Der schwer verletzte thüringische Ministerpräsident Althaus soll in Kürze aus dem künstlichen Tiefschlaf geweckt werden. Über den Unfall werden mehr Details bekannt.
Positive Zeichen aus Schwarzach: Der bei einem Skiunfall in der Steiermark am Neujahrstag schwer verletzte thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus soll demnächst aus dem künstlichen Koma geholt werden, in das ihn die Ärzte versetzt hatten.
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Dies gaben die behandelnden Mediziner des Politikers am Freitag in der Unfallklinik in Schwarzach bekannt. Die Ärzte zeigten sich "optimistisch", dass die Aufwachphase "gut ausgeht". Der Zustand des Politikers, der bei einem schweren Zusammenstoß auf einer Skipiste der Riesneralm am Donnerstag schwere Kopfverletzungen erlitten hatte, sei "stabil".
Es gebe keine "Druckzeichen" von der Verletzung im rechten Hirnbereich, hieß es.
Fraktur im Gesicht
Der Anästhesist Hubert Artmann sagte auf der Pressekonferenz, die Aufwachphase könne zwischen zwölf und 24 Stunden dauern. Das hänge auch von der Reaktion des Patienten ab. Lenzhofer sagte, die klinische Situation sei stabil. Er sei hoffnungsvoll.
Der Unfallchirurg Franklin Genelin wollte keine Prognose darüber abgeben, ob bei Althaus möglicherweise bleibende Schäden zurückbleiben könnten. Der Politiker habe neben dem Schädelhirntrauma auch Prellungen und eine Fraktur im Gesicht erlitten, die aber "unverschoben" sei und nicht weiter behandelt werden müsse.
Am Tag nach dem tragischen Skiunfall ist die Schuldfrage weiter ungeklärt. Nach Berichten der Boulevardzeitung Österreich fuhr der 50-jährige Politiker von der rechten, schwereren Abfahrt "Die Sonnige" in die von links kommende, leichtere "Panorama-Abfahrt" des Skigebietes Riesneralm ein.
Der direkte Zusammenstoß mit der 41-jährigen Skiläuferin wurde allerdings von keinem Augenzeugen direkt beobachtet. Sowohl der Ehemann der Frau als auch der Althaus begleitende Sicherheitsbeamte trafen erst nach dem Zusammenprall an der Unfallstelle ein.
Althaus war nach Angaben des Polizei-Einsatzleiters Sigmund Schnabel durch einen Helm geschützt. "Die verstorbene Skifahrerin hat keinen Helm getragen, der Herr Ministerpräsident sehr wohl", sagte Schnabel am Freitag bei einer Pressekonferenz in Liezen.
Parteifreunde erschüttert
Althaus liegt seit dem Donnerstagabend auf der Intensivstation der Unfallklinik Schwarzenberg in Schwarzach im Pongau im künstlichen Tiefschlaf.
Nach Informationen der Kronenzeitung erlitt die in den USA lebende Slowakin noch an der Unfallstelle einen Herzstillstand, konnte jedoch zunächst von Mitarbeitern des Rettungsteams wiederbelebt werden, bevor sie auf dem Weg zu einem Krankenhaus starb. Althaus, der nach dem Unfall zunächst ansprechbar war, wurde später mit Komplikationen in die Spezialklinik nach Schwarzach geflogen.
Seine Ehefrau ist inzwischen in der Klinik eingetroffen, berichtete Österreich. Althaus hat nach offiziellen Angaben eine ruhige Nacht verbracht.
CDU-Chefin und Bundeskanzlerin Angela Merkel habe am frühen Donnerstagabend von dem Unfall erfahren und sei "tief getroffen" und "schockiert" gewesen, sagte der stellvertretende Regeirungssprecher Thomas Steg in Berlin. Die Kanzlerin stehe in Kontakt zu Althaus' Ehefrau und lasse sich regelmäßig unterrichten. Merkel und Althaus verbinde eine enge, vertrauensvolle und freundschaftliche Beziehung, betonte Steg.
Auch in Thüringen äußerten sich Parteifreunde bestürzt über den Unfall von Althaus. Die Präsidentin des Thüringer Landtags, Dagmar Schipanski sagte: "Ich bin erschüttert von dem schweren Unfall, den Dieter Althaus erlitten hat. Unsere Gedanken sind in diesem Augenblick bei der Familie des Ministerpräsidenten, der wir Kraft und Zuversicht wünschen", fügte die CDU-Politikerin hinzu.
