Der amerikanische Senator Joe Lieberman hat sich für einen Militärangriff der USA auf Iran ausgesprochen. Auf diese Weise könne verhindert werden, dass Iran weiterhin US-Soldaten im Irak töte.

US-Senator Joe Lieberman hat sich dafür ausgesprochen, dass die Vereinigten Staaten einen Militärangriff gegen Iran wagen sollten. "Wir müssen darauf vorbereitet sein, aggressiv militärisch gegen die Iraner vorzugehen, um sie davon abzuhalten, Amerikaner im Irak zu töten", sagte Lieberman am Sonntag dem Fernsehsender NBC.

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In derartige Maßnahmen eingeschlossen sei ein Vorstoß über die Grenze auf iranisches Gebiet. Es gebe Belege dafür, dass dort Kämpfer ausgebildet werden, die im Irak US-Soldaten töten, sagte der parteilose Senator weiter. Er sprach von 200 von Iranern umgebrachten US-Soldaten und warnte sein Land vor Untätigkeit. "Sie werden das als Zeichen der Schwäche von unserer Seite bewerten, und wir werden dafür im Irak und in der Region und letztlich hier zu Hause bezahlen", sagte Lieberman.

Unterdessen wurde bekannt, dass die US-Armee im Irak offenbar plant, sunnitische Araber für den Kampf gegen Islamisten zu bewaffnen. US-Befehlshaber testeten die neue Strategie bereits in der Provinz Anbar und führten Gespräche mit Sunniten-Gruppen in mindestens vier Gebieten im Zentrum des Landes, berichtete die New York Times auf ihrer Internetseite. Demnach sollen mit den Waffen Araber unterstützt werden, die versprochen haben, gegen Kämpfer mit Verbindungen zu al-Qaida vorzugehen.

Dem Zeitungbericht zufolge warnen Kritiker, die Strategie könne dazu führen, dass die USA beide Seiten eines künftigen Bürgerkriegs bewaffnen. Zudem bestehe die Gefahr, dass die Sunniten die zur Verfügung gestellten Waffen gegen Schiiten oder gegen US-Soldateneinsetzen.

Bericht über Truppen-Reduzierung

Die US-Armee erwägt angeblich außerdem, ihre derzeit im Irak stationierten 150.000 Soldaten von Mitte 2008 an auf ein Kontingent von etwa 50.000 zu verringern. Diese Soldaten sollen dann für mehrere Jahre vor Ort bleiben, berichtete die Washington Post am Sonntag unter Berufung auf ranghohe Offiziere und Militärexperten.

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(Afp/sueddeutsche.de)