Kurz vor einer Abstimmung des türkischen Parlaments über einen Militäreinsatz im Nordirak bemüht sich Bagdad um Schlichtung. Syrien hingegen sieht eine militärische Aktion als legitimes Recht der Türken.

Syrien hat eine mögliche Militäraktion der Türkei gegen kurdische Rebellen im Nordirak unterstützt. "Wir akzeptieren dies als legitimes Recht der Türkei", sagte der syrische Präsident Baschar al Assad am Mittwoch.

Die Kampfvorbereitungen der Türkei laufen: Türkische Panzer werden in Richtung der irakischen Grenze transportiert (© Foto: AFP)

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Die NATO rief das Bündnismitglied Türkei dagegen zur Zurückhaltung auf. Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer erklärte, auch in Zeiten großer Spannungen sollten sich alle beteiligten Parteien höchste Zurückhaltung auferlegen.

Die Regierung in Bagdad will eine Krisendelegation in die Türkei entsenden, um das Nachbarland von einem Militäreinsatz im Nordirak abzuhalten. Eine hochrangige Abordnung von Politikern und Sicherheitsfachleuten werde in die Türkei reisen, um sich mit den jüngsten Entwicklungen an der Grenze zwischen beiden Ländern zu befassen, teilte die irakische Regierung mit.

Zuvor hatte ein Krisenausschuss unter Leitung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki getagt. Es war unklar, wann die Delegation das Land verlassen würde. Die türkische Regierung trifft derzeit konkrete Vorbereitungen für eine mögliche Invasion im Nordirak.

In Kürze soll das türkische Parlament über einen möglichen Militäreinsatz im Nordirak abstimmen. Die Türkei will dort gegen Stützpunkte der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei (PKK) vorgehen.

Die Zustimmung des Parlaments für die Truppenentsendung gilt als sicher. Nach den Worten von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan bedeutet sie allerdings noch nicht den Startschuss für den Einsatz.

Die Türkei wirft den Regierungen in Washington und Bagdad dagegen vor, nicht entschlossen genug gegen die etwa 3000 PKK-Kämpfer zu tun, die die Grenzregion als Rückzugsgebiet nutzten.

Je näher der mögliche Militärschlag rückt, desto lauter werden die internationalen Rufe nach Zurückhaltung. Neben dem Irak fordern auch die USA und die Europäische Union von der türkischen Regierung, ihr Handeln zu überdenken.

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(Reuters/AP)