14 Jahre hat die Militärjunta in Myanmar gebraucht, um eine neue Verfassung fertigzustellen. Zuvor war die Junta durch zahlreiche Proteste aufgeschreckt worden.

Die Militärjunta von Myanmar (Birma) hat nach 14 Jahren Arbeit eine neue Verfassung fertiggestellt. Allerdings nannte der Vorsitzende der Nationalversammlung, Generalleutnant Thein Sein, in der Abschlusssitzung der vom Militär ausgesuchten Delegierten keinen Termin für das versprochene Referendum darüber oder für Wahlen.

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Die Junta vertröstet Demokratiebefürworter seit Jahren auf einen Wahlgang zur Übergabe der Macht an eine zivile Regierung, wenn die neue Verfassung angenommen ist. Den Wahlsieg von Aung San Suu Kyi und ihrer Liga für Demokratie 1990 erkannte sie nie an. Suu Kyi hat seitdem die meiste Zeit als politische Gefangene unter Hausarrest verbracht. Sie wurde 1991 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet.

Die Junta ist in den vergangenen zwei Wochen durch zahlreiche Bürgerproteste aufgeschreckt worden. Der Unmut entzündete sich an der massiven Preiserhöhung für Gas und Benzin. Viele Demonstrationen wurden von Dissidenten organisiert, die sich seit Jahren friedlich für freie Wahlen einsetzen.

Die Proteste wurden von Schlägertrupps aufgelöst. Mindestens 100 Menschen wurden nach Angaben von Menschenrechtsgruppen festgenommen. Darunter waren einige prominente Dissidenten, die teilweise Jahre in den Foltergefängnissen Birmas verbracht hatten.

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(dpa)