Der Druck auf den Senator war zu groß geworden: Nach dem Sexskandal und der Verhaftung auf einer Flughafen-Toilette ist Craig zurücktreten - seine eigene Partei drängte ihn zu dem Schritt.
US-Senator Larry Craig hat eine Woche nach Bekanntwerden seiner Toiletten-Affäre seinen Rücktritt aus dem US-Kongress erklärt.
Polizeifoto von Larry Craig: Die Partei drängt ihn zum Rücktritt. (© Foto: Reuters)
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Der 62 Jahre alte konservative Senator der Republikanischen Partei aus dem US-Bundesstaat Idaho reagierte damit auf den parteiinternen und öffentlichen Druck.
Präsident George W. Bush begrüße den Rücktritt, erklärte sein Sprecher. Bush habe den Senator angerufen und ihm alles Gute gewünscht.
Craig will zum 30. September sein Amt aufgeben. Der verheiratete Senator, der öffentlich für Familienwerte und gegen eine bessere gesetzliche Stellung von Schwulen und Lesben eintrat, wurde Anfang Juni von einem verdeckt arbeitenden Polizisten wegen unzüchtigen Verhaltens auf einer Herrentoilette auf dem Flughafen von Minneapolis (Minnesota) festgenommen.
Craig bestritt während seines Verhörs, sexuellen Kontakt zu seinem Toilettennachbarn gesucht zu haben und warf dem Polizisten vor, ihm eine Falle gestellt zu haben.
Ein hochrangiges Parteimitglied hatte Stunden vor Craigs Pressekonferenz gesagt, der Rücktritt des republikanischen Senators aus Idaho sei innerhalb der Partei erwünscht.
(dpa, Reuters)
FKK-Slackliner Alexander Schulz
ist meiner Meinung nach, dass die US-Polizei nichts besseres zu tun hat, als auf Flughafentoiletten irgendwelchen notgeilen alten Säcken Fallen zu stellen. Haben die nichts Besseres zu tun? Man könnte z.B. mal versuchen, ein paar kinderschändende Priester zu erwischen, BEVOR sie ihr Werk verrichtet haben (und nicht erst nachher, wenn die katholische Kirche es selbst zugibt bzw. ca. 10 000 Anzeigen von Eltern vorliegen, wie geschehen in Diözese LA).
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In diesem Fall handelte es sich nur um eín großes Missverständnis. Nicht der versteckt arbeitende Polizeibeamte wollte Herrn Craig in Flagranti erwischen, sondern Herr Craig wollte den Polizeibeamten des unzüchtigen Verhaltens überführen.
Den ermittelnden Beamten muss man zunächst ein Kompliment machen, nicht vor soviel Prominenz und Macht "eingeknickt" zu sein, bzw. den Fall nicht in den Mülleimer geworfen zu haben. Dabei will ich nicht das Handeln der Polizei rechtfertigen. Auf Toiletten nach
unzüchtigen (schwulen) Handlungen zu fanden wird wohl ausschließlich in Amerika praktiziert. Es zeigt auch, dass die dort lebenden Menschen ihre sexuellen Neigungen genauso intensiv ausleben wie andernorts, nur heimlicher, verlogener und mit einer krankhaft erscheinenden Selbstverleugnung. Was diesen "Fall" erst zum Fall macht, ist die Tatsache, wie Larry Craig auf der politischen Bühne agiert, wie er Schwule und Lesben politisch verfolgen lässt. Schön, dass er nun Opfer seiner eigenen Hetze geworden ist. Das Handeln Craigs dokumentiert zudem, wie verlogen das System Bush sich darstellt. Es ist symptomatisch für das gesamte Bush-Regime. Es zeigt auch die Verlogenheit der amerikanischen Gesellschaft. Die Amerikaner werden bis zur Wahl alles dransetzen, diese Affäre vergessen zu haben, weil, .....wie heißt es so schön, weil nicht sein kann was nicht sein darf. Und damit ist wieder alles im Lot und die Amerikaner wählen, wie so häufig
konservativ-puritanisch--republikanisch.
in den USA so populär zu sein scheint einen vollen Blödsinn, aber der gute alte Senator, der sie jetzt so bitter zu spüren bekommen hat, passte ja sehr gut in diese "Kultur"
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