß es in der Erklärung.
Sahar drohte mit Anschlägen auf israelische Zivilisten und Einrichtungen in der ganzen Welt. Die Tötung von Palästinensern im Gaza-Streifen rechtfertige das Töten von Israelis. Angesichts der israelischen Taten sei es legitim, auch israelische Kinder zu töten, sagte Sahar. Er forderte, die Kämpfer der Hamas sollten "den Feind vernichten". Es blieb indes unklar, wann die am Montag im Hamas-Fernsehen Al Aksa ausgestrahlte Botschaft aufgenommen wurde.
Sahar ist unter den im Gaza-Streifen lebenden Hamas-Führern der einflussreichste. Der politische Hamas-Chef, Chaled Maschaal, lebt im syrischen Damaskus im Exil. Seit Beginn der israelischen Offensive am 27. Dezember war die Hamas-Führung abgetaucht. Sahar gilt als Hintermann der Machtübernahme der Hamas im Gaza-Streifen im Juni 2007.
Der "Islamische Dschihad" drohte Israel indes mit einem blutigen Straßenkampf in den Städten des Gaza-Streifens. Ein Sprecher des militärischen Dschihad-Arms Saraja al-Kuds sagte: "Tausende von Kämpfern stehen auf den Straßen und in den Gassen bereit, um die feindlichen Streitkräfte anzugreifen und zu besiegen."
"Der echte Kampf hat noch nicht begonnen, er wird anfangen, wenn (die israelischen Soldaten) in die Städte vordringen", sagte der Sprecher weiter. In den Reihen der Dschihad-Kämpfer habe es bislang nur minimale Verluste gegeben.
Wegen der schweren Kämpfe im Norden Gazas müssten Dutzende von Menschen ihre Häuser trotz der andauernden israelischen Angriffe aus der Luft und vom Boden verlassen und ihr Leben auf der Flucht gefährden, hieß es. Einwohner von Bet Hanun berichteten, Soldaten hätten sie angewiesen, ihre Häuser zu verlassen und weiter südlich in Richtung der Stadt Gaza zu fliehen.
Fatah: "Wir sitzen jetzt alle in einem Boot"
Die Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas wehrte sich gegen den Vorwurf, sie wolle die israelische Offensive gegen die Hamas im Gaza-Streifen für eine Rückkehr an die Macht in Gaza nutzen.
"Wir werden nicht die Macht aus den Händen Israels empfangen", sagte Fatah-Mitglied Mohammed Dahlan, der früher als skrupelloser Geheimdienstchef in Gaza die Feindschaft der radikal-islamischen Hamas auf sich gezogen hatte.
"Wir wollen keine Macht, die mit dem Blut von Palästinensern erkauft wurde", sagte er der Deutschen Presse-Agentur dpa am Sonntagabend in einem Telefoninterview. Die Fatah-Bewegung sei bereit, die Vergangenheit zu vergessen, sagte er mit Blick auf die gewaltsame Machtübernahme der Hamas im Gazastreifen im Juni 2007. "Jetzt sitzen wir alle in einem Boot", fügte Dahlan hinzu.
Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Rudolf Seiters, forderte die Kriegsparteien in Gaza zur Wahrung des Völkerrechts auf. Ein medizinisches Notfallteam des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz habe drei Tage an der Grenze zwischen Israel und Gaza auf die Genehmigung zur Einreise gewartet. Erst am Montag sei diese dann erteilt worden. Das Team soll nun im Shifa Hospital in Gaza-Stadt bei der Behandlung von schwer verletzten Opfern helfen.
Nach Schätzungen halten sich derzeit noch annähernd 100 Bundesbürger im Gazastreifen auf. Bei den meisten handelt es sich um Palästinenser, die auch die deutsche Staatsbürgerschaft haben. Etwa zehn von ihnen sollen bislang vergeblich versucht haben, das Gebiet zu verlassen.
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(dpa/AFP/Reuters/AP/ihe/mati/jkr)
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Daß die Hamas nicht das Beste für den Pal. ist, ist klar. Unabhängig davon, daß Isr. selbst sie geschaffen und gestärkt haben (direkt in den 80er und indirekt später). Was soll diese Aggression gegen das Volk? und das willkürliche Töten? Hamas zu eleminieren, gar zu schwächen? wir haben alle die Wirkung der Aggresion gegen den Libanon vor 2 Jahren gesehen, Hisbollah ist stärker als je zuvor, nicht wegen den Wafen oder Raketen.
