Glaubt man George W. Bush und Angela Merkel, ist das deutsch-amerikanische Verhältnis wieder völlig unbelastet. Einig waren sich der Präsident und die Kanzlerin auch hinsichtlich der Terrorgefahr, nur beim Thema Guantanamo gingen die Meinungen auseinander.

Die US-Regierung und die deutsche Regierung stimmten in dieser Frage überein, betonte Bush nach einem Treffen mit der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) im Weißen Haus.

Merkel und Bush im Weißen Haus (© Foto: Reuters)

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Bush würdigte Deutschland als "geschätzten Partner". Man teile gemeinsame Werte, insbesondere was Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit der Rede angehe.

Bush dankte Deutschland für die Hilfe beim Wiederaufbau in Afghanistan und im Irak. "Ich möchte der deutschen Regierung und dem deutschen Volk danken", sagte Bush. Trotz aller Differenzen beim Irak-Krieg, die er vollständig verstehe, leiste Deutschland einen wichtigen Beitrag beim Wiederaufbau im Irak. Bush charakterisierte seinen Gast als "very smart, sehr fähig". Merkel habe einen "kräftigen, zupackenden Geist". Berührt sei er von ihrer DDR-Vergangenheit. Sie kenne Diktatur und Freiheit aus eigenem Erleben.

Die Bundesdeskanzlerin sprach von einem neuen Kapitel in den deutsch-amerikanischen Beziehungen. Das Gespräch mit US-Präsident Bush sei sehr offen und ehrlich gewesen, sagte Merkel.

Merkel hob bei ihrer ersten Begegnung in ihrer Amtszeit mit US-Präsident George W. Bush die Gemeinsamkeit in den zentralen Fragen hervor. Zugleich wies sie aber auch auf einige unterschiedliche Sichtweisen beispielsweise im Kampf gegen den Terrorismus hin. Merkel sagte, notwendig sei ein intensiverer Austausch zwischen Berlin und Washington. Deutschland sei ein verlässlicher Partner der USA.

Kurz ging Merkel darauf ein, dass sie auch ihre Kritik am Gefangenenlager Guantanamo auf Kuba vorgebracht habe, in dem Terrorverdächtige ohne Rechtsgrundlage unbefristet festgehalten werden können. Zuvor hatte Bush erklärt, der gemeinsame terroristische Feind lauere überall.

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(sueddeutsche.de/dpa)