Der CDU-Politiker mit dem prominetnen Namen muss seinen NRW-Listenplatz nach der Wahl in Dresden an das Saarland abgeben.

Der neue Bundestag verliert durch die Nachwahl in Dresden den Träger eines prominenten Namens: Der CDU-Abgeordnete Cajus Julius Caesar wird sein in Nordrhein-Westfalen über Platz 34 der Landesliste errungenes Mandat wieder abgeben müssen, wie der Bundeswahlleiter in Wiesbaden mitteilte.

Cajus Julius Caesar; dpa

Cajus Julius Caesar darf doch nicht in den Bundestag. (© Foto: dpa)

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Caesars Mandatsverlust lösten ausgerechnet die Anhänger seiner eigenen Partei aus: Durch die neue Verteilung der Zweitstimmen verliert die NRW-CDU einen Listenplatz an den saarländischen Landesverband.

Für die Saar-CDU zieht nunmehr Anette Hübinger in den Bundestag ein. Auch bei der FDP ergibt sich durch die Dresden-Wahl eine Verschiebung - und zwar von Nordrhein-Westfalen nach Sachsen.

Hintergrund der Mandatsverschiebungen ist die komplizierte Mandatszuordnung nach dem so genannten Niemeyer-Verfahren. Da die CDU im Wahlkreis Dresden I am Sonntag wie erwartet ihr Direktmandat verteidigte und weniger als rund 41.000 Zweitstimmen erhielt, verschiebt sich die Listenplatz-Zuordnung in einzelnen Bundesländern. Der 54-jährige Diplom-Forstingenieur Caesar muss nun seinen Bundestagssitz wieder räumen.

Caesar, der mit seiner markanten Nase auch optisch seinem Namensvetter nahe kommt, sitzt seit 1998 im Bundestag. Seinen kuriosen Vornamen verdankt er einer Familientradition, die seine Großeltern 1925 begannen: Diese tauften damals ihren Sohn auf den Namen Cajus Julius.

Genau wie sein Vater gab auch der CDU-Politiker seinen Namen weiter; sein Sohn Cajus Julius ist Transall-Pilot bei der Bundeswehr. Auf seiner Homepage kokettiert der lippische Abgeordnete sogar mit etwaigen Familienbanden zum großen römischen Imperator und Feldherren. "Ob er ein Vorfahre ist, kann ich nicht nachweisen, aber auch nicht ausschließen."

Bei der FDP verliert die nordrhein-westfälische Kandidatin Petra Müller das nach dem vorläufigem Ergebnis vom 18. September zunächst errungene Mandat. An ihrer Stelle zieht nunmehr der sächsische Kandidat Christoph Waitz als vierter FDP-Vertreter aus dem Freistaat ins Parlament ein, nachdem die Liberalen am Sonntag in Dresden mit 16,6 Prozent ungewöhnlich stark abgeschnitten hatten.

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(AFP)