Den Zionisten wissen das ebenso, denen geht es darum den Hass, das Leiden, der Pal. zu maximieren. Und auch den Hass und die Furcht und Angst in den Herzen der israelis selbst Aufrecht zu erhalten, das ist die wirkungsvollste Politik der Zionisten seit Jahrzent, und sie waren leider sehr erfolgreich dabei.
Ich sage immer, Frieden bedeutet das Ende für die Zionisten. (Hamas, Hisbollah, Ousama,.. dann sowie so)
"Noch mal um in Ruhe zu lesen...
http://hintergrund.de/content/view/333/66 "
Der Artikel ist mir bekannt.
Es gibt mehrere Argumente warum Israel die Agression des Raketenbeschusses aus Gaza so und jetzt beantwortet.
A: Der Krieg geschieht aus wahltaktischen innenpolitischen Gründen.
B: Der Krieg als Szenario war schon lange vorher geplant und musste nur aus der Schublade für alle Fälle geholt werden. (Zitat eines Lesers hier)
C: Die vorzeitige Umsetzung entgegen der Verlautbarungen vor Weihnachten geschah aus kriegstaktischen Gründen.
D: Den massierten Raketenbeschuss auf Südisrael unterbinden.
E: Hamas als Terrororganisation im Vorfeld zu weiteren Verhandlungen schwächen um so zu einer besseren Verhandlungsposition zu kommen.
Der Schluß Avernis hat etwas merkwürdiges, daß Israel es verpennt habe seinen Frieden mit dem säkularen arabischen Nationalismus zu machen. Blos spielt der doch nur eine marginale Rolle. Die arabische Welt ist überwiegend nicht säkular.
Averni weißt nun auf die akute alternative der Islamisten hin. Diese sind eine Minderheit, aber eine gefährliche Minderheit, mit der aber nicht nur Israel, sondern alle Staatsgebilde bedroht sind, auch islamische.
"weil sich einfach nicht lohnt zu beantworten, Sie haben vergessen, dass Israel in der Zeit die Grenze öffnen, oder zumindest lockern sollten, und die Angriffe auf den Hamasmitgliedern stoppen ... am besten suchen Sie nach dem Interview des türkischen Prime. Er ist bekanntlich sehr vertraut mit dem ganze".
Ich habe da gar nichts vergessen. Mein Hinweis galt der Waffenruhe. Da in der Zeit Hamas sogar Bombenattentate ausführte und weiterhin mit dem Einsichern von Attentätern zu rechnen war ist die Begrenzung des Übergangs nachvollziehbar.
Wir dürfen nicht ausblenden, daß Hamas gerne mit ihrer Undizipliniertheit Antworten provoziert, die dann wieder Israel als inhumanen Unterdrücker darstellt.
Hamas lebt vom Hass, dem Terror, ist an keinerlei Frieden mit Israel interessiert, da das letztendliche Ziel die Zerstörung des israelischen Staatsgebildes ist. Das ist der zentrale Punkt.
Für Hamas ist das Ganze natürlich ein progagandistischer Sieg, wenn man aus der Postition der Schwäche heraus einen Riesen dazu bringt seine Kräfte zu entfesseln und weltweit schreiende, traumatisierte, verletze und getötete Menschen und das Ganze Elend präsentieren kann. Das erzeugt Mitleid. Auch zurecht. Auch bei mir. Die Hamas wollte aber ganz genau das was was jetzt Realität wurde. Und das ist der bitterböse Zynismus im Kalkül der Hamas.
Man muß sich nur einmal die unverhohlene Freude in den Kommentaren ihrer Führer ob des israelischen Vorgehens in Erinnerung rufen. Alles schon vergessen? Hamas geht es in erster Linie darum möglichst viele Israelis zu töten, egal wieviele palästinensische Zivilisten dabei drauf gehen. Die islamistischen Kämpfer geben unumwunden selbst zu, daß sie Kämpfen um zu sterben, während sie genau wissen, daß die Soldaten der IDF nur allzu gerne wieder bei ihren Familien sind. Fanatiker sind nicht tauglich für Frieden.
Zitat : " Abgesehen davon, dass jeder halbwegs talentierte Filmbearbeiter manipulierte Beiträge über kriegerische Ereignisse machen könnte (und wann gibt es von den USA u. Israel nicht manipulierte Beiträge, wenn es um ihre Feinde geht."
Ups,klar doch ! Habe vergessen, daß jedes Bild- oder Filmmaterial der Israelis manipuliert sein muß. Ist ja bei denen anders überhaupt nicht denkbar,dafür braucht man dann auch nicht einmal Beweise. Wen wir für schuldig befinden,der ist eben dann immer und automatisch schuldig, entweder beweisen das die Aufnahmen und im anderen Falle sind sie eben manipuliert.Schöne einfache Welt.
Paging