Nach den versuchten Anschlägen in Großbritannien fordert die Kanzlerin, die Bundeswehr zur Terrorabwehr im Inneren einsetzen zu können - und riskiert damit einen Koalitionsstreit.
Die Union will nach den versuchten Anschlägen in Großbritannien strengere Sicherheitsgesetz in Deutschland durchsetzen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte, der Einsatz der Bundeswehr bei der Terrorabwehr im Inneren müsse möglich sein. Dafür riskiert sie einen Bruch mit dem Koalitionspartner SPD.
Anzeige
Die Bundeskanzlerin griff am Montag in die Debatte ein und nahm eine alte Forderung von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) auf: Angesichts der wachsenden Terrorgefahr in Deutschland will Merkel die Bundeswehr stärker im Inneren einsetzen.
Das stieß sofort auf klare Ablehnung bei der SPD. Es sei "perfide", wie die Union die Terrorgefahr politisch instrumentalisiere, sagte SPD-Fraktionsvize Fritz Rudolf Körper der Süddeutschen Zeitung. Gegen diese Forderung stehe die SPD "felsenfest". Dennoch ist die Partei unter Zugzwang. Schäuble fordert immer wieder, dass nun möglichst schnell das Gesetz über das Bundeskriminalamt beschlossen wird, in dem er den umstrittenen Fernzugriff auf Computer festschreiben will.
Treffen im Kanzleramt
Wie die SZ erfuhr, werden sich Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU), Justizministerin Brigitte Zypries (SPD) und Innenminister Schäuble (CDU) am Mittwoch im Kanzleramt treffen.
Merkel sagte, der Einsatz der Bundeswehr im Inneren müsse "im Zusammenhang mit terroristischen Gefahren in ausgewählten Bereichen" möglich sein. Die alte Trennung von innerer und äußerer Sicherheit sei "von gestern", spätestens seit dem 11. September 2001. Damit eröffnet Merkel eine neue Streitfront: Die Koalitionsspitzen hatten sich erst im Frühjahr verständigt, das Thema Bundeswehr im Inneren nicht mehr zu verfolgen. "Ich habe Frau Merkel bisher nicht als Expertin für innere Sicherheit wahrgenommen", sagte Körper.
Doch möglicherweise ist die Forderung nach der Bundeswehr nur ein Druckmittel, um die SPD in Sachen Online-Durchsuchung weichzuklopfen. "Wir müssen in die Kommunikation dieser Leute eindringen, sonst haben wir den Kampf gegen die Anschläge schon verloren", sagte Schäuble im Deutschlandfunk. Er befürchte, dass ähnliche Anschläge wie die der Kofferbomber von Köln wieder geschehen könnten. "Wir nehmen den Terrorkampf ernst, aber wir werfen unsere Grundsätze nicht über Bord", hieß es im Justizministerium.
Sicherheitsexperten fürchten, dass Deutschland genauso gefährdet ist wie Großbritannien. "Wir rechnen mit Angriffen aller Art: durch Flugzeuge, durch Autos, durch Rucksäcke. Oder durch die alte Autobombe. Die gibt es schon immer", sagt der Präsident des Verfassungsschutzes von Baden-Württemberg, Johannes Schmalzl, der SZ.
In Großbritannien nahm die Polizei nach dem versuchten Anschlag auf den Glasgower Flughafen zwei weitere Männer fest. Damit wurden bislang sieben Verdächtige verhaftet. Die meisten seien keine britischen Staatsbürger, hieß es in Polizeikreisen. Unter ihnen sollen nach Angaben jordanischer Behörden ein palästinensischer Arzt mit jordanischem Pass und seine Frau sein. Mindestens ein Verdächtiger sei noch auf der Flucht. Dies erhöhe die Gefahr, dass von ihm und möglichen Komplizen ein weiterer Bombenanschlag geplant werde, hieß es in London.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 3.7.2007)
Protest gegen dritte Startbahn
Ich glaube Ihr nationaler Ansatz geht ein wenig in die Irre :-)) Mag ja sein, dass die SPD 1955 so irrational war, das sie glaubte die Soldaten der Bundeswehr würden nicht die Kollegen von der Nationalen Volksarmee töten, aber dafür ist die Bundeswehr gegründet worden udn es ist tausendmal geübt worden, wie Deutsche Deutsche töten. Professionell, mit Legitimation der Verfassung der jeweiligen Seite. Bei äusserer Sicherheit ist das nun mal so.
