Auch das jüngste Gerücht über die Zukunft des Ministerpräsidenten Koch, er wechsle an die Spitze eines Baukonzerns, wird barsch zurückgewiesen.
Hessens scheidender Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat Spekulationen über einen angeblich geplanten Wechsel an die Spitze des Baukonzerns Bilfinger Berger zurückweisen lassen. "Das neueste Gerücht ist so Unfug wie die davor verbreiteten", erklärte Regierungssprecher Dirk Metz am Samstag zu einem entsprechenden Bericht der Bild-Zeitung vom selben Tag.
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Roland Koch: Der scheidende Ministerpräsident Hessens lässt seine Zukunft noch offen. (© ddp)
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Auch ein Sprecher des Unternehmens nannte den Bericht "frei erfunden". Laut Bild soll der 52 Jahre alte Koch den bisherigen Bilfinger-Chef Herbert Bodner (62) ablösen, wenn dieser voraussichtlich im Herbst in Rente geht.
Als Vorstandschef des an der Börse gelisteten Unternehmens werde Koch nach Angaben von Insidern rund 1,5 Millionen Euro im Jahr verdienen, berichtet die Zeitung weiter. Sein Auftrag sei der Umbau des einstigen Tiefbauunternehmens in ein Handelshaus mit Weltgeltung.
Regierungssprecher Metz erklärte dazu: "Ministerpräsident Koch hat nirgendwo etwas zugesagt, er hat keinerlei Verhandlungen mit irgendwem geführt und nicht mal entschieden, welche berufliche Richtung er jenseits der Politik einschlägt. Es bleibt dabei: Er wird sich Anfang November entscheiden, was er zukünftig machen wird."
Koch hatte angekündigt, Ende August sein Amt als Ministerpräsident in Hessen abzugeben und sich neuen Herausforderungen zu stellen.
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(dpa/gba)
Bundespräsident Gauck
Wem die Karrierepläne des scheidenden Ministerpräsidenten sauer aufgestossen sind, ist weniger interessant als dieses so zügige Abwinken Kochs, der von all dem jetzt nichts wissen oder gewusst haben will. Der zweite Anlauf wird nun interessant und der künftige Landeplatz auch. Man hat doch seine Freunde - oder etwa nicht mehr.