Die Hamas haben mehrere Raketen auf die israelische Stadt Aschkelon abgefeuert. Am Morgen hatte es israelische Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen gegeben.

Im Gazastreifen droht die Spirale der Gewalt und Gegengewalt zu eskalieren. Nach einem israelischen Luftangriff am frühen Freitagmorgen feuerten militante Palästinenser Raketensalven auf die Stadt Aschkelon jenseits der nördlichen Grenze des Autonomiegebiets ab.

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Kämpfer der radikal-islamischen Hamas haben am Freitag mehrere Raketen längerer Reichweite auf die südisraelische Stadt Aschkelon abgefeuert. Israelische Rettungsdienste berichteten von fünf Einschlägen, Opfer habe es keine gegeben. Die Grad-Raketen sowjetischer Bauart aus den 60er Jahren haben eine Reichweite von 25 Kilometern und können weiter fliegen als die üblicherweise verwendeten Kassam-Geschosse.

Die Hamas erklärte, Raketen mit einer solchen Reichweite seien bislang noch nie auf israelisches Gebiet abgefeuert worden.

Am Morgen waren bei einem israelischen Luftangriff auf Ziele im Gazastreifen palästinensischen Sanitätern zufolge zwei Hamas-Kämpfer verletzt worden. Der Angriff sei die Reaktion auf Raketenbeschuss durch die Hamas gewesen, teilte ein Militärsprecher mit.

Der Hamas zufolge wurden acht Kassam-Raketen auf die Stadt Sderot angefeuert. Nach israelischen Angaben entstand Sachschaden, ein Mensch wurde leicht verletzt. Die seit elf Tagen anhaltenden Kämpfe bedrohen die seit fünf Monaten im Gazastreifen geltende Waffenruhe.

Wegen des seit Tagen anhaltenden Beschusses hat Israel die Grenzen zum Gazastreifen geschlossen. Die Vereinten Nationen erklärten, dass die 750.000 Einwohner der Stadt Gaza jetzt nicht mehr mit Lebensmitteln beliefert werden könnten. Neben einer akuten Hungerkrise drohte auch ein Zusammenbruch der Energieversorgung.

Die das Autonomiegebiet kontrollierende Hamas hat wiederholt davor gewarnt, dass der seit fünf Monaten bestehende brüchige Waffenstillstand endgültig scheitern könnte, wenn der Boykott weiter anhalte.

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(Reuters/AP/bica)