Nachdem Nordkorea - wenn auch verspätet - über sein Nuklearprogramm berichtet hat, zeigen die USA Entgegenkommen und wollen das Land von der Liste der "Terror-Unterstützungsstaaten" nehmen.
Nach monatelanger Verzögerung hat Nordkorea einen Bericht über seine nuklearen Aktivitäten vorgelegt und damit den Weg für ein Ende des Atomstreits frei gemacht. US-Präsident George W. Bush kündigte daraufhin eine Aufhebung von Sanktionen und die Streichung des Landes von der den Terrorismus unterstützenden Staaten an.
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Der Kühlturm des Atomkraftwerkes von Yongbyon (Archivbild) (© Foto: AP)
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Gleichwohl verlangte er in Washington eine Offenlegung aller nuklearer Aktivitäten und den vollständigen Abbau aller atomaren Einrichtungen in dem kommunistisch regierten Land.
Nordkorea hat sich Ende vorigen Jahres gegenüber Südkorea, China, Japan, Russland und den USA zur atomaren Abrüstung verpflichtet. Im Gegenzug soll das verarmte und isolierte Land Wirtschaftshilfen und diplomatische Konzessionen erhalten. Die Regierung in Pjöngjang hatte vor zwei Jahren einen atomaren Sprengsatz gezündet und damit weltweite Empörung ausgelöst. Der am Donnerstag in Peking vorgelegte Bericht hatte sich wegen Streitigkeiten über den Inhalt sowie über Geld und andere Hilfen verzögert.
Nach Angaben der USA will Nordkorea bereits am Freitag den Kühlturm seines Atomreaktors in Yongbyon zerstören. Zu dem symbolischen Akt - die aus dem Turm entweichenden Wolken sind auf Satellitenbildern Beleg für die atomaren Aktivitäten des Landes - wurden auch Vertreter westlicher Medien eingeladen.
Wichtiger Schritt zur Beilegung des Konflikts
Bush drohte Nordkorea mit Konsequenzen für den Fall, dass es seinen Verpflichtungen zur Offenlegung und Abrüstung nicht nachkommen sollte. "Die USA haben keine Illusionen über das Regime in Pjöngjang", sagte der Präsident vor Journalisten. Das Land verletze die Menschenrechte, reichere Uran an, teste Atomwaffen und gebe sie weiter, erprobe Raketen und bedrohe seine Nachbarn.
Bush unterzeichnete einen Erlass, Nordkorea von der Liste der Staaten zu streichen, die den Terrorismus unterstützen. Das Präsidialamt kündigte zudem an, binnen 45 Tagen Handelssanktionen aufzuheben. In dieser Zeit würden die USA sorgfältig überprüfen, ob Nordkorea seine Verpflichtungen einhalte.
Außenministerin Condoleezza Rice sprach von einem wichtigen ersten Schritt auf dem Weg zur endgültigen Beilegung des Konflikts. Sie äußerte sich im japanischen Kyoto zuversichtlich, dass die USA in der Lage seien, die Einhaltung der Zusagen zu überprüfen. Die USA erwarteten dazu auch den Zugang zum Reaktor in Yongbyon.
Über den Inhalt der nordkoreanischen Erklärung wurde zunächst nichts bekannt. Es wurde erwartet, dass Pjöngjang darlegt, welches Atomprogramm es verfolgt und über welche Materialien und Einrichtungen es verfügt. Dabei geht es auch um die Produktion und Lagerung von atomwaffenfähigem Plutonium. Nähere Auskünfte über die militärische Nutzung der Materialien sollte es aller Voraussicht nach jedoch nicht geben.
Mit der Auflistung erfüllt Nordkorea einen wesentlichen Bestandteil eines im vergangenen Jahr im Rahmen der Sechs-Nationen-Gespräche geschlossenen Vertrags über seine atomare Abrüstung. Ende 2007 hatte Nordkorea eine Frist zur Vorlage der Erklärung verstreichen lassen.
Seit Beginn der Sechs-Nationen-Gespräche zwischen Nordkorea, den USA, China, Südkorea, Japan und Russland im Jahr 2003 wurde immer wieder versucht, das kommunistisch regierte Land mit Gegenangeboten von seinem Atomprogramm abzubringen. Das verarmte Land hoffte besonders auf Handelserleichterungen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(AFP/Reuters/bosw/bica)
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Nordkorea ist rehabilitiert. Nun konzentriert man sich auf den Iran, der ja vermutlich auch Nordkorea mit der Nukleartechnologie versorgt hat. Und der Iran wiederum hat alles von Syrien erhalten.
Klingt vielleicht nicht ganz glaubwürdig, aber es ist nicht auszuschließen, dass die USA auf solche Gedanken kommen werden.
Vorsicht, mit der Aussage, Zitat:"thanks god we`ll get rid of em" wäre ich vorsichtig. Erstens, ist es noch ein weiter Weg bis Januar 2009, zweitens liegt auf dem Weg bis Januar noch ein 11. September, eine super Gelegenheit die Amtszeit von Bush noch ein bisschen zu "verlängern". Sagen wir mal, so um 3-4 Jahre. Wer glaubt denn, dass sich die wahre Regierung der USA, die FED, von einem kleinen Demokraten, die Uhr auf dem Weg zur Allmacht zurückdrehen lässt?
Die Vermutung, dass wir Deutschen eines Tages gegen Israel Krieg führen werden, finde ich voll daneben. Thema ist übrigens Nordkorea, also verschonen sie das Forum bitte mit ihren Spam-Beiträgen.
Das alles macht die USA auch.
Gut, Motivation, Ziele und Legitimation mögen unterschiedlich sein, aber:
Es gibt keine "guten Mörder", genausowenig wie es gerechte Menschenrechtsverletzungen gibt.
Es wird wie immer mit zweierlei Maß gemessen: Quod licet Iovi non licet bovi
DW
"zeigt Entgegenkommen" einem Staat gegenüber, der eine Menge Kriege nachzuholen hätte, um mit USA gleichzuziehen.
Echt verrückte Welt hier.
Paging