Fette Beute: Piraten haben einen saudischen Riesentanker geentert. Der könnte bis zu zwei Millionen Barrel Rohöl geladen haben.
Somalische Seeräuber haben einen 330 Meter langen saudischen Öltanker vor der kenianischen Küste gekapert. Erstmals schlugen die Piraten damit weit außerhalb ihres üblichen Operationsgebietes zu.
Der Super-Tanker "Sirius Star", hier zu sehen vor Rotterdam, ist in der Gewalt von Piraten mit Kurs auf die somalische Küste. (© Foto: Reuters)
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Ein Schiff dieser Größenordnung sei nie zuvor in diesen unsicheren Gewässern gekapert worden, erklärte ein Sprecher der US-Marine am Montag. Die Sirius Star sei dreimal so groß wie ein amerikanischer Flugzeugträger. Den Angaben zufolge transportierte der Tanker bis zu zwei Millionen Barrel Öl im Wert von über 100 Millionen Dollar.
An Bord der bereits am Wochenende entführten Sirius Star seien 25 Besatzungsmitglieder, teilte ein Sprecher der US-Marine mit. Der Super-Tanker sei etwa 800 Kilometer südöstlich der kenianischen Hafenstadt Mombasa gekapert worden, sagte ein Sprecher der 5. Flotte der US-Marine. Inzwischen haben die Seeräuber Kurs auf die somalische Küste genommen. Ihr Ziel ist wahrscheinlich Eyl in der halbautonomen Region Puntland im Norden Somalias. Die Stadt gilt als Hochburg der Piraten.
Nach Angaben des Außenministeriums in London sind auch zwei Briten an Bord des erst im März fertiggestellten Schiffes, das unter liberianischer Flagge fährt. Zudem sollen Kroaten, Polen, Philippiner, Italiener und Saudis zur Crew gehören.
Die philippinische Regierung forderte verstärkte Sicherheitsmaßnahmen in der Region. Eine Sprecherin verwies am Montag auf die mehr als 90 philippinischen Seeleute, die sich zum Teil seit Monaten in der Gewalt von Piraten befänden.
Allein bis Ende September gab es mehr als 60 Piratenüberfälle vor der somalischen Küste. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn 63 Zwischenfälle gemeldet. Erst in der vergangenen Woche kaperten somalische Piraten im Golf von Aden ein philippinisches Frachtschiff mit 23 Besatzungsmitgliedern an Bord. Einen zweiten Piratenangriff im Golf von Aden konnte die indische Kriegsmarine verhindern, als ein indisches Kriegsschiff einen Notruf des indischen Handelsschiffes MV Jag Arnav empfing.
Der Golf von Aden gilt als der gefährlichste Seeweg für Handelsschiffe, weil dort Seeräuber aus dem Bürgerkriegsland Somalia ihr Unwesen treiben. Ziel der Piraten ist es meist, Lösegelder in Millionenhöhe zu erpressen. Mindestens zwölf Schiffe und rund 250 Besatzungsmitglieder sollen noch in der Hand der Seeräuber sein, darunter auch der ukrainische Frachter Faina mit 33 Kampfpanzern an Bord.
Vor der Küste Somalias sind Kriegsschiffe der NATO gegen Piraten im Einsatz, die EU will von Mitte Dezember an fünf bis sieben Schiffe in den Einsatz gegen die Seeräuber schicken. Auch andere Staaten haben bereits Kriegsschiffe in die Region entsandt.
(dpa/Reuters/hai/jkr)
Die Ärzte in München
....Seeverkehr und damit auch den Handel generell gefährden nicht genauso umgehen kann wie man das sonst mit Terroristen und Flugzeugentführern tun kann.
Nämlich Null Toleranz !
Das es die internationale Staatengemeinschaft, die USA, die NATO bisher nicht geschafft haben die Seegebiete dort zu sichern ist mir schleierhaft.
Die verfügen über höchstmoderne Waffensyteme, Flugzeugträger, U-Boote etc. und lassen sich dort von diesen Schlauchboot Terroristen auf der Nase herumtanzen ?
Unglaublich !
