Frage vier: Müsste nicht vor allem Papst Benedikt XVI. selbst sich seiner Verantwortung stellen, statt sich über eine Kampagne gegen seine Person zu beklagen? Bei keinem Menschen in der Kirche gingen so viele Missbrauchsfälle über den Schreibtisch wie gerade bei ihm.
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Acht Jahre Theologieprofessor in Regensburg: Aufgrund seiner engen Verbindung mit dem Domkapellmeister, seinem Bruder Georg, war er über die Verhältnisse bei den Regensburger Domspatzen bestens orientiert. Nicht um die damals leider üblichen Ohrfeigen geht es hier, sondern möglicherweise um Sexualdelikte.
Missbrauchsfälle unter päpstlicher Geheimhaltung
Fünf Jahre Erzbischof von München: Jetzt sind aus dieser Zeit weitere Missbrauchsfälle eines in Ratzingers Bistum versetzten priesterlichen Sexualstraftäters bekannt geworden. Sein loyaler Generalvikar, mein Studienkollege Gerhard Gruber, hat die volle Verantwortung übernommen, aber den auch administrativ verantwortlichen Erzbischof damit kaum entlastet.
24 Jahre Präfekt der Glaubenskongregation: Hier wurden und werden sämtliche schweren Sexualdelikte von Klerikern aus der ganzen Welt unter strengster Geheimhaltung (Secretum pontificium) gesammelt und behandelt. Ratzinger hatte noch am 18.Mai 2001 in seinem Schreiben an alle Bischöfe über die "schweren Vergehen" die Missbrauchsfälle erneut unter "päpstliche Geheimhaltung" gestellt, deren Verletzung unter Kirchenstrafe steht.
Und schließlich: Fünf Jahre Papst, ohne an der verhängnisvollen Praxis etwas zu ändern. Die Wahrhaftigkeit würde es verlangen, dass der Mann, der seit Jahrzehnten die Hauptverantwortung für die weltweite Vertuschung hatte, eben Joseph Ratzinger, sein eigenes mea culpa spricht.
Ganz wie es der Limburger Bischof Tebartz-van Elst am vergangenen Sonntag von allen Gläubigen forderte: "Weil himmelschreiendes Unrecht nicht vertuscht und hingenommen werden darf, brauchen wir eine Umkehr, die der Wahrheit Raum gibt. Umkehr und Buße beginnen damit, dass die Schuld ausgesprochen wird, dass die Reue geübt und wahrgenommen wird, dass Verantwortung übernommen wird und die Chance zum neuen Anfang gegeben wird."
Hans Küng , 81, ist emeritierter Professor für ökumenische Theologie an der Universität in Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos.
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(SZ vom 17.03.2010/liv/ehr)
Protest gegen dritte Startbahn
nur heissen, jener überschätzt sich total oder ist an einer durchschlagenden Regelung im Falle von Kindesschänderei und Misshandlungen im Grunde nicht vorrangig interessiert.
Möge die Katholische Kirche doch machen was sie will, möge sie den orthodoxen die Ehe gestatten, den unierten nicht - oder umgekehrt - möge sie die Ehe inskünftig erlauben oder den Zolibat als wählbar erklären, das ist mir alles völlig gleichgültig.
Es geht um rechtsstaalich einwandfreie Verfahren bei künftigen Vorfällen. Die Kirche soll meinethalben "untersuchen", was - wen - warum sie will, solange sie bereits im Verdachtsfall den Staatsanwalt und die Polizei ruft. Eine gesetzliche Pflicht gibt es hierzu, noch, nicht,aber jeder der meint, sich darauf zurückziehen zu dürfen, soll das mit sich ausmachen.
