Bei dem Termin im Wintergarten des Hotels Himmelmann lobte Mißfelder die deutsche Abwrackprämie und kritisierte vehement andere Staaten. "Die Amerikaner subventionieren jetzt ihre Schrottkisten", sagte er zu den Staatshilfen in der USA für die Autobauer. Umweltfreundliche Technologie seien dagegen in der Autoindustrie dort verpasst worden.

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Steht nun in der Kritik: Philipp Mißfelder, der Chef der Jungen Union. (© Foto: ddp)

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Immer neue Staatschulden bei der Bekämpfung der Krise lehnte Mißfelder ab: "Wer weiß, wie man eine durch zu viele Kredite entstandene Krise durch noch mehr Kredite beseitigen kann, der soll mir das mal erklären." Es müsse auf lange Sicht wieder gespart werden.

Freund klarer Worte

Der CDU-Abgeordnete ist ein Freund deutlicher Worte. Er war im Jahr 2003 ebenfalls mit einer verbalen Attacke bekanntgeworden. "Ich halte nichts davon, wenn 85-Jährige noch künstliche Hüftgelenke auf Kosten der Solidargemeinschaft bekommen", sagte der Nachwuchspolitiker damals. Früher seien die Leute schließlich auch auf Krücken gelaufen.

Die Bild-Zeitung stürzte sich auf den damals 23-jährigen. Das Boulevardblatt ließ ihn über Nacht vom "Wunderkind" zum "Milchgesicht" mutieren. Die Zeit danach war schwierig: Sogenannte Parteifreunde wandten sich ab, empörte Bürger blockierten sein Telefon, er erhielt sogar Morddrohungen. Später relativierte er seine Aussage.

Philipp Mißfelder gilt als politisches Nachwuchstalent: Er trat mit 14 Jahren in die Junge Union (JU) ein - wegen seines Vorbildes, dem damaligen Bundeskanzler Helmut Kohl. Mit 20 Jahren wurde Mißfelder in den CDU-Bundesvorstand gewählt, mit 23 übernahm er die Führung der Jungen Union Deutschland und wurde immer wiedergewählt.

Im Alter von 26 Jahren zog Philipp Mißfelder schließlich in den Bundestag ein, im vergangenen Jahr wurde er ins CDU-Präsidium gewählt.

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(sueddeutsche.de/dpa/liv/mati/odg)