US-Vizepräsident Cheney attackiert die erstarkten Demokraten dafür, dass sie den Rückzug aus dem Irak fordern. Derweil soll die Verlegung von 12.000 Nationalgardisten vorbereitet werden.

Wie der US-Fernsehsender NBC berichtet, soll die Entsendung von zusätzlichen 12.000 Nationalgardisten in den Irak und nach Afghanistan anstehen. Wie der Sender unter Berufung auf Mitarbeiter des Pentagon weiter berichtete, muss Verteidigungsminister Robert Gates die Marschbefehle nur noch unterzeichnen. Die zusätzlichen Kräfte sollten dann Anfang 2008 für ein Jahr entsandt werden.

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Präsident George W. Bush (© Foto: Reuters)

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Präsident George W. Bush hatte erst kürzlich die Aufstockung der US-Truppen im Irak um 21.500 Soldaten angekündigt. Die demokratische Mehrheit im Kongress setzt sich dagegen für einen Abzug der amerikanischen Soldaten aus dem Irak im kommenden Jahr ein. Deshalb wird mit heftigem Protest der Demokraten gegen die geplante Entsendung der Nationalgardisten gerechnet.

Der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, Dick Cheney, hat den Demokraten vorgeworfen, der von ihnen angestrebte Rückzug der US-Truppen aus dem Irak würden den Iran ermutigen, Atomwaffen zu entwickeln.

Gleichzeitig würden die den USA wohlgesonnenen Regierungen in Pakistan und Afghanistan demoralisiert, sagte Cheney in einer konservativen Radiosendung. Ein Rückzug aus dem Irak würde nicht nur dieses eine Land betreffen, betonte der Vizepräsident: "Es geht um unsere Bemühungen im weltweiten Krieg gegen den Terror und um die gesamte Region."

Auch betroffen sei der Iran, sagte Cheney. Die USA versuchten, das Land von der Entwicklung einer Atombombe abzuhalten. Wenn sich die US-Truppen nun aus dem Nachbarland Irak zurückzögen, würde der Iran in seinen atomaren Bestrebungen nur bestärkt.

Gleichzeitig verlören Afghanistan und Pakistan das Vertrauen in die Fähigkeit der USA, ihre Arbeit zu verrichten und zu beenden, warnte der Vizepräsident. Es sei daher notwendig, eine Politik zu führen, die zu einem Sieg im Irak führe, anstatt die US-Armee von dort in einer Niederlage abzuziehen, forderte Cheney.

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(dpa/AFP/AP)