Die Finanzkrise ist zum Sicherheitsproblem geworden, das allumfassende Spardiktat greift auch in die Verteidigungsbudgets ein. So erzwingt die Krise in Europa und ganz besonders in Deutschland neue Strukturen: Es ist Zeit für grundlegende Militärreformen.
Ein wenig zugespitzt könnte man behaupten, dass es die Krise der Staatsbudgets nicht gäbe, wenn es keine Armeen gäbe. Denn die Armeen standen Pate bei der Schöpfung des modernen Finanzwesens. Es waren die stehenden Heere, die Berufsarmeen, die nach dem Dreißigjährigen Krieg das Söldnertum der Wallensteins ablösten und damit dem modernen Staat ein Rückgrat gaben.
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Die Auswirkungen der Finanzkrise sind in der Sicherheitspolitik angekommen - die Wehrpflicht steht zur Debatte. (© ap)
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Dieser moderne Staat brauchte geordnete Finanzen, um seine Streitkräfte, Depots und die Ausrüstung zu bezahlen. Nur so konnten die marodierenden und sich selbst bereichernden Truppen gestoppt werden. So entstand das moderne Finanzwesen, weil der Staat zur Finanzierung der Heere auf regelmäßige Einnahmen angewiesen war und Steuern erheben musste.
Finanzen und Sicherheit bedingen einander. Deswegen ist es nur zwingend, dass sich die Industriestaaten in Zeiten der Finanzkrise um ihre Sicherheit sorgen. Dabei ist aber eine erstaunliche Verdrehung der Perspektive zu beobachten: Bisher haben Kriege Finanzprobleme ausgelöst, innere Unruhen haben Märkte destabilisiert. Jetzt gilt die umgekehrte Sicht.
Im Jahr der Eurokrise heißt die Frage: Wie wirkt sich der Kollaps der Märkte auf die Sicherheit aus? Sind es die Währungsprobleme, die Bündnisse brechen lassen? Wie viel Sicherheit kann sich ein hoch verschuldetes Land eigentlich leisten?
Plötzlich wird Undenkbares diskutiert
Die Finanzkrise ist zum Sicherheitsproblem geworden, zum Problem der Sicherheitspolitik. Das Spardiktat für alle Haushalte in Europa greift kräftig in die Budgets für Verteidigung ein, von Rom bis Stockholm stellen sich Europas Wehrminister auf harte Kürzungen ein. Das spanische Verteidigungsbudget fiel in diesem Jahr um neun Prozent. In Italien wurde zu bereits beschlossenen Kürzungen ein neuerlicher Rückgang um zehn Prozent vereinbart. Frankreich wird in drei Jahren bis zu fünf Milliarden Euro einsparen.
Selbst Undenkbares wird auf einmal diskutiert: Frankreich und Großbritannien tuscheln über eine Zusammenlegung der (sündhaft teuren) nuklearen Abschreckung. Der neue britische Verteidigungsminister Liam Fox kündigte "schonungslose und unsentimentale" Kürzungen an. In Schweden wurde die Wehrpflicht beendet - unter anderem, weil sie zu viel kostet. Värnplikt, die Pflicht zur Verteidigung, war mehr als eine militärische Bürde. Der Dienst für die Nation funktionierte auch als Kleber, der Gesellschaft und Staat zusammenhielt.
In Deutschland nimmt diese Debatte nun Fahrt auf. Im Juli will das Verteidigungsministerium seine Rechenmodelle vorlegen, im September soll das Kabinett sich mit den Kürzungen befassen, danach die Parteitage der Koalition. Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg weiß nur zu gut, dass er nicht genug Freunde haben kann, wenn die Kreistage der Republik und die Bürgermeister erst einmal über Standorte diskutieren.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Sehr gut und "voll treffend", Dein Beitrag, Freund Legis!
ABER mir scheint, er "schiesst" weit über das hier in Rede stehende Thema, nämlich, dass die überwiegend überschuldeten europäischen Kleinstaaten, durch eine -gemeinsam betriebene und finanzierte EUROPA-Armee KOSTEN sparen könnten!
Sachlich ist DAS natürlich zutreffend, und strategisch nach meiner Meinung in einer wirklichen Europ. UNION längst überfällig.
ABER keine Sorge, es wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkei NIE dazu kommen"!
Vor dem Dritten WK nicht, weil die allesamt kleingeistigen europ. Politiker sich niemals darauf einigen werden!
Und danach nicht, weil diese europ. Kleinstaaten auch noch den letzten Rest ihrer Souverenität verloren haben werden!
EUROPA ruhe sanft! So lange wenigstens DAS noch möglich ist!
" Nein, das tun wir natürlich nicht, da die in den Standardwerken niedergelegte Geschichtsschreibung natürlich samt und sonders manipuliert wurde."
