Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat das Treffen von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem religiösen Oberhaupt der Tibeter kritisiert.
Der Empfang des Dalai Lama im September in Berlin sei ein Fehler gewesen, sagte Schröder am Rande eines Seminars in Peking, wie die China Daily am Freitag berichtete.
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Der gegenseitige Respekt und die Souveränität stünden im Mittelpunkt der Beziehungen zwischen China und Deutschland. Aus diesem Grund hätten seine Vorgänger und er den Dalai Lama nicht getroffen, sagte der Altkanzler der Zeitung zufolge weiter.
China hatte mit großer Verärgerung auf die Zusammenkunft zwischen Merkel und dem Dalai Lama am 23. September im Kanzleramt reagiert und in der Folge mehrere Treffen mit deutscher Beteiligung abgesagt.
Die Volksrepublik wirft dem Dalai Lama vor, eine Abspaltung Tibets von China anzustreben.
(AFP/odg)
Die Ärzte in München
Gottesstaat ist nicht gleich Gottestaat,hier liegt ein grober Denkfehler bei einigen.
Der Buddhismus ist fundamental gegen jedewede Gewaltanwendung, Bekehrung "mit dem Schwert", erhebt keinen Anspruch auf Ausschließlichkeit und Unfehlbarkeit und ist auch indogen "kompatibel" mit Demokratie.Toleranz ist dort ein zentraler Wert.
Dies alles im krassen Gegensatz zu einigen anderen Religionen.
Bitte also nicht äpfel mit Birnen vergleichen.
Genau aus diesem Grund mochte ich Schröder nicht, er stellt die wirtschaftlichen Interessen über die Menschenrechte. So ist recht kommunistisch geredet. Zumindest die Parteilinie stimmt.
Gerhard Schröder, ein lupenreiner Oportunist.
1. Welche Legitimation der Herr Rinpoche hat, für die Tibeter zu sprechen, wurde hier schon thematisiert. Antwort: null
2. Wer HEUTE in Tibet lebt und was die menschen dort wollen, wird nicht angesprochen. Sondern ein Abstraktum "Tibet" solle frei werden. Von was?
3. Welche Interessen Deutschland hat, trällert man hier und da. Wieder das Abstraktum. Die deutsche Bevölkerung hat m.E. kein Interesse an einem Bürgerkrieg in China. Die deutsche Wirtschaft auch nicht.
4. Es ist also eine begrenzt große Politikerkaste, die im falsch verstandenen Interesse deutscher Hroßindustrie China durch Unterstützung der Uiguren, Lamisten in Tibet und Taiwan zu schwächen sucht.
5. In diesem zusammenhang steht auch das Aufwerten Indiens sowie die Einmischung in Myanmar.
6. Allen Beteuerungen zum trotz "alles friedlich " zu meinen wirkt diese Politik wie öl im Feuer. Nur ist Schröder kein glaubwürdiger Ratgeber angesichts seiner mutmaßlichen, leider nie vor gericht verhandelten Verbrechen.
Nein. Warum sollte ich?
Eine Kanzlerin empfängt einen Mann, der sich immer für Frieden und Versöhnung eingesetzt hat. Ich finde, das ist ihr gutes Recht.
Ein riesiges Land ist dagegen und reagiert hochneurotisch. Was hat es eigentlich zu fürchten? Egal, jeder konnte vorhersehen, dass es so reagieren würde.
Es kann sein, dass die Kanzlerin diplomatisch ungeschickt ist und dass dieser Schritt diplomatisch und ökonomisch nicht der zweckmäßigste war. Jeder, der das meint, darf es auch sagen. Aber wenn ein ex-Kanzler das ausgerechnet in dem bewussten großen, neurotischen Land sagt, wirkt es doch wirklich auch nicht besonders diplomatisch. Und man kann fragen, wo seine Loyalität eigentlich liegt.
Ich habe versucht, einige Denkfehler und einige implizite Annahmen in dieser etwas trüben Diskussion aufzuzeigen. Und jetzt klinke ich mich aus. Ich habe nicht die geringste Lust, etwas zum Amselfeld oder zu Jerusalem zu sagen. Da ist alles so verkorkst, dass man seit Jahrzehnten auch gar nichts mehr sagen kann, ohne zum Has beizutragen.
Paging