Nach der politischen Karriere Kurt Beck berät Pharmariesen

Von der Staatskanzlei in die Wirtschaft: Der ehemalige rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck hat einen Beraterjob angenommen. Er soll den Pharmariesen Boehringer Ingelheim bei strategischen Fragen unterstützten.

Der frühere rheinland-pfälzische Regierungschef Kurt Beck ist nun als Berater in der Wirtschaft aktiv. Im Januar war der Sozialdemokrat Beck aus Gesundheitsgründen zurückgetreten. Seit Juni berät er den Pharmariesen Boehringer Ingelheim.

Das Unternehmen bestätigte einen Bericht des Handelsblattes. Der 64-jährige Beck ist Mitglied eines fünfköpfigen Beraterkreises. Dieser begleitet nach Angaben des Konzerns die Arbeit der Unternehmensleitung und des Gesellschafterausschusses vor allem bei strategischen Fragen.

Das Gremium trifft sich fünfmal im Jahr. Laut Handelsblatt sind unter anderem der Düsseldorfer Rechtsanwalt Michael Hoffmann-Becking und BASF-Forschungsvorstand Andreas Kreimeyer Mitglieder des Gremiums. Beck rücke für den Schweizer Management-Berater Fredmund Malik nach, der Ende 2012 ausschied.

Der einst dienstälteste Ministerpräsident Deutschlands steht inzwischen auch an der Spitze der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung und bleibt Verwaltungsratschef des ZDF. Seine Nachfolgerin in der Mainzer Staatskanzlei ist Malu Dreyer (SPD).