Das Problem der sogenannten Christen aus dem schwarzen Block (CDU/CSU) ist, dass sie das Töten ausdehnen wollen: auf Zivilisten, auf Nichtkombattanden, auf wehrlose Frauen und Kinder. Panzer auf Zivilisten wie in Frau Merkels Heimat 1953, Raketen auf Urlauber-Jumbos. Unter den Sozis haben sich die Bundeskanzler (Helmut Schmidt) in Mogadischu aus dem Fenster gelehnt, um Zivilisten vor Terroristen zu retten (GSG9 als Polizeieinheit und eben nicht als Militäreinheit). Herr Schäuble möchte mit der Legitimation von Terrroisten Zivilisten töten, Urlauber, Frauen und Kinder. Der höheren Sache wegen. Wie die Terroristen, die im Dschihad Zivilisten töten.
Ich denke, aus meinem Kommentar wird deutlich, dass ich generell gegen das Töten bin. Zum Anderen habe ich am Ende des comments aufgezeigt, wie die vorgezeichnete Entwicklung sich bereits real darstellt und zukünftig sein wird.
Zum besseren Verständnis noch einmal:
Aus den "friedenserhaltende", "friedensschaffende", "friedenssichernde", aber auch "friedenserzwingende" Maßnahmen wurden (bereits) "militärischen Interventionen", "Präventivkriege", "asymmetrischen Kriege", "Entwaffnungskriege" oder "Krieg gegen den Terrorismus"
Der vorgezeichnete Weg: Der von der Regierung per Gesetz ausgeweitete Kompetenzbereich der Bundeswehr führt AM ENDE zu dem, was die SPD 1955 bei Gründung der Bundeswehr ausdrücklich verneinte: DEUTSCHE GEGEN DEUTSCHE !!!!..
Der Einsatz von Bundeswehr bei DEUTSCHEN Demonstrationen ist nach einer Gesetzesänderung nicht nur vorstellbar, sondern obligat.
Ich finde die Bermerkung "Deutsche gegen Deutsche" zynisch. Wären denn Deutsche gegen Afghanen OK für trotzalledem? Oder Deutsche gegen Türkern oder Deutsche gegen Iraker?
Bei Fragen der inneren und äusseren Sicherheit geht es um eine Angemesssenheit der Mittel. Bei Fragen der äusseren Sicherheit ist es globaler Konsens, dass Staatsmitarbeiter legitim töten dürfen (Soldaten). Dafür gibt es ein komplexes Regelwerk. Frau Merkel und Herr Schäuble sind nun der Meinung, dassdiurch die Terroristen im Inneren Staatbedienstete dazu legitmiert werden sollen, Bürger zu töten. Und selbst da ist die Nationalität egal. Wenn Schäuble Flugzeuge voller Zivilisten vom Himmel holt oder Frau Merkel Panzer iN Menschenmengen schiessen lassen will sehen beide wie die Terroristen vorher nicht in den Pass. Terroristen ist auch egal, welchen Pass die Menschen im WTC in der Tasche tragen.
Die einzige Frage, die sich stellt, ist ob sich Zivilgesellschaften von Terroristen dazu bringen lassen, ihre eigenen Mitbürger zu ermorden. Frau Merkel und Herr Schäuble sagen ein klares Ja zum Töten der Mitbürger.