Was denn sonst? Die Geschicht wird immer vom Sieger geschrieben und entsprechend frisiert. wussten sie das wirklich nicht?
So kann man es natürlich auch machen:
Eine Finanzkrise, an der die Super-Reichsten der Super-Reichen verdienen ......selbstverständlich auf Staatskosten - äh.....Steuerzahlerkosten - äh .....der kleine Michel darf zahlen.....
und dann gleichzeitig das Europäische Militär implementieren.....
.....vorab wirbt ein ehemaliger Redakteur des Bayerischen Rundfunks - jetzt Kultusminister in Bayern - Dr. Ludwig Spaenle - mittels Bundeswehr schon mal für die Sicherheitspolitik im Gemeinschaftsunterricht für die "Berufsbundeswehr - sprich Söldneranwerbung" der späteren EU-Armee.....
Vorher - bevor diese Berufsarmee der EU - kommt wird man versuchen unsere Verfassung dahingehend zu ändern,
dass die Bundeswehr auch Einsätze im Innern durchführen kann.
Damit wäre der Armee-Einsatz bei Aufständen und Unruhen auch im Innern möglich!
So wie es Prof. Claudia von Werlhof - mit dem Buch: Lizenz zum Plündern beschrieben hat!
Das MAI = Multilaterale Abkommen = Lissabonner Vertrag = EU-Verfassung!
Wie Prof. Karl Schachtschneider es vorausgesehen hat: Wiedereinführung der Todesstrafe bei Aufständen und Unruhen und die Armee - die dann gegen das eigene Volk vorgeht
Den Mulits (Konzernen) wurde Tür und Angel geöffent!
Warum ist unsere Bundeswehr in Afghanistan? Schutz- und Aufbautruppe! Wie bitte?
Augenblicklich werden in Afghanistan für 3 Billionen US $ Schürfrechte für Bodenschätze versteigert: Lithium, Kupfer....Gold....
Daher weht der Wind!
Wie Horst Köhler sagte: Sicherung wirtschaftlicher Ressourcen mittels Militäreinsatz!
Nix anderes! Das Volk wird verschaukelt - und zwar gewaltig!
Das Volk wird gar nicht respektiert.....zum Schluß ist es womöglich nur noch Kanonenfutter...!
Volk - wach endlich auf!!!
"Kennt hier jemand auch nur einen Politiker persönlich? "
Oh, ja! Ich erzähle Ihnen eine kleine Geschichte. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind durchaus beabsichtigt, auch wenn ich natürlich keine Namen nennen werde.
Es begab sich zu einer Zeit in einer Kleinstadt, wo der zweite Bürgermeister zufälligerweise der örtliche Bankdirektor war und einem Handwerkbetrieb einen grosszügigen Kredit gewährte. Besagter Handwerksbetrieb geriet irgendwann leider wirtschaftlich in Not, was für den Herrn Bankdirektor und die Kredittilgungen natürlich ein wenig prekär war.
Nun fügte es sich allerdings auf wundersame Weise, ich will da keine näheren Spekulationen wagen, dass der besagte Handwerksbetrieb "zufällig" immer alle Gemeindeaufträge ergatterte und die anderen Betriebe seiner Branche am Ort leer ausgingen. Dies entmutigte die anderen dergestalt, dass sie sich irgendwann gar nicht mehr die Mühe machten, zeitaufwändige Kalkulationen anzustellen und akkurate Ausschreibungsunterlagen einzureichen, sondern sich in ihr (politikgemachtes) Schicksal fügten. Ein kleines Vögelchen musste wohl allmorgendlich ins Fenster der noteidenen Kreditnehmers geflattert sein und ihm die Preise der Konkurrenten zugeflüstert haben, anders kann ich mir das nicht erklären. :-)))))
Die Moral von der Geschicht: wenn es in überschaubaren Kleinstädten bei vergleichsweise geringen Beträgen schon so zugeht, wie mag es dann erst bei den richtig dicken Geldsummen sein?
Wie schützen sich Länder wie Deutschland, die gemäss GG KEINE Angriffskriege oder kriegsähnliche Überfälle auf andere Länder führen dürfen, aber sich, wie gegenwärtig daran im Rahmen eines (EX-)"Verteidigungsbündnisses" daran beteiligen, eigentlich gegen die daraus offenkundig resultierenden "terroristischen" Gefahren?
Dabei kann auch eine Berufsarmee -mit oder ohne Atomwaffen- bekanntlich kaum etwas ausrichten!
Der einzige "Schutz" dagegen ist und bleibt die strickte, selbstverständlich aber angemessen bewaffnete NEUTRALITÄT!
Wobei Atomwaffen vermutlich nicht viel bewirken, aber gewiss auch nicht schaden könnten!
Paging