Im weltweiten Vergleich der Militärausgaben ist China auf Platz zwei vorgerückt - die USA geben weiterhin mehr Geld aus als die anderen Länder der Top Ten zusammen. Dafür ist der Krieg gegen den Terror verantwortlich.

China ist im internationalen Vergleich der Militärausgaben erstmals auf den zweiten Platz hinter den alles dominierenden USA aufgerückt. Das Riesenreich habe im vergangenen Jahr 84,9 Milliarden Dollar (60,8 Milliarden Euro) in Rüstung investiert und seine Militärausgaben im zurückliegenden Jahrzehnt verdreifacht, heißt es im Jahresbericht des Friedensforschungsinstitut SIPRI.

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George W. Bushs "Krieg gegen den Terror" treibt weltweit die Militärausgaben nach oben. (© Foto: dpa)

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China liegt damit vor Frankreich und Großbritannien aber weit hinter den USA, die auch 2008 mit Gesamtausgaben von 607 Milliarden Dollar unangefochten an der Spitze der Liste stehen. Weltweit wurden im vergangenen Jahr 1,464 Billionen Dollar für Rüstungszwecke ausgegeben.

Die USA gaben damit binnen eines Jahre mehr Geld für Militär aus, als die übrigen 14 Länder an der Spitze der Liste zusammen. SIPRI führt dies auf die von der Regierung des früheren US-Präsidenten George W. Bush gesetzten Schwerpunkte zurück - besonders die Terrorismusbekämpfung.

Allerdings habe der sogenannte Krieg gegen den Terror auch in vielen anderen Ländern der Erde dazu geführt, dass Probleme verstärkt aus militärischer Sicht betrachtet würden, erklärte der Hauptautor der Studie, Sam Perlo-Freeman.

Auch weltweit wurde im vergangenen Jahr mehr Geld für Militärzwecke ausgegeben; gegenüber 2007 lag der Zuwachs bei vier Prozent. Deutschland und Japan sind die einzigen unter den 15 Ländern mit den größten Militärbudgets, die seit 1999 ihre entsprechenden Ausgaben gesenkt haben. In Deutschland betrug der Rückgang den Angaben zufolge elf Prozent.

Entsprechend der Ausgabenzuwächse konnten die hundert größten Waffenhersteller der Welt zunehmende Einnahmen erzielen: An der Spitze lag das US-Unternehmen Boeing, gefolgt von der britischen BAE Systems und der US-Gruppe Lockheed Martin.

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(dpa/bavo/cag)