Die stellvertretende Ministerpräsidentin, Finanzministerin Birgit Diezel (CDU), sowie der Chef der Staatskanzlei, Klaus Zeh, wollen um 14 Uhr in Erfurt die Öffentlichkeit über den neuesten Stand informieren.
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(dpa/AP/odg/gba)
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"Hr. Althaus war ca. 1 Stunde lang nach dem Unfall vernehmungsfähig. Vielleicht hält man die Aussagen nicht für gesichert."
Er wurde in diesem Zeitraum sicher nicht von sachverständigen Gutachten oder der Polizei sachverständig befragt. Woher sollen die Informationen also herkommen?
"Das einzige, was vielleicht noch etwas wesentliches beitragen könnte, wären Aussagen von Gutachtern, die auf Grund der vorgefundenen Situation versuchen, den Vorgang zu rekonstruieren."
Das wird es mit Sicherheit noch geben!
Der Unfall fand am 1. Jan. um ca. 14:45 Uhr statt.
Da könnte man am 2. Jan. um ca. 11:25 Uhr etwas mehr wissen.
Recht viel mehr an Informationen, als die, die man bereits hat, wird man nicht mehr bekommen. Zeugen gibt es angeblich keine.
Spuren sind bestimmt inzwischen alle verwischt. Spätestens, nachdem abends die Pisten neu präpariert wurden.
Hr. Althaus war ca. 1 Stunde lang nach dem Unfall vernehmungsfähig. Vielleicht hält man die Aussagen nicht für gesichert. Wenn Hr. Althaus wieder vernehmungsfähig ist und weiß, dass die Frau tot ist, wird er sich genau überlegen, was er sagt. Er muss sich ja nicht selbst belasten.
Vielleicht kommen noch Aussagen zu Promille-Werten, falls Blut dafür entnommen wurde.
Das einzige, was vielleicht noch etwas wesentliches beitragen könnte, wären Aussagen von Gutachtern, die auf Grund der vorgefundenen Situation versuchen, den Vorgang zu rekonstruieren.
Sie sollten nicht zu streng mit Alando-B umgehen. Denn er ist sichtlich der Überzeugung, daß nur er das Ganze versteht, und er die richtige Sicht und die nötigen - medienrechtlichen und überhaupt rechtlichen - Kenntnisse, kurz gesagt, d e n Durchblick schlechthin hat.
Klugsch**sser gibt's überall und ganz besonders in manchen Foren. Im übrigen weiß man natürlich auch nicht, welche politischen - oder manches Mal auch wirtschaftlichen - Interessen hinter den Nicks versteckt sind.
Lesen Sie sich einfach mal die Post von Alando-B in den vorhergehenden Artikeln zum Skiunfall durch. Ich sage Ihnen, haarsträubend präpotent.
@Alando-B, ich würde nicht gleich von Blödsinn reden; denn ich habe meine Kritik so formuliert, dass diese durchaus auch die Berichterstattung der SZ treffen kann. Also,Alando-B, die Kritik des genauen Lesens gebe ich demnach an Sie zurück. Ich sehe es im übrigen nicht unbedingt als meine Pflicht an, die Homepage von Frau Merkel aufzusuchen. Das üerlasse ich gerne deren Anhänger, zu denen ich mich tatsächlich nicht zähle. Ich verlasse mich schon auf das, was ich in der SZ lese. Richten Sie Ihre Kritik also an die SZ, die jedenfalls nichts von der Erwähnung der tödlich verunglückten Skiläuferin durch Frau Merkel gebracht hat.
"Dass die Polizei sich so vorsichtig artikuliert, ist meine eigentliche Kritik. Ich frage mich, ob Ministerpräsidenten bei der Polizei anders als normale Bürger behandelt werden. Meines Erachtens lohnt es sich, darüber nachzudenken."
Wie lange ist der Unfall gerade mal her? Bei wie vielen Vorfällen ähnlicher Art etwa im Straßenverkehr, auch ohne Beteiligung irgendwelcher bekannter Personen, heißt es in der entsprechenden Pressemeldung oder im Polizeibericht: Über den genauen Unfallhergang liegen noch keine Einzelheiten vor. Das ist eine ganz normale Redewendung, wenn Ermittlungen noch andauern. Achten Sie mal darauf.
Polizei und Presse "mauern" und "vertuschen" also sogar, wenn keine Politiker im Spiel sind - ist das nicht unerhört? Scherz beiseite: Wie genau soll denn die Polizei bitte zum jetzigen Zeitpunkt informieren, wenn in Kommentarspalten wie hier bereits eigenmächtige Quasi-Rekonstruktionen mit scheinbar eindeutigem Ergebnis stattfinden?
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