Die Sozialdemokraten rechnen damit, dass die Verhandlungen zwischen CDU und den Grünen scheitern - und bereiten deshalb eine Regierungsbeteiligung vor. Auch die CDU betonte, die inhaltlichen Gemeinsamkeiten mit der SPD seien größer.
In Hamburg setzt die SPD nach den Bürgerschaftswahlen vom Sonntag auf die Bildung einer großen Koalition gemeinsam mit Bürgermeister Ole von Beust (CDU).
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Ole Von Beust (CDU)und Michael Naumann (SPD): bald in einer großen Koalition vereint? (© Foto: dpa)
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Man glaube an ein Scheitern der Gespräche zwischen der CDU und der Hamburger GAL über eine schwarz-grüne Koalition, verlautete am Montag aus der Spitze der Hamburger Sozialdemokraten. Für diesen Fall bereite man sich auf eine Regierungsbeteiligung vor.
Die CDU hatte ihre absolute Mehrheit verloren und will nun sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen Verhandlungen aufnehmen.
Dabei wird in der Hamburger CDU-Spitze betont, dass es für Beust keinerlei Festlegungen gebe. Die inhaltliche Übereinstimmung mit der Hamburger SPD sei zwar größer, sagte CDU-Fraktionschef Bernd Reinert. Aber auch eine große Koalition hätte Nachteile. Man müsse sich fragen, ob man mit ihr viel Großes bewirken könne. Die Hamburger Grünen haben unterdessen betont, dass sie für Gespräche über eine Regierungsbeteiligung zur Verfügung stünden. Die Erwartungen seien aber gedämpft. Die Landeschefin Anja Hajduk wies auf "sehr, sehr große inhaltliche Differenzen zur CDU" hin.
Auch in der Bundes-CDU wurden die Chancen für ein schwarz-grünes Bündnis in Hamburg am Montag vorsichtiger bewertet als noch am Wahlabend. Die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin Angela Merkel sagte nach einer Präsidiumssitzung ihrer Partei in Berlin, schon mit ersten Gesprächen zwischen CDU und Grünen würden die Hamburger Christdemokraten Neuland betreten. Das sei zwar "hoffnungsvoll", dürfe aber nicht überhöht werden. Nach wie vor gebe es "etliche Punkte" in den jeweiligen Wahlprogrammen, die sich "zu 180 Grad" unterschieden.
Beust betonte in Berlin, es gehe ihm nicht um Strategien und nicht um neue Optionen für die CDU, sondern allein "um die Zukunft Hamburgs". Deshalb werde er jetzt nicht über Details künftiger Verhandlungen sprechen. Schließlich wisse er noch gar nicht, "mit wem ich verhandeln möchte". Aus der Sitzung des CDU-Präsidiums hieß es, Beust habe noch einmal alle Mitglieder gebeten, mit ihren Auftritten seinen politischen Spielraum nicht zu beschneiden.
Beust betonte vor der Presse, für ihn gebe es auf dem Weg zu einem neuen Senat eine klare Reihenfolge. Nach Gesprächen mit der Landes-CDU werde er in den nächsten Tagen sowohl mit Sozialdemokraten als auch mit Grünen "Vorgespräche" führen und danach entscheiden, mit wem er Koalitionsverhandlungen aufnehme.
Auch aus der Bundes-SPD verlautete, der SPD-Spitzenkandidat Michael Naumann erwarte große Schwierigkeiten für eine Zusammenarbeit zwischen CDU und Grünen in Hamburg. Die SPD sei gut beraten, sich auf ernsthafte Gespräche mit der CDU einzurichten. Vorentscheidungen gebe es aber nicht.
Der FDP-Vorsitzende Guido Westerwelle zeigte sich am Montag tief enttäuscht von der Bundeskanzlerin. Er warf ihr vor, sie habe in Hamburg von Anfang an auf ein schwarz-grünes Bündnis gesetzt und deshalb die Chance auf eine bürgerliche Koalition aus CDU und FDP selbst verspielt. "Obwohl Schwarz-Gelb zum Greifen nahe war, hat die Union nicht einen Finger gerührt", schimpfte Westerwelle.
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(SZ vom 26.02.2008/gba)
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Intereanter Vergleich. Christlich und kommunistisch - eigentlich komplementär von der Idee her, aber in der Praxis ein Problem. Aber viele der christlichen Gemeinden, die ich kenne, sind genau so binnentotalitär strukturiert wie kommunistische Bewegungen - wg. des anscheinenden Wahrheismonopols
Zitat:
Wieder einen kleinen Schritt zurück in richtung Kommunismus (obwohl dieser schon untergegagen ist)?
