Nahost-Konflikt Israel tötet Militärchef der Hamas

Neue Eskalation im Nahost-Konflikt: Israel hat den Militärchef der radikal-islamischen Hamas getötet. Ahmed al-Dschabari kam bei einem von mehreren Luftangriffen auf den Gazastreifen ums Leben. Laut der israelischen Armee war es erst der Beginn einer Offensive.

Nach dem heftigen Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen haben die israelischen Streitkräfte den Kommandanten des militärischen Arms der Hamas, Ahmed al-Dschabari, getötet. Das bestätigten Israel und die Hamas. Der israelische Inlandsgeheimdienst Schin Beth erklärte, der Militärchef sei "direkt verantwortlich für die Ausführung von Terrorangriffen" gewesen.

Die Sprecherin der israelischen Streitkräfte, Avital Leibovich, betätigte, dass es einen gezielten Angriff auf al-Dschabari, den Kommandeur der Al-Kassam-Brigaden der Hamas, gegeben habe. Es sei der Beginn eines Einsatzes gegen terroristische Organisationen im Gazastreifen, sagte die Sprecherin.

Zusammen mit al-Dschabari sei ein weiteres Hamas-Mitglied getötet worden, teilte die Organisation, die seit 2007 den Gazastreifen kontrolliert, weiter mit. Die beiden Opfer seien mit einem Auto unterwegs gewesen, das von einer israelischen Rakete getroffen worden sei.

In einem Krankenhaus in Gaza protestierten Anhänger der Hamas und verlangten Rache. Vor dem Krankenhaus feuerten Männer Schüsse in die Luft ab. In den Moscheen wurde zu Gebeten für den getöteten Kommandeur aufgerufen.

Nach Berichten aus dem Gebiet am Mittelmeer flog die israelische Luftwaffe auch Angriffe gegen andere Ziele. Im Süden Israels gab es wegen neuen Raketenbeschusses aus dem Gazastreifen Luftalarm.

Noch am Vortag hatten beide Seiten über den Mittler Ägypten ihre Bereitschaft signalisiert, die Auseinandersetzungen nicht zu einem Krieg eskalieren zu lassen. In den vergangenen Tagen hatte sich die Lage dramatisch zugespitzt, ausgelöst durch den Beschuss einer israelischen Patrouille durch radikale Islamisten.