Der UN-Generalsekretär sagte, dies sei zur Stärkung der Regierung in Beirut dringend nötig. Israel will die Sperre weiter aufrecht erhalten, um Waffenlieferungen zu verhindern. Zudem drängt Annan die Palästinenser, die entführten israelischen Soldaten freizulassen.
Annan kündigte nach einem Gespräch mit Regierungschef Ehud Olmert in Jerusalem an, alles für die Freilassung der beiden von der radikal-islamischen Hisbollah in den Libanon verschleppten Soldaten zu unternehmen.
UN-Generalsekretär Kofi Annan und Israels Premier Ehud Olmert (© Foto: AP)
Anzeige
Zugleich betonte der UN-Generalsekretär, Israel müsse die Luft- und Seeblockade gegen den Libanon aufheben. Dies sei nötig für den Wiederaufbau und die Stärkung der Regierung in Beirut.
Olmert ging nicht im Detail auf die Forderungen Annans ein. Er sagte aber, die Übereinkunft über eine Waffenruhe in dem Krieg müsse vollständig umgesetzt werden.
Olmert: Kein Konflikt mit libanesischer Regierung
Dann könne die Waffenruhe zu einem Eckpfeiler für die Aufnahme von Beziehungen zwischen Libanon und Israel werden. Die internationale Friedenstruppe im Libanon müsse effektiv und glaubwürdig sein, sagte Olmert.
Zugleich bekundete Olmert seinen Willen zu direkten Kontakten mit der libanesischen Regierung. Das israelische Volk habe keinen Konflikt mit der libanesischen Regierung und hoffe auf Bedingungen, die "direkte Kontakte" zwischen beiden Regierungen ermöglichten,
Israel will Waffenlieferungen unterbinden
Der israelische Verteidigungsminister Amir Perez hatte zuvor deutlich gemacht, an ein Ende der Blockade sei vorerst nicht zu denken. Erst wenn die verstärkten Unifil-Friedenstruppen und die libanesische Armee das Waffenembargo gegen die radikal-islamische Hisbollah gemäß der UN-Resolution durchsetzen könnten, sei eine Aufhebung der Blockade möglich.
Annan reist derzeit durch den Nahen Osten, um über die Bedingungen für eine Umsetzung der UN-Resolution 1701 zum Konflikt zwischen Israel und dem Libanon zu verhandeln. Neben Olmert will Annan noch mit der israelischen Außenministerin Zipi Liwni und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas sprechen.
Drei Tote bei Gefechten in Gaza
Bei Einsätzen zur Befreiung des israelischen Soldaten Gilad Schalit tötete die israelische Armee in Gaza drei Palästinenser. Die Zusammenstöße hätten sich im Viertel Schujaja im Osten von Gaza ereignet, hieß es in Medizinerkreisen.
Die israelische Armee hatte Ende Juni ihre Einsätze im Gazastreifen gestartet, um den entführten Schalit zu befreien und palästinensische Raketenangriffe auf den Süden Israels zu stoppen. Seither starben dort fast zweihundert Palästinenser und ein israelischer Soldat.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(dpa/AFP)