Ist denke ich wie immer die Öffentlichkeit. Die möchte das jetzt das etwas gegen Piraten getan wird. Die Öffentlichkeit möchte aber schitzophrenerweise nicht was getan werden muß um gegen die Piraten vorzugehen. Das heist nämlich in der ealität nicht nur Schiffe abzuschiesen sondern vielmerh Piratennestter ausheben. Was wiederum wie in jeder Kampfhandlung das es 50% Zivilisten (Familienangehörige der Piraten oder einfach unschuldige Nachbarn) trifft.
So ist das nunmal. Gerade bei Piraten gibts keine Uniform, die haben auch keine Hackenhände oder Augenklappen.
Wer ernsthafte Piratenbekämpfung möchhte muß auch die Opfer bei Somaliern und Soldaten in kauf nehmen. Ich meine es lohnt sich. Ich kenne aber auch unsere Bevölkerung gut genug um zu wissen das bei den ersten unappetitlichen Bildern und Nachrichten das Geschrei groß ist wie gemein wir doch zu den armen Afrikanern sind.....
Da hätte ich mich als Politiker auch erstmal auf Abstand gehalten.
63 Schiffe wurden allein in diesem Jahr entführt. Die Crews werden teilweise monatelang in Geiselhaft gehalten. Um jeden entführten deutschen Touristen würde sich unsere Regierung intensiver kümmern. Aber wenn ein deutsches Schiff entführt wird, wie diesen August (http://www.sueddeutsche.de/panorama/240/307195/text/) dann ist Fehlanzeige. Warum diese Zurückhaltung? Was wurde eigentlich aus dem Schiff und seiner Crew? Komisch das man davon so gar nix hört.
Wahrscheilich dürfen unsere blauen Jungs auch wieder nur beobachten, und um Gottes Wilen, bloss keinen Schuss abgeben. Das könnte ja wen verletzen. Nö, nö, mutige Entscheidungen sehen anders aus aber das ist unserer Frau Merkel nicht gegeben.
@Morcar
Zitat:"....33 russische T-72-Panzer geladen. Zudem befände sich auch "eine beträchtliche Menge Munition an Bord, wurde Juri Jekhanurow...."
http://www.sueddeutsche.de/panorama/14/311933/text/
Die T-72 gelten nicht mehr unbedingt als modern. Die Ukraine, wie auch andere ehemalige Ostblockstaaten trennen sich immer mehr von ihren Altbeständen. Im Gegensatz zu Deutschland, das die meisten Waffen der NVA hat vernichten lassen, versilbert die Ukraine ihren Kram in der Dritten Welt.
Allerdings stimme ich ihrer Einschätzung zu. Für somalische Verhältnisse ist das schon eine Menge Feuerkraft. Dazu kommt, das die Panzer eben weil sie technisch weniger anspruchsvoll sind, auch von somalischen Warlords eingesetzt werden könnten. Und selbst wenn nicht, dann gebe es in Afrika genügend Staaten, die diese Panzer den Piraten abkaufen würden (z.B. Äthiopien).
Mehr Sorge als die Panzer bereitet mir die "beträchtliche Menge Munition". Schlimm genug wenn es sich dabei nur um die zu den Panzern gehörenden Granaten und die Maschinengewehrmunition handelt. Aber was mag die Ukraine da noch verhökern? Speziel die Maschienengewehre und ihre Munition sind in Somalia begehrt. Die Warlords bewaffnen damit ihre Technicals. Und der Sprengstoff aus den Granaten kann sich auch in einer Bombe wiederfinden.
@flyer50: Wo kein Kläger da kein Richter. Hab gelesen das jedes Jahr dutzende Blinde Passagiere auf hoher See über Bord gehen und hunderte Piraten von Seeläuten und umgekert erschossen werden. Normal interessiert das keinen nur die Pirateerie hat tasächlich so überhand genommen und die sind so unverschämt geworden das zuviel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat.
Man darf doch auf die armen, hungernden, arbeitslosen Piraten nicht schiessen! Man könnte doch glatt einen verletzen.
Notwehr gilt auf See offensichtlich nicht.
Paging