Zugleich bekräftigte der CSU-Chef dass es vor 2006 keinen Diskussionsbedarf über den Kanzlerkandidaten der Unionsparteien gebe: "Das ist im Moment kein Thema für uns."

"Das ist im Moment kein Thema für uns", sagte Stoiber nach einer Sitzung des CSU-Vorstandes zur K-Frage. Dies gelte für die CDU ebenso wie für die CSU. Dieses Thema stehe erst vor der nächsten Bundestagswahl auf der Tagesordnung. Ähnlich äußerten sich auch mehrere CDU-Spitzenpolitiker.

Anzeige

So meinte auch der sächsische Ministerpräsident Georg Mildbradt (CDU), drei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl sei nicht die Zeit, über den Kanzlerkandidaten zu spekulieren. Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) erwartet keine Verschiebung der Machtverhältnisse in der Union. Die Union könne vom Norden bis zum Süden siegen, aber nur gemeinsam sei sie stark. Es gebe daher auch nach den bayerischen Ergebnissen "nichts Neues".

Dagegen setzt die CSU nach ihrem Sieg auf ein größeres Gewicht innerhalb der Union. "Wir können uns mit hoch erhobenem Haupt in den Reihen der Union zeigen", sagte CSU-Landesgruppenchef Michael Glos.

Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff sagte, die Ministerpräsidenten der unionsgeführten Länder würden jetzt noch stärker als bisher Veränderungen für das Land einfordern. Nach den Worten von Stoiber werden CDU/CSU bis zur nächsten Bundestagswahl "spätestens 2006" als verantwortungsvolle Opposition alles tun, "damit der Karren durch die Unfähigkeit von Rot-Grün nicht völlig an die Wand gefahren wird".

(sueddeutsche.de/dpa)

Leser empfehlen 
Lesetipp aus der aktuellen SZ: Die Pflicht zur Kür

Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...