Pünktlich zur Nahostkonferenz in den USA verkündet Teheran den Bau einer neuen Mittelstreckenrakete und droht "Angreifern". Der Flugkörper soll Israel erreichen können.

Die Aschura-Rakete habe eine Reichweite von 2000 Kilometern, wurde Verteidigungsminister Mostafa Mohammed Nadschar von der iranischen Nachrichtenagentur Fars zitiert. Damit könnte sie theoretisch US-Stützpunkte in der Region sowie das gut 1000 Kilometer entfernte israelische Gebiet erreichen.

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Eine Aufnahme aus dem Jahr 2006: Bei einem Manöver feuern die iransichen Revolutionsgarden Raketen ab (© Foto: Reuters)

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"Die islamische Republik Iran will keinen Staat angreifen, aber wenn unser Territorium angegriffen wird, werden wir den Angreifer mit Gewalt zerstören", sagte Nadschar weiter.

Die neue Rakete ist nach dem Aschura-Fest benannt, an dem Schiiten mit Trauerzügen an den Tod von Imam Hussein, einem Enkel des Propheten Mohammed, erinnern. Die USA werfen dem Iran vor, sowohl sein Atomwaffenprogramm als auch die Entwicklung von Raketen voranzutreiben.

Unterdessen wurden Vorwürfe gegen den ehemaligen Sprecher der früheren Verhandlungsdelegation im Atomstreit fallengelassen. Im Rahmen einer Untersuchung sei festgestellt worden, dass Hossein Mussawian sich keines Vergehens schuldig gemacht habe, verlautete aus Justizkreisen. Jegliche Vorwürfe seien fallengelassen worden.

Mussawian war im Mai einige Tage inhaftiert worden und nur auf Kaution freigekommen. Der iranische Geheimdienstminister Gholamhossein Mohseni-Edscheie hatte ihm vorgeworfen, sicherheitsrelevante Informationen ans Ausland, insbesondere an die britische Botschaft, übermittelt zu haben.

Mussawian ist ein Vertrauter von Ex-Präsident Haschemi Rafsandschani, einem politischen Gegner von Staatschef Mahmud Ahmadinedschad.

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(AFP/odg)