Der Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag macht der SPD beim Mindestlohn-Streit einen Vorschlag - und lobt das Koalitionsklima.

"Wir könnten uns auch überlegen, ob wir ein größeres Paket schnüren und auch über den Kündigungsschutz nachdenken", sagte Peter Ramsauer, der Welt. Man könne das Thema Mindestlohn nicht ewig vor sich hertreiben.

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Chef der CSU-Landesgruppe im Bundestag: Peter Ramsauer (© Foto: dpa)

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"Die Dinge liegen auf dem Tisch und sollten bis zur Sommerpause geklärt sein", sagte Ramsauer. Die kommenden Landtagswahlkämpfe seien keine gute Zeit, um derart komplexe Probleme zu lösen.

Ramsauer schob ein Lob für die Zusammenarbeit in der großen Koalition hinterher. "Die Spitzen arbeiten reibungslos, da kann man kaum etwas verbessern", sagte er. Die Differenzen zwischen Union und SPD seien jedenfalls nicht größer als in den Jahren zwischen 1998 und 2005, als die Union in der Opposition war.

Auch Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) will Bewegung in den Streit über einen gesetzlichen Mindestlohn bringen. Er möchte die Lohnhöhe stärker in den Mittelpunkt rücken. "Ein ideologischer Streit um das Pro und Contra ist wenig ergiebig", sagte der CDU-Vize.

"Viel entscheidender ist die Höhe des tariflichen oder gesetzlichen Mindestlohnes, dass dort nicht Menschen ausgeschlossen werden, die nur mit geringen Löhnen und mit geringer Qualifikation überhaupt die Chance auf ein Einkommen haben." Damit zeigte er sich grundsätzlich offen für Mindestlöhne.

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(dpa/ddp)