Nach langwierigen Verhandlungen haben sich die Fatah und Hamas darauf geeinigt, in welchen Grenzen ein künftiger Palästinenser-Staat entstehen soll. Das bedeutet eine indirekt Anerkennung Israels - die keiner öffentlich eingestehen mag.

Die rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas haben sich nach langen Verhandlungen grundsätzlich auf eine Zwei-Staaten-Lösung im Konflikt mit Israel geeinigt.

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Ein entsprechendes Dokument palästinensischer Häftlinge, das eine indirekte Anerkennung Israels enthält, sei von den führenden Gruppen angenommen worden, sagten Palästinenservertreter in Gaza.

Es sei eine Einigung in allen Punkten der so genannten Gefangeneninitiative erzielt worden, sagte der Sprecher der regierenden Hamas, Sami Abu Suhri.

Jerusalem soll Hauptstadt sein

Das Abkommen werde am Abend Palästinenserpräsident Mahmud Abbas und Regierungschef Ismail Hanijah vorgestellt, bestätigte der Fraktionschef der Fatah, Assam el Ahmed. Einzig die radikale Gruppe Islamischer Dschihad habe nicht zugestimmt.

Im Kern sieht der Plan die Schaffung eines palästinensischen Staates im Gazastreifen und im Westjordanland vor. Ziel sei "die Selbstbestimmung mit der Schaffung eines unabhängigen Staates in allen 1967 besetzten Gebieten mit Jerusalem als Hauptstadt", heißt es in dem Dokument.

Unausgesprochen läuft dies auf die Anerkennung des Existenzrechts Israels hinaus.

Präsident Mahmud Abbas hatte sich seit Wochen um die Zustimmung der Hamas zu einem Dokument bemüht, das einen palästinensischen Staat an der Seite Israels fordert. Für Ende Juli hatte Abbas ein Referendum über den Text geplant, das nun überflüssig geworden ist.

Abbas sieht die Vorlage als Möglichkeit, die Sanktionen vieler Staaten der internationalen Gemeinschaft gegen die Hamas-geführte palästinensische Regierung zu beenden.

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(AFP/dpa/AP)