Christian Wulff hat an die SPD appelliert, einer großen Koalition unter Roland Koch zuzustimmen. Alles andere sei "unverantwortlich", so der stellvertretende CDU-Vorsitzende.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende Christian Wulff hat die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti aufgefordert, in eine große Koalition unter Ministerpräsident Roland Koch (CDU) einzuwilligen.

Christian Wulff;ddp

Christian Wulff wirft SPD-Spitzenkandidatin Ypsilanti "eine Wahrnehmungsblockade" vor. (© Foto: ddp)

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Es sei "unverantwortlich, wenn die hessische SPD eine große Koalition ausschließt und stattdessen auf eine irgendwie geartete Zusammenarbeit mit der Linkspartei spekuliert", sagte Wulff der Bild am Sonntag. Ypsilanti habe "eine Wahrnehmungsblockade wie Gerhard Schröder nach seiner verlorenen Bundestagswahl 2005".

Ypsilanti appellierte unterdessen eindringlich an die FDP, in eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen einzutreten. "Die FDP muss sich sehr gut überlegen, ob sie dem abgewählten Roland Koch zu einer Verlängerung der Amtszeit verhelfen will oder ob sie einen Aufbruch in die soziale Moderne wagt", sagte Ypsilanti dem Blatt. Einer Zusammenarbeit mit der Linkspartei erteilte die hessische SPD-Chefin erneut eine Absage.

Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat indes seine Partei davor gewarnt, aus Verzweiflung über Wahlergebnisse jegliche Identität zu verwischen. Zugleich bestätigte er im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS), in der für ihn und die CDU enttäuschenden Wahlnacht am vergangenen Sonntag vorübergehend an Rücktritt gedacht zu haben.

Koch betont dem Bericht zufolge weiterhin den Anspruch seiner Partei, angesichts eines Vorsprungs von 3595 Stimmen zur SPD in Hessen eine Regierung zu bilden und den Ministerpräsidenten zu stellen.

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(AFP/dpa/cag)