Die Kriegsparteien befolgen die UN-Resolution. Die Israelis ziehen bereits einen Teil ihrer Truppen aus dem Libanon zurück. Währenddessen machen sich libanesische Flüchtlinge auf den Weg zurück in ihre Heimat.
Kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe haben die ersten israelischen Truppen am Montagmorgen mit ihrem Abzug aus dem Libanon begonnen. Die Zahl sei noch begrenzt, teilte ein israelischer Militärsprecher mit. Der Waffenstillstand, den die Vereinten Nationen gefordert hatten, war um 07.00 Uhr MESZ in Kraft getreten.
Israelische Soldaten verlassen libanesisches Terrotorium. (© Foto: rtr)
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Nach Waffenruhe und israelischem Abzug sieht die UN-Resolution vor, dass ausländische Einheiten unter UN-Befehl und libanesische Truppen die Kontrolle über Südlibanon übernehmen. Ein Termin für die Stationierung stand zunächst aber noch nicht fest.
Kurz nach Inkrafttreten der Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah sind zahlreiche Flüchtlinge in Richtung Südlibanon aufgebrochen. Tausende schwer bepackte Fahrzeuge machten sich auf den teils zerstörten Straßen auf den Weg. Libanesische Soldaten bemühten sich darum, die Straßen notdürftig zu reparieren. Viele der Rückkehrer wussten nicht, ob ihr Haus nach den mehr als einen Monat andauernden Kämpfen noch steht.
Unterdessen ist ein Hilfskonvoi in Richtung der libanesischen Hafenstadt Tyrus aufgebrochen. Der Konvoi mit 24 Fahrzeugen, den die Vereinten Nationen organisiert hatten, bringe Lebensmittel, Medikamente und Wasser von Sidon nach Tyrus, teilte ein UN-Sprecher mit. Tyrus konnte seit mehr als einer Woche nur noch über den Wasserweg mit dem Nötigsten versorgt werden.
Die israelische Armee bestätigte unterdessen offiziell die Einhaltung der Waffenruhe. Die Armee setze damit die Resolution 1701 des UN-Sicherheitsrates um, hieß es in einer in Jerusalem veröffentlichten Erklärung. Die Armee respektiere die Vereinbarung, werde aber sich selbst und die Bürger Israels weiter verteidigen.
Im Konflikt zwischen israelischer Armee und schiitischer Hisbollah-Miliz im Libanon waren in den vergangenen Wochen mehr als tausend Menschen getötet worden.
(sueddeutsche.de/AFP)
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