Der israelische Ministerpräsident Ehud Olmert hat Syrien zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen aufgefordert. Er sei bereit, sich mit Präsident Baschar al Assad zu treffen, sagte Olmert in einem Interview mit Al Arabija.

"Baschar al-Assad, ich bin zu direkten Verhandlungen mit Ihnen bereit", sagte Olmert dem arabischen Fernsehsender Al-Arabija. Auszüge aus dem Interview wurden am Montagabend im israelischen Fernsehen ausgestrahlt. Assad könne sich "jeden Ort" für das Treffen aussuchen, sagte Olmert.

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Syrien habe bislang auf eine Vermittlung der USA bestanden, sagte Olmert laut Interviewauszügen, die im israelischen Fernsehen ausgestrahlt wurden. Washington habe jedoch kein Interesse gezeigt.

Syrien hat sich mehrfach zu Verhandlungen bereit erklärt, Vorbedingungen aber abgelehnt. Israel hat vor allem ein Ende der syrischen Unterstützung für die radikalen Organisationen Hisbollah und Hamas gefordert.

Die letzte Runde der israelisch-syrischen Friedensgespräche war im Winter 2000 ergebnislos beendet worden. Damals wurde keine Annäherung in der Frage eines eventuellen Rückzugs Israels von den Golanhöhen, die Israel im Sechs-Tage-Krieg 1967 erobert und später annektiert hatte, erzielt.

Die syrische Regierung in Damaskus verlangt deren Rückgabe als Vorbedingung für einen Friedensvertrag. Das Gebiet ist militärstrategisch und wegen des Zugangs zu Wasserquellen bedeutsam. Die UN haben die israelische Annexion für nichtig erklärt.

Israelische Medien hatten Anfang Juni berichtet, dass Olmert Syrien den Rückzug von den Golanhöhen im Gegenzug für einen umfassenden Friedensvertrag angeboten habe. Von Regierungsseite wurde lediglich bestätigt, dass man Syrien das Interesse Israels an einer Friedenslösung übermittelt habe.

Assad hat sich über eine Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen mit Israel bisher zurückhaltend geäußert. Zwar sei Syrien generell zu Gesprächen bereit. Der Zeitpunkt sei aber ungünstig, weil die Regierung Olmerts zu schwach sei und "daher nicht in der Lage ist, eine derart wichtige strategische Entscheidung zu treffen", hatte Assad im Mai vor dem Parlament in Damaskus gesagt.

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(AP/dpa)