Militärschlag gegen Terroristen Zivilisten sterben bei US-Angriff auf al-Qaida in Jemen

  • US-Soldaten haben mehrere mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer in Jemen getötet.
  • Die genaue Zahl der Opfer ist wegen der schwierigen Quellenlage unklar. Nach Angaben des amerikanischen Zentralkommandos kamen 14 Kämpfer sowie ein US-Soldat ums Leben.
  • Die USA greifen das Terroristennetzwerk in dem Land immer wieder gezielt an - es war der erste größere Militäreinsatz seit der Amtsübernahme von Präsident Trump.

Bei einem US-Luftangriff auf Stellungen des Terrornetzwerkes al-Qaida im Jemen sind nach Angaben aus örtlichen Quellen 30 Menschen - unter ihnen mehrheitlich Zivilisten - getötet worden. Mindestens acht Kinder und acht Frauen seien unter den Opfern, berichteten Sicherheitskreise in der Provinz Al-Baida.

Zunächst gab es widersprüchliche Medienberichte denen zufolge bis zu 30 mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer sowie zehn Zivilisten ums Leben gekommen seien; in anderen Quellen war von 20 bis 30 Toten die Rede beziehungsweise von drei Al-Qaida-Verbündeten, die getötet worden seien.

Das US-Zentralkommando in Tampa teilte mit, 14 Kämpfer der Terrormiliz al-Qaida seien getötet worden. Auch ein US-Soldat kam bei dem Angriff ums Leben, drei weitere wurden verletzt.

USA greifen al-Qaida in Jemen wiederholt an

Es war der erste großangelegte Militäreinsatz in Jemen seit der Amtsübernahme des neuen US-Präsidenten Donald Trump. In Jemen gibt es immer wieder gezielte Angriffe auf Mitglieder der Extremistengruppe al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel. Die USA betrachten die in Jemen angesiedelte Gruppe als gefährlichsten Ableger des Terrornetzwerks und gehen immer wieder mit Drohnenangriffen gegen sie vor.

Mehr als 100 Tote bei Gefechten im Jemen

In Jemen wütet seit Anfang 2015 ein Bürgerkrieg zwischen schiitischen Huthi-Rebellen und den Truppen von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi. Bei schweren Gefechten und Luftangriffen im Südwesten des Landes kamen am Samstag und Sonntag nach Angaben von Militärangehörigen und Ärzten mehr als hundert Menschen ums Leben.

Bei den erbitterten Kämpfen in der Region Mocha ging es den Angaben zufolge um die Kontrolle über Küstenregionen am Roten Meer. Extremistengruppen wie al-Qaida und die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) machen sich den Konflikt zunutze, um ihre Macht vor allem im Süden und Südosten des Landes auszuweiten.