Klientelpolitik und Bestechlichkeit: Nach der Millionenspende eines Hotel-Unternehmers muss die FDP sich harsche Kritik gefallen lassen.
Wegen einer Parteispende eines Hotel-Unternehmers in Millionenhöhe sieht sich die FDP mit Klientel-Vorwürfen konfrontiert. Ein Parteisprecher bestätigte am Wochenende einen Bericht des Spiegel, wonach die Düsseldorfer Substantia AG, eine Firma aus dem Imperium des August Baron von Finck, den Liberalen binnen eines Jahres 1,1 Millionen Euro in drei Raten gespendet hat.
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Bonbons mit FDP-Logo: "Jetzt ist offenbar Zahltag", sagte Grünen-Fraktionschefin Renate Künast zur Millionenspende an die FDP. (© Foto: ddp)
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Die Finck-Familie ist demnach Miteigentümer der Mövenpick-Gruppe, die in Deutschland 14 Hotels betreibt. In den schwarz-gelben Koalitionsverhandlungen hatte die FDP neben der CSU auf eine Senkung des Mehrwertsteuersatzes für Hotel-Übernachtungen von 19 auf sieben Prozent gedrungen. Der umstrittene Steuernachlass ist mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz zu Beginn dieses Jahres in Kraft getreten.
Die FDP mache sich den Staat zur Beute, sagte die Grünen-Fraktionschefin Renate Künast: "Jetzt ist offenbar Zahltag." Sie forderte Klärung von FDP-Chef Guido Westerwelle, "ob es zu seinem Politikverständnis gehört, den Staat für reine Klientelpolitik auszuplündern". Auch der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel warf der FDP-Führung wegen der Millionenspende Bestechlichkeit vor. In der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin" kritisierte Gabriel am Sonntag, "dass ein Teil der Regierung offensichtlich käuflich ist". Gabriel sprach von einem "Skandal, den die FDP und die CSU da angezettelt haben".
FDP-Politik als "reine Klientel-Sache"
Auch die frühere FDP-Staatsministerin Hildegard Hamm-Brücher, die 2002 aus der Partei ausgetreten war, rügte die Liberalen: "Die FDP kapriziert sich nur auf Steuern, die eine bestimmte Schicht betreffen - auch wenn kein Geld da ist, um das zu finanzieren", sagte Hamm-Brücher der SZ. Die liberale Politik derzeit sei "eine reine Klientel-Sache, eine partielle Wohltat". In neuen Umfragen sei die FDP wieder deutlich abgefallen, die Bürger hätten "offenbar gemerkt, dass hier die Klientel bedient wurde". Gesellschaftliche Probleme, etwa die Integrations- und Bildungspolitik, seien die wirklichen Aufgaben, so Hamm-Brücher.
Im Video: Die SPD wirft der FDP wegen der Millionenspende eine Hotelkette Käuflichkeit vor - Weserwelle weist das entschieden zurück. Weitere Videos finden Sie hier
Die FDP habe "offenkundig aus allen Spendenaffären der zurückliegenden Jahrzehnte nichts gelernt", sagte SPD-Vizefraktionschef Joachim Poß. Die Liberalen sowie auch die CSU seien "in den vergangenen Jahren offensichtlich zu reinen Lobbyistenvereinen degeneriert". Nach früheren Recherchen der Süddeutschen Zeitung hat die Familie Finck kurz vor der bayerischen Landtagswahl 2008 auch an die CSU zwei Spenden in Höhe von 430.000 Euro und 390.000 Euro überwiesen. Nötig sei eine Debatte über die Parteienfinanzierung, sagte Poß, auch über die Begrenzung der Höhe von Spenden.
Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) zeigte sich "erschrocken" über die Spende, dies sei ein "Vorgang von politischer Bedeutung". Der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, forderte eine Rückzahlung.
Es gebe keinen Zusammenhang zwischen Steuersenkung und Spende, betonte hingegen der FDP-Sprecher. Die Zuwendungen seien dem Bundestagspräsidenten korrekt angezeigt worden. Tatsächlich finden sie sich in den Bundestagsdrucksachen - allerdings nur unter dem Namen der Firma Substantia, ohne Verweis auf die offensichtlichen Verbindungen zur Finck-Gruppe.
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(SZ vom 18.01.2010/cag)
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Sehr geehrter Herr Osel,
was soll uns diese merkwürdige Überschrift eigentlich sagen ?
Beute machen doch eigentlich nur Jäger aller Art, Piraten und - oder aber auch Verbrecher !
Ordnen Sie die FDP als Partei insgesamt bei diesen Gattungen der Mennscheit mit ein oder steht uns ein Staatsstreich ,so wie vor Jahrzehnten gehabt, kurz bevor.
( Wäre vielleicht auch gar nicht mal so schlecht ? )
Besser wäre es auch gewesen sich mit der unverständlichen Problematik des Partei Spenden Gesetzes insgesamt kritisch zu befassen. Und zwar, Partei Spenden einfach generell abschaffen und das ohne wenn und aber, denn ohne Spenden keine Klientel und entsprechende Politik dazu.
Geht aber wohl nicht weil das ja auch wieder auf die Klientel der FDP wie z.B. Anwälte etc. direkt zielen würde und Ihnen würden ja auch tagtägliche Schlagzeilen über Strauss, Schreiber, Pfahls und Co.
( was macht der eigentlich jetzt ? ) entgehen.
Und was macht eigentlich die deutsche Grammatik bei Ihrem
Kurzsatz ?
Warum wurde dann eigentlich SIEMENS verurteilt ?
Warum wurde dann die MAN verurteilt ?
Waren doch alles Spenden und auch noch ganz korrekt mit Belegen !
Wenn die FDP jetzt argumentiert die 3 Spenden des Barons seien ganz korrekt gewesen und zwar nach bundesdeutschen Partei Spenden Gesetz ,dann stimmt mit dem Gesetz was nicht und - oder aber das ganze Politik System ist korrupt denn wo liegt der Unterschied zwischen dem Kauf von Nutzfahrzeugen oder Telefon Anlagen zu dem Kauf von Gesetzes Verordnungen zum Wohle und Nutzen der Spender und zum Schaden des Staates an sich, nämlich durch dabei verursachte Steuerausfälle ?
Diese ganzen Politiker haben doch schon bei ihrer Vereidigung gelogen denn sie sollten ja zum Nutzen des deutschen Staates dienen und nicht zum Nutzen des Spenders !
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Denen ging & geht es gewiss & doch wirklich nur & ausschließlich darum, die Mutter aller Landesbanken zu retten ...
... die Bank-Rott-am-Inn-FJS-in-Memoriam-sel.-systemische, die in Wahrheit erst durch das mit der Betreiberin (die "Berchtesgaden International Resort Betriebs GmbH", eine Tochterfirma der Bayerischen Landesbank - Interconti selbst stellt gegen eine Gebühr den Hoteldirektor, dazu den Namen und das Buchungssystem) vertraglich vereinbarte Tragen der operativen Verluste, welche das Fünf-Sterne-Hotel "InterContinental Berchtesgaden Resort" auf dem Göringhügel (auch als Obersalzberg bekannt) so macht, final an den Rand des finanziellen Ruins getrieben wurde.
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