Sie hat den Kredit verspielt, denn man hätte sie gfs. sogar gewähren lassen mit ihrer Politk, wäre sie klug genug gewesen, jeden Täter - auch Verdächtigen - dauerhaft vom Dienst auszuschliessen. Da ihr dies nicht nur nicht gelang sondern sie darüberhinaus verschleiert, deckt - fast strafvereitelnd tätig ist - muss sie notfalls dem Rechtsstaat unterworfen werden.
Eltern kann man nur raten, bis sich eindeutige Regeln ergeben und die Kirche sowie alle anderen Institutionen darauf sicher verpflichtet sind, Kinder nicht mehr in die Hände solcher "Dienstleister" zu geben.
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Zitat: "[Der] Zölibat ist nicht natürlich nicht monokausal, nur ein Stein im Mosaik."
Aha? Durch diese Beschränkung entziehen Sie in Wirklichkeit der ganzen Argumentation à la Küng den Boden bzw sich prinzipiell der Widerlegungsmöglichkeit.
Wenn die Ehelosigkeit nur ein *Mosaiksteinchen* in der Erklärung sein soll, dann käme man vielleicht auch ganz ohne sie zur Erklärung aus? Andererseits, natürlich, braucht man sich mit einer derartigen Verwässerung des Arguments nicht mehr den Kopf darüber zu zerbrechen, dass 98% der Ehelosen NICHT zu solchen Verbrechern werden, dass üblicherweise für diese Neigung andere Ursachen angegeben werden als die Ehelosigkeit und dass Kindern die höchste Gefahr von verheirateten Männern droht..
Das heißt, die ganze Beschuldigung wird trivial.
Zitat: "Und es wäre doch schön, Priester nicht in eine solche Gefahr zu bringen"
Die ungeklärte Frage ist ja, ob für Ehelose automatisch Pädophilie eine Gefahr IST! Mir erscheint dies vielmehr ein unbewiesener, sogar unwahrscheinlicher Glaubenssatz von Kinsey und Konsorten.
Zitat: " und somit ein Licht anzuzünden, um so die Reife dieser Welt zu erhöhen,"
Welche Reife welcher Welt? Soll es ein Zeichen von Reife sein, wenn ausschließlich die Ehe bzw eheähnliche Verhältnisse als einzige menschliche Daseinsform betrachtet werden?
Gerade eine solche Sicht hatte sich für die Kirche als regelrecht verspießbürgernd ausgewirkt,. weswegen man sich überhaupt auf die Ehelosigkeit als Glaubenszeugnis besonnen hatte (vgl Mt 19:11ff) und vgl zur Synode von Elvira um 300. Das ist eben eine zweite, ebenfalls als menschenwürdig in Betracht zu ziehende Lebensform.
Warum alles auf den einen Weg einengen?
Pädophikle Verbrechen dürfen nicht sein, auch dazu ist die Lehre der Kirche sonnenklar ("Wenn einer einen von diesen Kleinsten ärgert.... dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein um den Hals gehängt würde und er im Meer versenkt würde, wo es am tiefsten ist."). Aber hier falsche Kausalitäten zu unterstellen ("weg mit dem Zölibt" und so), das läuft angesichts der statistischen Verhältnisse geradezu auf Täterschutz hinaus.
Hans Küng , 81, ist emeritierter Professor für ökumenische Theologie an der Universität in Tübingen und Präsident der Stiftung Weltethos.
Was ist denn das wieder für ein Pfaffenclub ?! Na ja, für Gottes Lohn wird er sicher nicht Präsident sein.
Sind Sie durch den Wind oder auf einem Tripp?
Ihrem "Gedicht" fehlt übrigens jegliche Phanta-Sie und Melod-Die.
Oder sind Sie vielleicht gar kein Mensch, sondern ein Computerprogramm, dass soeben ein Bewußtsein erlangt hat?
Im letzteren Fall habe ich noch Hoffnung. Denn Computerprogrammme sind ja bekanntlich zumindest noch lernfähig im Gegensatz zu Menschen, wo dies leider die Ausnahme darstellt.
Paging