Die baskische Untergrundorganisation ETA hat einem Zeitungsbericht zufolge eine Verwicklung in die Bombenanschläge mit 200 Toten in Madrid bestritten. Ein anonymer Anrufer habe im Namen der ETA jede Verantwortung der Organisation für das Blutbad zurückgewiesen.
Dies berichtete die den Separatisten nahe stehende baskische Zeitung Gara in ihrer Internet-Ausgabe. Der Anruf habe die Redaktion gegen 18 Uhr erreicht.
Anzeige
Die ETA hatte schon früher Erklärungen über diese Zeitung abgegeben. Zuvor hatten auch schon baskische Politiker erklärt, sie glaubten nicht an eine Täterschaft der ETA. Als mögliche Urheber der Anschläge gelten auch extremistische Muslime. Ein Bekennerschreiber, das das Terrornetz al Qaida als Urheber benennt, war in London eingegangen. An der Echtheit des Schreibens gab es aber auch Zweifel.
Die spanische Polizei betrachtet die ETA dagegen weiter als Hauptverdächtige. Die in der Nacht in einer Polizeiwache entdeckte und entschärfte Bombe habe aus einem in Spanien hergestellten Dynamit bestanden, wie es die Organisation früher schon benutzt habe, sagte Innenminister Angel Acebes.
Islamistische Terroristen würden als Täter aber nicht ausgeschlossen. Es werde in alle Richtungen ermittelt.
Das Mobiltelefon, das in einer Reisetasche mit einer nicht explodierten Bombe gefunden wurde, sowie der Zünder seien derzeit die wichtigsten Beweismittel. Bei dem Handy handele es sich um ein Kartentelefon, diese Karte werde nun genau untersucht. Das Mobiltelefon hatte in der Nacht geklingelt, vermutlich um die Bombe zu zünden, der Mechanismus hatte aber versagt.
Die Tasche mit dem Sprengsatz war am Donnerstag in einem der Züge entdeckt und mit anderen herrenlosen Gepäckstücken in einer Polizeiwache deponiert worden.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(sueddeutsche.de/dpa/AP)
Müll an der Isar