Lieber @manuski2000,
wer es einmal geschafft hat, den Begriff "Kommunismus" mit "Christlich" zu vergleichen ohne dabei die praktische Durchführung des Kommunismus in der ehemaligen Sowjetunion und der DDR als geglückte Umsetzung der christlichen Lehre zu interpretieren, der kann nicht umhin kommen, zwischen den wahren Idealen des Kommunismus und der christlichen Lehre viele Parallelen zu finden.
Andererseits wird das "C" im Parteinamen heute gerade von den sog. christlichen Parteien wie CDU/CSU immer mehr als" Bauernfänger-" und "Volksverdummungsargument" benutzt, um völlig antichristliche, egoistische Prinzipien (Kapitalismus, völlige Medienfreizügigkeit hinsichtlich Gewalt und Sexismus, "Brot und Spiele"-Politik) in der Gesellschaft mehrheitsfähig zu machen - zum Wohle einer elitären Minderheit.
Das ist weder christlich noch kommunistisch im reinen Sinne - das ist nur noch egoistisch und menschenverachtend.
Herzliche Grüße
LvB
wie sie sagten der Kommunismus ist untergegangen, weil er nicht gesellschaftsfähig ist, das sagte übrigens schon Karl Marx. Aber egal, auch die Angst des Kapitalismuss ist berechtigt wie man in der Vergagenheit schon öfter gesehen hat. Dennoch wird inform der sozialen Marktwirtschaft versucht den Kapitalismus soweit als möglich einzudämmen. Soweit die Theorie. Die Praxis zeigt durchaus andere Seiten.
Dennoch lebt die soziale Marktwirtschaft noch, auch wenn Sie gefahr läuft aufgefressen zu werden (Kartelle, Konzerne ...)
Wichtig wäre ein Ausweg aus der derzeitigen Situation, aber wie??
Ist die Politk links der SPD wirklich die richtige um unsere Probleme in den Griff zu bekommen? Mal ganz ehrlich?
Wieder einen kleinen Schritt zurück in richtung Kommunismus (obwohl dieser schon untergegagen ist)?
Es ist an der Zeit produktive Politik zu machen, das gilt sowohl für die SPD, CDU als auch für alle anderen Parteien. Aber leute bitte seht ein dass ein Linksrutsch in der BRD mit Sicherheit keinerlei Verbesserungen bringen wird.
Und das sehen Gott sei Dank auch sehr viele Sozialdemokraten so.
Ganz so drastisch würd ich das jez auch nicht sehen. Ein wenig Übertrieben ist da schon, da kann ich die Herrn von der LINKEN seite sogar verstehen wenn Sie sich gegen diesen Beitrag wehren.
Aber die Grundaussage ist durchaus nachvollziehbar. Diese Zeitung ist zusammen mit Kurt Beck ein wenig zu weit nach links gerutscht. Das ist eigentlich schaden, weil Überschriften und Aufmacher wirklich immer sehr SPD nahe dargestellt werden.
Was man auch bei sehr vielen hier registrierten Usern feststellt.
Aber dennoch, die Kommentar jetzt durchgehen den ganzen Tag finde ich super, vielleicht kommt ja noch etwas mehr neutralität in den Beiträge, dann bin ich wieder top zufrieden.
Nichts für ungut.
Lieber @Kilchberger,
Ich glaube nicht dass die SZ Ihren Beitrag zensiert - hoffe ich zumindest.
Zeigt er doch sehr eindrucksvoll ihre "kommunistische Angstschwelle" - und damit sind sie leider nicht alleine in Deutschland.
Seien Sie versichert, dass die "kapitalistische Angstschwelle" in Deutschland ebenso berechtigt ist und fast täglich mit neuer Nahrung versorgt wird (Managergehälter, Liechtensteiner Steuerhinterzieher, "globalisierter Arbeitsplatzabbau" in Deutschland, z.B. Nokia, Verweigerung von CDU/CSU/FDP ggü. Mindestlohn, etc.)
Der Kommunismus ist untergegangen und lebt nur noch in den Köpfen von bornierten "kalten Kriegern" der Vergangenheit.
Der Kapitalismus (Egoismus) schwingt sich jedoch zu immer höheren Formen auf - das ist die eigentliche Gefahr unseres Jahrhunderts.
Es lohnt sich - auch für Sie - darüber einmal gründlich nachzudenken. Das könnte auch durchaus christlich motiviert sein ...
Paging