Der SPD-Ortsverein Bochum-Hamme hat den Parteiausschluss von Wolfgang Clement beantragt. Nach Clements Querschuss gegen die SPD-Spitzenkandidatin in Hessen, Ypsilanti, seien die Konflikte zwischen Clement und seiner Partei "unerträglich" geworden.
Ex-Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement soll wegen seiner Äußerungen zur Atompolitik aus der SPD ausgeschlossen werden. "Wir haben den Unterbezirksvorstand aufgefordert, ein Parteiausschlussverfahren zu erwirken", sagte der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Bochum-Hamme, Rudolf Malzahn, am Donnerstag. Der Unterbezirk habe jedoch zunächst einen Mitgliederentscheid des Ortsvereins gefordert. Dieser finde am 21. Februar statt, sagte Malzahn.
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"Wie der Clement gegen Andrea Ypsilanti vorgegangen ist, das darf doch wohl nicht wahr sein", sagte Malzahn zur Begründung des Antrags. Im Wahlkampf hatte Clement die Energiepolitik der hessischen Spitzenkandidaten scharf angegriffen. Malzahn geht davon aus, dass der Unterbezirk ein Schiedsgericht anrufen werde. "Wenn nicht, dann werden wir uns darum bemühen, einen Sonderparteitag einzuberufen", sagte Malzahn.
In einem offenen Brief Malzahns an Clement heißt es unter anderem, "mit Deiner Aufforderung, in Hessen die SPD nicht zu wählen, hast Du erneut deutlich gemacht, dass Du das Mannschaftsspiel der demokratischen Meinungs- und Willensbildung innerhalb unserer SPD nicht akzeptieren willst". Aber wahrscheinlich gelte nach wie vor der Spruch "Wes' Brot ich ess', des Lied ich sing". Offensichtlich habe Clements Engagement "für den Verband der Unternehmen Zeitarbeit und für RWE Dir doch etwas die sozialdemokratische Sicht der Dinge vernebelt".
Der Brief schließt mit der Aufforderung: "Da Deine Konflikte mit uns als SPD unerträglich werden, rege ich an: Gib' Dein Mitgliedsbuch ab. Es wäre für Dich und für uns eine Erleichterung."
Clement, der 2005 aus der Politik ausgeschieden war, hatte die Positionen der hessischen Spitzenkandidatin Ypsilanti zur Energiepolitik scharf kritisiert und indirekt von ihrer Wahl abgeraten. Wer wie Ypsilanti weder Atom- noch Kohlekraftwerke wolle, gefährde die industrielle Substanz des Landes, warnte der frühere Parteivize. Daraufhin hatten mehrere Spitzengenossen Clement den Parteiaustritt nahe gelegt. SPD-Chef Kurt Beck lehnte das aber ab: Die SPD-Führung habe Clements Kritik an der Energiepolitik der hessischen Spitzenkandidatin "zur Kenntnis genommen, eingeordnet und abgeheftet". Am Donnerstag erneuerte Clement in Berlin seine Forderungen, die Kernenergie beizubehalten.
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(AP/beu/maru)
Russland unter Putin
...wie die Präsidenten der deutschen Industrie und Arbeitgeber-Vertretung.
Hallo lieber Freund,
ich empfehle Ihnen, meinen Beitrag nochmals zu lesen.
Vielleicht erkennen Sie dann, dass es in diesem Fall NICHT um einen "Maulkorb" geht, sondern um ein Mindestmass an "Anstand" -ein altmodischer Begriff, ich weiss!- für Menschen, die "ihrer" Partei so ziemlich alles zu verdanken haben!
Das gilt ganz besonders für Menschen, die ihren früheren (Partei-)Positionen die jetzige Lobbyiste-Funktion zu verdanken haben!
Ohne die SPD wäre der Journalist Clement vermutlich bei einem Provinzblatt hängen geblieben und kaum jemand hätte je von ihm gehört!
dass die SPD sich von Leuten wie Clement "befreit", um das eigene Profil wieder zu schärfen.Der Rauswurf von Clement wäre ein überzeugender Anfang. Aber da gehören noch einige andere auf den Prüfstand. Dabei ist keine "Stromlinienförmigkeit" gemeint.
"Ein Mann mit derart wenig Charakter gehört in KEINE deutsche Partei, besonders wenn er wie Clement der er Partei so ziemlich alles, was er war, geworden ist und derzeit noch ist, zu verdanken hat."
Ach so, wenn ich bei der SPD Mitglied werde, darf ich -nur- das fromm nachbeten, was mir irgendwelche Ideologen aus Berlin oder sonstwo mit dem "Vorwärts" vorsingen.
Im Mieterbeirat München hat ein SPD Stadtrat vor einiger Zeit Ghettos für Asoziale gefordert, um Kosten für deren Betreuung zu sparen:
siehe:http://groups.google.de/group/de.soc.politik.misc/browse_thread/thread/c9721d3c6933ff97/cb2359a94d71db4e?hl=de&lnk=st&q=zurek+mieter#cb2359a94d71db4e
Ich finde, dass es neben Clement noch viele in der SPD gibt, die ihr Mitgliedsbuch abgeben sollten, weil ihre Einstellung zu sozialdemokratischen Werten fragwürdig ist.
Paging