Die Ergebnisse des sogenannten "Kampfes gegen den Terror" in Afghanistan mit Hilfe der Bundeswehr lassen erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit des zusätzlichen staatlichen Tötens aufkommen. Die von US-Soldaten mit deutscher Tornado-Hilfe ermordeten haben bisher nur dazu geführt, dass die Heroin-Ernte zu neuen Rekorden aufgeblüht ist. Ist es das was wir wollen? Unsere Soldaten zum Töten schicken als ein einig Volk von Drogendealern? Ich jedenfalls habe da eine andere Vorstellung von Zivilisation.
Gemäß Grundgesetz (GG) ist Hauptaufgabe der Streitkräfte die Verteidigung der Bundesrepublik. Dies bestimmt Artikel 87 a Abs. 1 GG. Diese Voraussetzungen liegen vor, wenn das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht.
Neben der herkömmlichen Landesverteidigung ist auch die so genannte Bündnisverteidigung (UNO, NATO, EU/WEU) eingeschlossen. Welchen Einfluss die NATO auf mögliche Bundeswehreinsätze hat, weigte sich auf einer Parlamentarischen Versammlung der NATO. Hier war es mehrfach zum offenen Krach gekommen. "Während ihr Bier trinkt, bringen wir unsere Toten nach Hause" , sollen britische Delegierte die Deutschen bedrängt haben. Noch unverhohlener bekam es Karsten Voigt, der Regierungsbeauftragte für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, zu hören: "Die Deutschen müssen das Töten lernen" , hielten ihm US-Gesprächspartner vor. (FAZ, 2004) Die damalige ROT-GRüNE Bundesregierung weigerte sich, eigene Soldaten in den Kampf zu schicken mit der Begründung: Die Debatte ist kaum auszudenken, wenn in kürzer werdenden Abständen Zinksärge mit toten deutschen Soldaten hier entladen würden....man solle die deutschen Truppen besser für den Wiederaufbau des Landes zu stationieren.
Die rot-grüne Koalition hatte nur mit dem Luftsicherheitsgesetz auf eventuelle terroristische Bedrohungen im Inland reagiert. Schäuble bemängelte alledings schon seit Jahren, daß "die Bundeswehr die Sicherheit überall in der Welt (Hindukusch) verteidigt, bloß nicht im eigenen Land (Hindelang)" .
Die Deutschen sollen das Töten lernen - für ihren weltweiten Friedensdienst.......???
Aus den "friedenserhaltende", "friedensschaffende", "friedenssichernde", aber auch "friedenserzwingende" Maßnahmen wurden "militärischen Interventionen", "Präventivkriege", "asymmetrischen Kriege", "Entwaffnungskriege" oder "Krieg gegen den Terrorismus" Der vorgezeichnete Weg: Der von der Regierung per Gesetz augeweitete Kompetenzbereich der Bundeswehr fürhrt zu dem, was die SPD 1955 bei Gründung der Bundeswehr ausdrücklich verneinte: DEUTSCHE GEGEN DEUTSCHE !!!!
... was der Schwaze Block zur Zeit zum Thema Terrorgefahr abzieht . Es würde schon ausreichen , den "Christdemokraten" ein paar Fakten um die Ohren zu hauen , um sie der Verlogenheit und Heuchelei zu überführen . Zum Beispiel den maroden Zustand vieler Polizeistationen , wo der Schimmel die Wände hochkriecht oder der Putz runterfällt ; die großenteils hoffnungslos veraltete Austattung mit Computertechnologie bei der Polizei ; die Tatsache , dass aus RAF-Zeiten noch "flächendeckende" Sicherheitsgesetze in Kraft sind , die seit ca. 15 Jahren n icht mehr angewandt wurden -- also wohl nicht mehr gebraucht werden ...
Aber es geht ja in Wirklichkeit um die Macht ... und dazu braucht die CDU/CSU noch 3 bis 4 % der Wählerstimmen der Dumpfbacken , Dummen und solchen , denen alles über dem Bildzeitungsniveau zu hoch ist . Bei denen ist mit dem pausenlosen Getrommel "Wir brauchen umfassendere schärfere Gesetze !" was zu holen ....
Paging